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Malaysias Ex-Regierungs-Chef Najib Razak (Mitte) am 22. Mai 2018.
Malaysias Ex-Regierungs-Chef Najib Razak (Mitte) am 22. Mai 2018.Bild: AP/AP

Malaysias Ex-Regierungschef erneut festgenommen

19.09.2018, 13:0819.09.2018, 14:04

Malaysias ehemaliger Premierminister Najib Razak ist erneut wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen worden. Er soll am Donnerstag (Ortszeit) in der Hauptstadt Kuala Lumpur vor Gericht erscheinen, wie die Anti-Korruptionskommission am Mittwoch mitteilte.

Hintergrund der Vorwürfe ist der sogenannte 1MDB-Skandal. Es geht um Geld aus dem 2009 von Najib aufgelegten Regierungsfonds 1MDB, der die Wirtschaft fördern sollte: Aus dem Fonds sollen mehr als 4,5 Milliarden Dollar abgezweigt worden sein. Etwa 700 Millionen Dollar wurden auf einem privaten Bankkonto Najibs entdeckt.

Der Skandal kam bereits 2016 ans Licht. Doch eine Untersuchung in Malaysia sprach Najib damals von allen Vorwürfen frei. Im August musste er sich erneut wegen Geldwäsche vor Gericht verantworten. Er bekannte sich für nicht schuldig.

Ausreisesperre

Najib war von 2009 bis Mai 2018 Ministerpräsident des südostasiatischen Landes. Im vergangenen Mai wurde er nach neun Jahren im Amt überraschend abgewählt, die Korruptionsvorwürfe waren zentraler Bestandteil des Wahlkampfs seiner Gegner.

Der 92-jährige neue Regierungschef Mahathir Mohamad hatte Ermittlungen gegen seinen Vorgänger angekündigt. Die Behörden verhängten eine Ausreisesperre gegen Najib und seine Frau Rosmah Mansor, die wegen ihrer teuren Einkaufstouren und ihrer Vorliebe für Luxus-Handtaschen bekannt ist.

Der aktuelle Regierungschef Mahathir Mohamad.
Der aktuelle Regierungschef Mahathir Mohamad.Bild: AP via Mahathir Facebook Page/Mahathir Mohamad Facebook

Ermittlungen in der Schweiz

Der Fonds hat Schulden von elf Milliarden Dollar. Die Behörden verschiedene Länder, darunter die USA, Luxemburg, und Singapur, ermitteln seit mehreren Jahren in dem Fall.

In der Schweiz laufen nach Angaben der Bundesanwaltschaft gegen sechs Personen Untersuchungen, unter anderem wegen Geldwäscherei, Bestechung fremder Amtsträger, ungetreuer Amtsführung und ungetreuer Geschäftsbesorgung. Auch zwei Banken, die Bank BSI und die Falcon Privatbank, stehen im Verdacht, in die Affäre verwickelt zu sein. (sda/dpa/afp)

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