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A general view shows the MI6 building in London, Thursday, March 5, 2015.  British lawmakers say the country's intelligence agencies, which inspired James Bond, are not doing enough to promote real-life Jane Bonds. A report on women in the intelligence services says female staff are being held back by a layer of middle managers, dubbed

MI6-Büro in London: Neu wird Boris Johnson dort das letzte Wort haben.
Bild: Matt Dunham/AP/KEYSTONE

Gestern im MI6: Der Moment, wenn du merkst, dass Boris Johnson dein neuer Chef ist

Boris Johnson wurde gestern zum neuen Aussenminister Grossbritanniens ernannt. Damit wird er auch Chef des legendären Geheimdienstes MI6. Das Internet hat dies gemerkt – und das ist ziemlich lustig.



So, zunächst kommen wir zu den News aus London, damit wir auch alle wissen, was gestern geschehen ist. Denn wir sind ein Newsportal und haben nicht nur Quatsch im Kopf. Wenn du das anders siehst, dann scrolle nach unten, dort wird's lustig. Und James Bond wartet auf dich. 

News:

Er war das Gesicht der Brexit-Kampagne und der Wortführer der Europagegner in Grossbritannien. Doch nach seinem Triumph beim Brexit-Votum der Briten verschwand Boris Johnson erst einmal von der Bildfläche, statt sich strahlend dem Land zu präsentieren. Und plötzlich kommt er am Mittwoch als Aussenminister zurück.

Das Amt des Premierministers, für das Johnson im Gespräch war, schnappte ihm die zielstrebige Theresa May weg. Manchem überzeugten Europäer dürfte mit der Ernennung Johnsons zum britischen Aussenminister nun nichts Gutes schwanen.

Dass sich die Briten am 23. Juni tatsächlich mit knapper Mehrheit für den EU-Austritt entschieden, lag nicht zuletzt an Johnson – dem populären einstigen Bürgermeister von London mit seinem charakteristischen blonden Haarschopf. Mit seinem schelmischen Lachen, seiner Intelligenz und Schlagfertigkeit überzeugte der 52-Jährige viele Briten, denen der Rechtspopulist Nigel Farage zu radikal war.

Seinen Anhängern versprach Johnson, das Brexit-Referendum werde zum «Unabhängigkeitstag» Grossbritanniens werden. Einmal ging Johnson sogar so weit, die EU mit Hitler zu vergleichen – aber auch das schadete seinem Rückhalt nicht.

Kritiker warfen Johnson vor, sich aus reinem Opportunismus an die Spitze des Brexit-Lagers gestellt und aus persönlichen Motiven die Zukunft des Königreichs aufs Spiel gesetzt zu haben.

epa05423642 New Foreign Secretary Boris Johnson arrives at No.10 Downing Street after being summoned by new British Prime Minister Theresa May in London, Britain, 13 July 2016. Theresa May has appointed Boris Johnson Foreign Secretary in her first Cabinet as Prime Minister.  EPA/ANDY RAIN

Boris Johnson: Schien sich zunächst von der grossen Bühne zu verabschieden, jetzt ist er der höchste Diplomant Grossbritanniens. Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Lügengeschichten über EU verbreitet

Der frühere Journalist hatte einst als Korrespondent in Brüssel mit – teils erfundenen – Geschichten über den Regulierungswahn der EU-Bürokraten dazu beigetragen, Europa bei seinen Landsleuten in Verruf zu bringen.

Nach dem kurz nach dem Brexit-Votum angekündigten Rücktritt seines innerparteilichen Rivalen David Cameron als Premierminister galt Johnson zunächst als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge. Doch dann tauchte Johnson tagelang ab, enttäuschte EU-Anhänger wüteten gegen ihn, er brauchte Polizeischutz und in einer Zeitungskolumne erklärt er dann auch noch, der Austritt aus der EU habe «keine Eile».

Am Ende verzichtete Johnson darauf, für das Amt des Tory-Chefs und damit auch den Posten des Premierministers zu kandidieren. Einstige Brexit-Weggefährten hatten ihm zuvor die Eignung zum Regierungschef schlicht abgesprochen.

Kein Plan für nach dem Brexit

In Brüssel machte sich daraufhin Erleichterung breit, trotz des Entsetzens über das Brexit-Votum und trotz der Kritik an Johnsons Abtauchen. «Ich dachte, das Brexit-Lager habe einen Plan», stichelte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Anfang Juli. Stattdessen würden dessen Anführer das «sinkende Schiff» verlassen.

Nun ist Johnson aber auf einem äusserst einflussreichen Posten zurück – jener Mann, der die EU für überholt hält. Nach dem Brexit-Votum hatte er gesagt, die EU sei «eine noble Idee für ihre Zeit» gewesen, doch «nicht länger richtig für dieses Land».

Lustig:

Gestern im MI6 so: 

Ab nach Hause!

Diese News ist schlechter als «Quantum of Solace».

Vielleicht wird Johnny English jetzt Realität.

Oder ist vielleicht doch alles ganz anders?

Zuvor wurde ja gemunkelt, Boris Johnson möchte Daniel Craig ersetzen.

Wie dem auch sei: Die «Daily Mirror» entschuldigt sich schon mal beim Rest der Welt für den britischen Personalentscheid.

Nicht schlecht. Aber hey, Breel Embolo ist imfall ein Guter!

Apropos Personalentscheidungen.

Könnt ihr euch eigentlich noch an diese Geschichte erinnern? Au weia!

Wortspiele, wir lieben sie.

Vielleicht verfolgen die Briten aber auch einen ganz anderen Plan.

Und dieses Video des neuen Top-Diplomaten darf natürlich auch nicht fehlen.

(cma/sda)

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