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A music fan waves a gay movement flag as he listens to a performance at the Rock in Rio music festival in Rio de Janeiro, Brazil, Sunday, Sept. 17, 2017. (AP Photo/Leo Correa)

In Brasilien soll Homosexualität wieder «therapiert» werden dürfen. Bild: AP/AP

Religiöser Wahn in Brasilien: Bundesrichter erlaubt die «Therapie» von Homosexuellen

Seit 1999 durften Psychologen in Brasilien keine «Therapien» für Homosexuelle anbieten. Doch jetzt kippte ein Bundesrichter diesen Entscheid.



Die brasilianische Psychologin Rozângela Alves Justino fühlt sich von Gott geleitet, homosexuellen Menschen zu helfen. Denn für die Psychologin steht fest: Homosexualität ist eine Krankheit. Menschen würden sich dann zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen, «wenn sie in Kindheit und Jugend missbraucht wurden und es genossen haben».

Zudem betonte sie einmal gegenüber der Zeitung «Folha de Sao Paulo», sie habe schon Hunderte von Homosexuellen geheilt. Ihre wirren Ansichten kosteten sie ihre Berufslizenz.

Denn der brasilianische Rat für Psychologie hielt in einer Resolution 1999 fest: «Homosexualität ist weder eine Krankheit, noch eine Störung, noch eine Perversion.» Des Weiteren verbietet das Papier des Berufsverbandes den Psychologen, Therapien anzubieten, die die Heilung von Homosexualität versprechen. Damit folgte der Rat der Weltgesundheitsorganisation, die am 17. Mai 1990 Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten strich.

«Es gibt keinen Weg, etwas zu heilen, das keine Krankheit ist.»

Rogério Giannini, Präsident des Rats für Psychologie

Doch nun die Wende: Der brasilianische Bundesrichter Waldemar de Carvalho hiess diese Woche eine Einsprache von Justino gut und erklärte damit den Entscheid des Rates von 1999 für nichtig.

Begründung: Das Therapie-Verbot verstösst laut dem Richter gegen die Forschungsfreiheit, die durch die Verfassung geschützt ist. Zudem heisst es im Urteil: Homosexualität sei zwar keine Krankheit, dennoch dürften Psychologen nicht daran gehindert werden, Homosexuelle zu therapieren, die freiwillig eine sexuelle Umorientierung wünschen.

Auch der Bischof von Sitten bezeichnete Homosexualität einst als «heilbar»

Der Rat der Psychologie reagierte entsetzt auf das Urteil und kündigte umgehend an, juristisch dagegen vorzugehen. Ratspräsident Rogério Giannini sprach gegenüber dem «Guardian» von einem grossen Rückschritt: «Es gibt keinen Weg, etwas zu heilen, das keine Krankheit ist.» Die ernsthafte akademische Debatte solle nicht von religiösen konservativen Haltungen beeinflusst werden.

Verschiedene homophobe Kreise haben Auftrieb in Brasilien: Die Bewegung der Evangelikalen wächst. Im Jahr 2000 zählte die Glaubensgemeinschaft 26 Millionen Anhänger, zehn Jahre später waren es bereits 46 Millionen.

Die Evangelikalen tun sich dabei mit politisch rechtsgerichteten Kreisen zusammen. Gemeinsam protestierten sie im letzten Monat gegen eine Ausstellung mit homosexueller Kunst – bis sie geschlossen wurde. Und erst in der vergangenen Woche hat ein Richter im Bundesstaat São Paolo die Aufführung eines Theaterstückes verboten, in dem Jesus ein Transgender ist. Selbst Seifenopern geraten ins Visier. Die Forderung: Alle Homosexuellen Figuren sollen aus dem Fernseher verschwinden.

Über Instagram meldete sich auch eine der berühmtesten Sängerinnen Brasiliens zu Wort, Ivete Sangalo. «Die Kranken sind diejenigen, die an diese grosse Absurdität glauben.»

Und auch Popstar Anitta machte ihrer Wut über Instagram Luft: «Das ist es, was in meinem Land passiert. Menschen sterben, hungern, die Regierung tötet das Land mit Korruption, keine Bildung, keine Krankenhäuser, keine Möglichkeiten ... und die Behörden verschwenden ihre Zeit damit, zu verkünden, dass Homosexualität eine Krankheit sei»

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64Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ohniznachtisbett 23.09.2017 13:37
    Highlight Highlight Warum wollen diese religiösen Fundis eigentlich immer allen anderen Vorschreiben, wie sie zu leben haben? Wenn jeder für sich schaut, ist für alle geschaut, pflegte mein Grossvater zu sagen. Nicht als Aufruf egomanisch zu sein, sondern nicht immer den andern zu erzählen was zu tun sei. Eind gute Weisheit wie ich finde.
  • fabsli 23.09.2017 09:32
    Highlight Highlight Wie Einstein bereits sagte: Die menschliche Dummheit ist grösser als das Universum.
  • Lester 22.09.2017 18:47
    Highlight Highlight Vorwärts, es geht rückwärts!
  • CASSIO 22.09.2017 18:36
    Highlight Highlight HUCH, die Empörung hier ist gross, und keiner hat den Bericht zu Ende gelesen. Wenn ein Homosexueller meint, er sei "krank" und möchte diese "Krankheit" behandelt haben, dann war dies in der Vergangenheit nicht möglich. Mit diesem Richterspruch wir die Behandlung dieser sich freiwillig zur Therapie meldenden Homosexuellen legal. WHERE THE F*** IS THE PROBLEM? Es beruht alles auf Freiwilligkeit!
    • Fabio74 22.09.2017 19:15
      Highlight Highlight Hör doch auf dich lächerlich zu machen!
      Das System beruht auf Drohungen, Angst machen und Druck aufbauen über die Eltern oder direkt auf die Person.
      Es geht drum, dass solche Hasspredigier sich legitimiert fühlen, Menschen zu zerstören, weil sie glauben, diesen ihren verrottetes Weltbild aufzwingen zu wollen!
      Einzig Dummheit und Ignoranz beruht auf Freiwilligkeit!
    • CASSIO 23.09.2017 07:47
      Highlight Highlight ach Fabio, weisst Du was? ich geb Dir jetzt für Deinen kommentar ein herzli.
    • Fabio74 23.09.2017 21:00
      Highlight Highlight Du willst oder kannst nicht verstehen worum es geht?
      Wer solchen Müll zulässt, zementiert das Bild, Schwule seien krank.
      Krank ist aber nur die Welt, die solch faschistisches Treiben zulässt, die Hass und Unterdrückung zulässt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Arthur Sunil 22.09.2017 16:34
    Highlight Highlight Ich kann die Begründung des Gerichts nachvollziehen. Solange sich Erwachsene freiwillig "therapieren" lassen wollen sehe ich nicht, warum der Staat sich da einmischen soll. Schliesslich sind auch Hokuspokus-Homöopathie und Bachblütentherapie erlaubt. Ggf. soll eine Aufklärung per Kampagnen erfolgen.
    Trotzdem gehört der Knallerbse wegen der unhaltbaren "Missbraucht aber genossen"-Aussage die Zulassung entzogen.
    • Fabio74 22.09.2017 21:51
      Highlight Highlight Es gibt a) keine Therapie und b) ist nichts freiwillig sondern passiert unter massivstem Druck.
      Zwischen dem Zerstören von Menschen und Homöpathie sollte man, mit ein klein wenig Intelligenz unterscheiden können.
    • Arthur Sunil 23.09.2017 14:23
      Highlight Highlight Dann ist doch der massive Druck das Problem, nicht der Inhalt des Gesprächs zwischen Therapeut und Patient. Ich sehe wirklich nicht wie dies sinnvoll rechtlich geregelt werden könnte.

      BTW: Nicht-Medizin zerstört auch viele Leben. Wo jetzt der Bodycount höher ist ist mir auch nicht bekannt.
    • Fabio74 23.09.2017 21:01
      Highlight Highlight Es braucht ein Verbot füe solchen Schrott. Und das Entfernen solcher Hassprediger
  • Rubby 22.09.2017 15:01
    Highlight Highlight Ach du schande....ich weiss ja nicht was dieser richter so täglich raucht....aber der sollte wirklich sofort damit aufhören...der fällt ja ins tiefste mittelalter zurück...im übrigen was hat das mit gott zu tun?....warum können homosexuelle nicht in ruhe leben?...die sollen doch ihr leben leben wir das unsere..!...
  • manhunt 22.09.2017 13:10
    Highlight Highlight könnte man nicht einfach mal alle religiösen spinner und fundis zwangstherapieren?
  • Liiv 22.09.2017 12:12
    Highlight Highlight Vielleicht sollten sie aufhören uns Homosexuelle, die einfach nur lieben wollen, therapieren zu wollen und damit anfangen, den „armen“ Homophoben zu helfen, die sich dazu berufen fühlen Hass zu verbreiten?
    • Rubby 22.09.2017 15:07
      Highlight Highlight Da bin ich ganz ihrer meinung...im übrigen frage ich mich ernsthaft, was die einstellung die jeder für sich hat, andere angeht....was in privaten wänden geschieht geht doch keinen was an..!!!....haben die wirklich keine anderen sorgen..??....ich fasse es nicht..!!
  • DieRoseInDerHose 22.09.2017 11:34
    Highlight Highlight Tragisch, wenn man einen solchen Rückschritt macht..
    • Eskimo 22.09.2017 12:32
      Highlight Highlight Wieso? Es steht ja im Text dass diejenigen sich behandeln lassen dürfen die das wünschen.
      Niemand wird gezwungen. Somit ist das doch alles völlig in Ordnung. Oder wo ist das Problem?
    • Fabio74 22.09.2017 13:18
      Highlight Highlight @Eskimo Nein das Problem ist nicht gelöst! Solche faschistischen Elemente üben über ihre "Kirchen" Druck auf die Menschen aus, drohen mit allem möglichen Schwule zu solch abartigem Zeug! Und opfern damit ein freies glückliches Leben ihrem widerlichen Gedankengut.
    • Simon 22.09.2017 13:30
      Highlight Highlight Ja Eskimo erklär das mal einem Teenager, dessen Eltern ihn zu einer Therapie zwingen.
      Und dazu: Adolf hat auch nicht damit angefangen, allen Homos ein rosa Dreieck zu verteilen, um sie nachher ins Lager zu stecken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • zombie woof 22.09.2017 11:12
    Highlight Highlight Wie ist das eigentlich, überschreitet man irgendwann den Zenit der geistigen Entwicklung und geht dann wieder zurück zum Beginn?
  • zialo 22.09.2017 11:02
    Highlight Highlight Die Schweiz könnte da indirekt beteiligt sein. Ich wüsste gerne genau ob Schweizer Pharmafirmen wie Novartis an diesen unheimlichen
    'Psychotherapien' beteiligt sind.

    Mir scheint unsere Pharma könnte die Ärzte in so einem Land zur Vernunft bringen, wenn allfällige Lieferungen von Neuroleptika aus der Schweiz an Verträge geknüpft werden, die solche Menschenrechtsverletzungen ächten.
    • SanchoPanza 22.09.2017 11:11
      Highlight Highlight hä? wie kommst du darauf? Da würde ich gerne mal Quellen sehen.

      Soweit ich weiss bestehen diese conversiontherapies meist durch Gebet und Psychoterror. Das eine grosse Pharmafirma (die ja tatsächlich genug Dreck am Stecken haben) sowas unterstützt glaube ich nicht.
    • rodolofo 22.09.2017 12:58
      Highlight Highlight Interessant!
      Sobald die Pharmabranche und der bedenkenlose Gebrauch von -nachgewiesenermassen süchtig machenden- Medikamenten erwähnt wird, schliessen sich die Reihen der in Sachen Homosexualität zerstrittenen Meinungen wieder.
      Wenn wir das Tabu Homosexualität gebrochen haben, könnten wir uns ein nächstes Tabu vornehmen:
      Das Tabu der "Glückspillen"...
    • SanchoPanza 22.09.2017 17:15
      Highlight Highlight falls du auf meinen Kommentar anspielst, ich hoffe du hast mich nicht missverstanden.
      Ich verabscheude Konversionstherapien und gewisse Praktiken und Finanzierungsmodelle der Pharmabranche. Aber zwischen den beiden Themen eine Verbindung herzustellen ohne dies mit einer einzigen These zu belegen ist entweder Rufmord oder Aluhut-Geschwafel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DonChaote 22.09.2017 10:41
    Highlight Highlight Ade, du aufgeklärte Welt... Sollen wirklich die Religiösen wieder die Instanz für Ethik und Moral werden?
  • El Vals del Obrero 22.09.2017 10:28
    Highlight Highlight «Das ist es, was in meinem Land passiert. Menschen sterben, hungern, die Regierung tötet das Land mit Korruption, keine Bildung, keine Krankenhäuser, keine Möglichkeiten ... und die Behörden verschwenden ihre Zeit damit, zu verkünden, dass Homosexualität eine Krankheit sei»

    Besser lässt sich das doch nicht ausdrücken.

    Religiös-fundementalische Wähler, die unter den genannten Dingen leiden, werden sagen "Stimmt ja, aber die unternehmen halt was gegen die Homos, das ist viiiiel wichtiger!"

    In der Schweiz gibt es das selbe z.T. mit "EU" oder "Kopftuch".
    • karl_e 22.09.2017 11:34
      Highlight Highlight Das Kopftuch nach türkischer Art gewickelt lässt die Köpfe der Damen aussehen wie jene von Schildchrotten. Das ist oft sehr schade.
    • El Vals del Obrero 22.09.2017 18:03
      Highlight Highlight Das ist sicher so. Aber zu beurteilen, was optisch schön ist, ist wohl nicht Aufgabe der Politik.
  • Snowy 22.09.2017 10:22
    Highlight Highlight Religion poisons everything - einmal mehr.
  • Theor 22.09.2017 10:09
    Highlight Highlight Letztens habe ich irgendwo gelesen, dass man in Brasilien das Schutzalter für Kinder drastisch senken will. Da unten scheint so einiges nicht zu stimmen.

    Obwohl man weiss, was das Mittelalter doch entwicklungstechnisch angerichtet hat, scheint die Welt dennoch auf eine Wiederholung der Geschichte hinzusteuern. Antiaufklärerische Tendenzen werden weltweit immer stärker.
  • Fabio74 22.09.2017 09:54
    Highlight Highlight Religion ist der Untergang des freien Menschen. Die christlichen Extremisten stehen den Islamisten in Sachen Unterdrückung in nichts nach.
    • Snowy 22.09.2017 11:06
      Highlight Highlight Naja.
      Gibt schon einen Unterschied zwischen islamischen und christlichen Extremisten: Natürlich sind beide verachtenswert und kranken an der derselben Stelle.
      Aber der Impact der islamischen Extremisten ist leider deswegen stärker, weil dieser (noch) eine grössere Basis hat in der breiten Bevölkerung.
      Die islamische Welt hat leider keine Aufklärung durchgemacht sonst hätten religiöse Spinner nicht einen solch grossen Rückhalt.
    • TheMan 22.09.2017 11:19
      Highlight Highlight Fabio74 zeigt sein Unwissen. 👏👏👏👏
    • Kii 22.09.2017 12:25
      Highlight Highlight @snowy
      Alle 26 Stunde wird in Brasilien jemand (Homosexuelle) ermordet.

      Wo liegt da der Unterschied?


      https://www.evangelisch.de/inhalte/92326/14-02-2014/gewalt-gegen-homosexuelle-brasilien-nimmt-stetig-zu

    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 22.09.2017 09:50
    Highlight Highlight Diesen "Ewiggestrigen" möchte ich auf Portugiesisch zurufen: "Versucht Euch doch mal vorzustellen, Homosexuelle würden versuchen, Euch zu Schwulen und Lesben umzutherapieren, nachdem sie Heterosexualität als Krankheit definiert haben!
    Na, wie wäre das für Euch?!"
    Aber es ist halt immer einfacher für den "Kleinen Wutbürger von der Strasse", die vom ständigen "Brav sein und vor dem Hauptmann stramm stehen" angestauten Aggressionen an Minderheiten und an Ausländern abzureagieren, die sich -weil zahlenmässig weit unterlegen- kaum wehren können.
    Das ist so feige und niederträchtig, wie Nazis sind!
  • Stichelei 22.09.2017 09:50
    Highlight Highlight Jeder soll frei sein (dürfen), an wen und was zu glauben er oder sie immer will. Wenn diese Person aber meint, sie müsse ihre 'Heilslehren' anderen, wenn möglich noch gewaltsam, aufzwingen, dann muss die Gesellschaft meiner Meinung nach vor diesen Individuen geschützt werden, indem man sie im Notfall wegsperrt.
  • Julian2001 22.09.2017 09:43
    Highlight Highlight Ich finde es schrecklich, dass es im eigentlich aufgeklärten 21. Jahrhundert, immer noch Menschen gibt die andere daran hindern wollen sich selbst zu sein. Wann begreift endlich alle dass Libe keine Frage vom Geschlecht ist.
    #LoveIsLove
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 22.09.2017 09:26
    Highlight Highlight Religion ist heilbar
    • Mss.Fork 22.09.2017 13:23
      Highlight Highlight Kaum.... Das ist in etwas so als wolltest du einen bot umprogramieren, kannst aber die änderungen nicht abspeichern

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