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Richter lässt Penis des Angeklagten als Beweisstück mit Holzlineal messen

Richter lässt Penis des Angeklagten als Beweisstück mit Holzlineal messen

22.05.2018, 13:1522.05.2018, 13:15

Delikater Einsatz im Dienste der Wahrheitsfindung: In einem Prozess um sexuelle Belästigung in Neuseeland hat ein Richter das Geschlechtsteil des Angeklagten quasi als Beweisstück vermessen lassen.

Stadtrat David Scott aus Kapiti nahe Wellington wird von einer Stadtratsangestellten vorgeworfen, am Rande eines Empfangs seinen Penis an ihr gerieben zu haben. Laut der Website stuff.co.nz gab die Frau an, das Objekt, das sie an ihrem Gesäss gespürt habe, sei etwa zehn bis zwölf Zentimeter lang gewesen.

Penis oder Portemonnaie?

In einem höchst ungewöhnlichen Schritt entschied Richter Peter Hobbs daraufhin am Dienstag, Scotts bestes Stück in einer Arrestzelle des Gerichtes von einem Arzt mit einem simplen Holzlineal vermessen zu lassen. Das Ergebnis der Messung dürfe allerdings nicht veröffentlicht werden, berichtete Radio New Zealand.

Scotts Anwalt argumentierte, vermutlich habe ein in Scotts Hose steckendes Portemonnaie im Vorbeigehen die Klägerin gestreift. Die Frau ist sich dagegen sicher, dass es sich bei dem Gegenstand an ihrem Gesäss weder um eine Geldbörse, ein Handy noch um eine Insulinspritze gehandelt habe, sondern ganz klar um ein männliches Geschlechtsteil. (whr/sda/afp)

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