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epa06355541 A night view of the village of Drag, Tysfjord, Norway, late 27 November 2017 (issued 28 November 2017). According to reports, an estimated 151 sexual abuse cases related to Tysfjord in northern Norway have been revealed, the biggest such case in Norway. These include 43 rape cases and 40 cases of sexual intercourse with children under 14 years of age, reports state. Many of the cases include gross sexual assault - including rape of children. Almost 70 per cent of the affected and of the suspects allegedly belong to the Lulean (Sami) population. The youngest victim was four-years-old when the abuse started, while the ages of those that abused others range from 10 to 80 years of age. Earliest abuse cases are believed to have taken place in 1953 and police believe more similar cases are likely to be reported up in near future.  EPA/TORE MEEK NORWAY OUT

Im 2000-Seelen-Dorf Tysfjord werden 92 Personen der Taten verdächtigt. Bild: EPA/NTB SCANPIX

Das Dorf der Schande in Norwegen – 151 Fälle von sexuellem Missbrauch, 92 Verdächtige



Die Polizei hat im kleinen nordnorwegischen Ort Tysfjord in 151 Fällen wegen sexuellem Missbrauch ermittelt. Im 2000-Seelen-Dorf würden 92 Personen der Taten verdächtigt, teilte die Behörde am Dienstag mit. Dazu gehören 43 Fälle von Vergewaltigung und 40 Fälle von sexuellen Übergriffen auf Kinder unter 14 Jahren, das jüngste von ihnen war vier Jahre alt.

Viele der Fälle beinhalten grobe sexuelle Übergriffe – einschliesslich Vergewaltigung von Kindern. Meist sollen 15 oder 16 Jahre alte Mädchen missbraucht worden sein – nach bisherigen Erkenntnissen oft von Familienmitgliedern oder Freunden der Familie. Fast 70 Prozent der Betroffenen und der Verdächtigen gehören angeblich dem Volk der Samen an. Ein Verdächtiger soll den Missbrauch damit gerechtfertigt haben, ein Schamane zu sein.

epa06355517 Norwegian police officials from L-R Aslak Finvik, Oeyvind A. Rengard and Tone Vangen talk to media at a press conference in Hamaroy, Tysfjord, Norway, 28 November 2017. According to reports, some 151 sexual abuse cases related to Tysfjord in northern Norway have been revealed, the biggest such case in Norway. These include 43 rape cases and 40 cases of sexual intercourse with children under 14 years of age, reports state. Many of the cases include gross sexual assault - including rape of children. Almost 70 per cent of the affected and of the suspects allegedly belong to the Lulean (Sami) population. The youngest victim was four-years-old when the abuse started, while the ages of those that abused others range from 10 to 80 years of age. Earliest abuse cases are believed to have taken place in 1953.  EPA/TORE MEEK NORWAY OUT

Die norwegische Polizei informierte am Dienstag in Tysfjord. Bild: EPA/NTB SCANPIX

Kritik an der Polizei

«Die Arbeit der Polizei bis Juni 2016 war nicht gut genug», betonte Polizeisprecherin Tone Vangen. Damals hatten elf Frauen und Männer den Missbrauch öffentlich angezeigt. Auch wenn viele Fälle Jahre zurücklägen, werde die Polizei nun enger mit Kindergärten, Schulen und Kinderärzten zusammenarbeiten, kündigte Vangen an.

Die Samen leben in vier Ländern: Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Man rechnet mit rund 80'000 Samen in den vier Ländern, davon lebt gut die Hälfte in Norwegen. Weniger als die Hälfte von ihnen wiederum sprechen Samisch. In Norwegen leben die Samen sozusagen in ganz Nordnorwegen sowie in Trøndelag und in der Femundsmarka in Hedmark. (whr)

Zwei Orcas besuchen Surfer in Norwegen

Video: srf

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hardy18 28.11.2017 18:45
    Highlight Highlight Na ich weiss ja nicht... in einem Dorf mit 2000 Seelen, sind über 15o Missbrauchsfälle bekannt. Und die restlichen Bewohner haben nie was mitbekommen? 🤔 Ich meine, is ja keine Grossstadt wo niemand einen kennt.
    Irgendwas ist doch da Faul. Entweder stecken alle unter einer Decke oder es wird künstlich hochgezogen.
  • Tunella 28.11.2017 17:27
    Highlight Highlight Interessant. Hab mich grad mal über das Volk der "Samen" (früher umganfssprachlich "Lappen") schlau gemacht (Wikipedia). Die eigentliche Schande liegt hier offenbar ganz anderswo... Auch in Europa werden indigene Völker verdrängt, ausgebeutet, dem lieben Profit zuliebe. Wenn Eskapaden wie diese hier, über die die Presse nun genüsslich (Skandale, vor allem Sex-Skandale sind immer auflagenträchtig) berichtet, nötig sind, damit die Samen und damit ihre teils diskutable Situation Aufmerksamkeit erhalten, dann liegt die Schande auch in dieser weiteren Hinsicht nochmals anderswo...
  • Enzasa 28.11.2017 16:55
    Highlight Highlight Immer mehr wird aufgedeckt.
    Es besteht Hoffnung, dass endlich das Schweigen und schuldig fühlen der Opfer abnimmt.
    Dieser tragische Fall hat nichts mit der Nationalität zu tun, wohl eher mit einem missverstanden Gemeinschaftsgefühl als Volksgruppe oder als Dorf, wo man den anderen nicht „verrät“ und wegschaut und die Opfer in Verschwiegenheit leiden lässt.
    Dieses Verhalten gibt es auch bei uns, also lasst uns aufmerksam sein und auch das unglaubliche in Bezracht ziehen.
  • Lueg 28.11.2017 16:42
    Highlight Highlight Früher wurde diese Volk Lappen genannt. Die Region ist auch als Lappland genannt und liegt geografisch nördlich des Polarkreises. Lappland ist ein Teil von Fennoskandinavien.

    Die Samen (Sumpfleute) Lappen zu nennen ist politisch inkorrekt....
    • Against all odds 28.11.2017 16:58
      Highlight Highlight Und? Du bist der einzige der die "Lappen" ins Spiel bringt...
    • DunkelMunkel 28.11.2017 17:16
      Highlight Highlight Niemand hat hier die Samen Lappen genannt, ausser du.
    • felixJongleur 28.11.2017 17:31
      Highlight Highlight Schön und gut, und wo im Artikel ist nun genau von Lappen die Rede?
  • N. Y. P. D. 28.11.2017 16:41
    Highlight Highlight Aus dem Bericht geht nicht hervor, welche Rolle die Eltern spielten.
    Sind die Eltern involviert ?
    Ist es bei den Samen üblich, dass ihre Kinder Gefahr laufen, von den eigenen Eltern dazu gezwungen werden, anderen zu sexuellen Handlungen zur Verfügung zu stehen ?
  • Patho 28.11.2017 16:38
    Highlight Highlight Die Mehrzahl von Same ist «Sami», die Volksgruppe hat nichts mit Samen zu tun...
  • Paganapana 28.11.2017 16:24
    Highlight Highlight Scheinen nicht so sympathisch zu sein diese Samen.
    • Verkappter Schwede 28.11.2017 16:57
      Highlight Highlight Mal nicht gleich alle in einen Topf werfen, ja?
    • River 28.11.2017 17:19
      Highlight Highlight Die Samen sind genau so sympathisch oder unsympathisch wie zb Schweizer auch. Es hängt oft mit Abgeschiedenheit zusammen. In abgeschieden kleinen schweizer Dörfern, die früher im Winter auch noch durch Schnee mehrere Monate isoliert waren, ging es ähnlich zu und her.
    • Knety 28.11.2017 22:06
      Highlight Highlight Es gibt in Thailand bestimmt auch ein paar Kinder die das Selbe über Schweizer denken.

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