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Harter Käse, Misstrauen und Widerstand: Wie Schweden die Bevölkerung auf Krieg vorbereitet



Harte Post für die 4,8 Millionen schwedischen Haushalte: In der kommende Woche schickt die schwedische Regierung ihrer Bevölkerung eine 20-seitige Broschüre. Titel: «Falls Krisen oder Kriege kommen».

Schweden Broschüre Krieg Sicherheit

Diese Broschüre wird diese Woche in alle schwedischen Haushalte flattern. Montage: watson/mlu 

Sie soll die Bevölkerung auf den Ernstfall vorbereiten. Die Broschüre findest du bereits jetzt online – auf Englisch. 

Und das steht drin:

Was wäre wenn …

Die Broschüre beginnt alltagsnah: Man soll sich vorstellen, wie man sich verhalten würde, wenn alltägliche Dinge nicht mehr wie gewohnt funktionieren würden. Als Beispiele werden unter anderem genannt:

Idealerweise hat der bedrohte Schwede oder die bedrohte Schwedin eine Vorstellung, wie er oder sie – gemeinsam mit den Menschen in ihrem Umfeld – solche Situationen bewältigen würde. 

Vorbereitungs-Tipps

Im Notfall sind die Gemeinden dafür besorgt, die Bevölkerung mit Hilfsmitteln, Wasser und Essen zu versorgen. Diese Hilfe wird aber jenen Menschen zuerst zugetragen, die sie am nötigsten haben. Das heisst für viele: Sie werden vorerst warten müssen und sind auf sich selbst gestellt.

Deshalb sollte jeder Haushalt dafür besorgt sein, genügend Wasser und Essen vorrätig zu haben. Zudem sollte eine autonome Heizmöglichkeit vorhanden sein, sowie die Möglichkeiten, Nachrichten der Behörden zu empfangen. In der Broschüre findet sich auch eine Checkliste für die Vorbereitung, auf ihr sind unter anderem aufgelistet:

Essen

Wasser

Wärme und Licht

Diverses

Fake News

Bereits jetzt nutzten Staaten und Organisationen irreführende Informationen, um die Werte und Handlungen der schwedischen Gesellschaft zu beeinflussen und herauszufordern, heisst es im Merkblatt weiter. Im Klartext: Der Kampf mit Fake News hat bereits begonnen. Die schwedischen Behörden mahnen drei Verhaltensweisen an:

  1. Suche selber nach Informationen. Der beste Weg, sich gegen Propaganda und Fake News zu wehren ist, seine Hausaufgaben zu machen. 
  2. Schenke Gerüchten keinen Glauben. Erst mehr als eine unabhängige Quelle machen eine Information wirklich glaubwürdig.
  3. Verbreite keine Gerüchte. Ist eine Information nicht glaubwürdig, gib sie nicht weiter.

Terror

Terrorattacken haben ganz unterschiedliche Gesichter: Sie können sich gegen Individuen richten oder gegen ganze Gruppen, gegen die Gesellschaft an sich oder gegen einzelne Teile der Infrastruktur. Ein paar Verhaltensweisen seien aber in den meisten Fällen sinnvoll, heisst es im Merkblatt. Zum Beispiel:

Widerstand

Hier werden die Behörden deutlich (und auch ein wenig pathetisch): «Wenn Schweden von einem anderen Land angegriffen wird, werden wir uns nie ergeben. Alle Informationen, die anderes andeuten, sind falsch.»

Herausgegeben wurde des Heftchen von der Swedish Civil Contingencies Agency, die dem Verteidigungsministerium unterstellt ist. Die Sicherheit des Landes wird in Schweden zurzeit heftig diskutiert. Aufgeschreckt wurden die Bürger durch mehrere Ereignisse, bei denen russische U-Boote und Flugzeuge in schwedisches Gebiet eingedrungen sein sollen. 2016 hatte die Regierung beschlossen, die Sicherheitsausgaben zu erhöhen. (mlu)

Auch eine Art Ernstfall: Unsere Männer testen ein Schmerztherapiegerät für Frauen

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Video: Angelina Graf

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Skater88 22.05.2018 18:19
    Highlight Highlight Hat unser Bundesrat ja schon länger rausgegeben. Wenn auch nicht so dramatisch und umfassend.

    Nennt sich Notvorrat.

    https://www.bwl.admin.ch/bwl/de/home/themen/notvorrat.html
  • walsi 22.05.2018 17:40
    Highlight Highlight Es gilt immer noch der Satz von Früher: Kluger Rat, Notvorrat!
  • aglio e olio 22.05.2018 16:29
    Highlight Highlight "Aufgeschreckt wurden die Bürger durch mehrere Ereignisse, bei denen russische U-Boote und Flugzeuge in schwedisches Gebiet eingedrungen sein sollen."

    Diese Geschichte hält sich hartnäckig. Obwohl es auch andere aktuellere Ansichten dazu gibt:

    https://de.sputniknews.com/politik/20160615310636610-maerchen-russischen-u-booten-schweden/

    Die im verlinkten Artikel erwähnte Doku ist übrigens sehr interessant.
    • PlüschBerserker 22.05.2018 16:55
      Highlight Highlight Wenn Schweden sich fürchten muss, dann von den Russen. Oder grünen russischen Männchen ohne Hoheitsabzeichen, die nur "freundlich helfen wollen"
    • stolca 22.05.2018 17:00
      Highlight Highlight Du gibst im Ernst Sputnik News als Referenz angeben???? Ein Propaganda Organ Putins wie RIA Novosti????
      Zeit aufzuwachen.
    • aglio e olio 22.05.2018 17:17
      Highlight Highlight stolca, es finden sich auch andere Quellen dazu.
      Ich habe diese gewählt, weil sie die Doku "Täuschung - Die Methode Reagan" (Arte) erwähnt. meines Wissens hat Putin seine Finger da nicht mit drin.
      PlüschBerserker, glaubst du wirklich, dass Russland Schweden angreifen würde? Es ist sicher vieles im Argen unter Putins Fuchtel. Aber dies tönt doch sehr weit hergeholt...
      Ich fürchte eher das Handeln anderer Agressoren, allerdings ohne Bezug zu Schweden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PlüschBerserker 22.05.2018 15:58
    Highlight Highlight Eigentlich geht es ja nur um den Fall, dass Onkel Ivan kommt.

    Gotland wurde ja schon wieder Militarisiert, das ist der "unsinkbare" Flugzeugträger Schwedens.
  • 7immi 22.05.2018 14:56
    Highlight Highlight krieg? eher notfälle, ausfälle und krisen. nur ein bruchteil der behandelten punkte sind kriegerisch, der rest sind probleme, die auch einfach so eintreten können. in einer hochtechnisierten und digitalisierten welt ist ein entsprechender ausfall fatal. man muss wissen, was man machen muss (und das auch ohne internet und youtubetutorial). die wenigsten haben einen notvorrat oder ein "notradio" zuhause. man geht einfach davon aus, dass alles funktioniert. so gesehen sind solche kampagnen sehr wichtig.
  • me myself 22.05.2018 14:32
    Highlight Highlight Schweden hat eher ein Problem mit Migranten und den ganze No-Go Zonen. Einen Krieg mit einem andere Land halte ich für sehr unwahrscheinlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • passiver Überströmer 22.05.2018 14:30
    Highlight Highlight Wichtig, finde ich. Auch bei uns gibts immer mehr Menschen, welche whatsapp als sichere Lebensgrundlage sehen aber nicht imstande sind einen Velopneu aufzupumpen.
    PS mein Velo kann mein Smartphone laden....
  • Madison Pierce 22.05.2018 14:22
    Highlight Highlight Wir haben dafür ja das Zivilverteidigungsbuch: http://www.libenter.ch/090610_zivilverteidigung_1969_v1.4_de.pdf

    Müsste man aber mal aktualisieren...
    • Posersalami 22.05.2018 16:05
      Highlight Highlight EInen Notvorrat anzulegen ist auf jeden Fall eine gute Idee.

      Aber nicht weil man Angst vor Putin haben müsste! Am meisten bedroht sind wir wohl von einem Stromausfall. Erfolgt der Grossflächig sind nach 24h die Regale in den Läden leer weil die so gut wie keine Lagerbestände mehr haben und ohne Strom gibts keine Logistik und keine Kühlung..
    • lilie 22.05.2018 17:13
      Highlight Highlight @Posersalami: Nicht zutreffend. Bei uns gabs schon mehrere solche Stromausfälle, und die Lädenregale waren alles andere als leer, da die Läden geschlossen wurden. Wenn der Strom ausfällt, funktioniert nämlich nichts mehr - die Kassen, die automatische Türöffnung, die Kühlung, nichts.

      Mag ja sein, dass die Läsen in den Städten Notstromaggregate haben, wo dann der Laden weiter bezrieben werden kann. Bei uns auf dem Land müssten wahrscheinlich ab dem zweiten Tag die Frischwaren verschenkt werden, weil sie sonst schlecht werden...
    • Posersalami 22.05.2018 17:34
      Highlight Highlight @lilie: Ich rede, bzw der Bund, spricht von einem grossen Stromausfall. Wenn zB das Netz Europaweit zusammenbricht. Der Bund sagt, man habe dann 1 Woche bevor die Situation ausser Kontrolle gerät.
    Weitere Antworten anzeigen

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