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Venezuelas Ureinwohner fliehen nach Brasilien – Notstand in Manaus



Hunderte Ureinwohner aus Venezuela sind vor der Krise in ihrem Heimatland ins Nachbarland Brasilien geflohen. Die nordbrasilianische Stadt Manaus im Bundesstaat Amazonas rief deshalb nun den sozialen Notstand aus, wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte.

Seit Dezember hätten sich mehr als 350 Ureinwohner vom Volk der Warao aus Venezuela auf öffentlichen Plätzen in Manaus niedergelassen. Die Stadt müsse die Menschen nun unterbringen und die Ausbreitung von Krankheiten verhindern.

Venezuela wird seit Monaten von einer schweren wirtschaftlichen und politischen Krise erschüttert. Seit Anfang April wurden bei einer Protestwelle nach offiziellen Angaben mindestens 36 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt.

Die Regierungsgegner machen den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro für die schwere Wirtschaftskrise in dem ölreichen südamerikanischen Land verantwortlich. Die Versorgungslage ist vielerorts dramatisch. Immer wieder kommt es zu Plünderungen.

Tote und Verletzte bei Protesten in Venezuela

Brasilien hat in diesem Jahr schon mehr als 8200 Flüchtlinge aus Venezuela registriert – doppelt so viele wie in den Jahren von 2010 bis 2016. Seit Februar bekommen Venezolaner, die vor der Krise in ihrem Heimatland flüchten, in Brasilien eine befristete Aufenthaltsgenehmigung, ohne das reguläre Verfahren für Flüchtlinge durchlaufen zu müssen. (sda/afp)

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