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Big Brother: Skurrile Panne mit Gesichtserkennungs-Software in China



Die Polizei in der ostchinesischen Stadt Ningbo hat eine skurrile Panne bei der Verwendung ihrer neuen Gesichtserkennungssoftware eingeräumt.

Das Kamerasystem, das seit vergangenem Jahr in Betrieb ist, soll Fussgänger, die bei Rot über die Ampel gehen, automatisch identifizieren. Es kann auf Personalausweis-Daten zugreifen. Foto und Name werden dann auf grossen Bildschirmen angezeigt, um Verkehrssünder an den Pranger zu stellen. Ausserdem wird ein Strafzettel zugestellt.

«Gesicht» war Werbung auf Bus

Dass die Technik offenbar noch Macken hat, bekam nun die bekannte chinesische Geschäftsfrau Dong Mingzhu zu spüren, die einen grossen Klimaanlagen-Konzern leitet. Wie die Polizei mitteilte, erkannte das System nicht Frau Dong selbst, sondern lediglich ein Foto der 64-Jährigen, das als Werbung an einem Bus angebracht war.

Das Fahrzeug überquerte ordnungsgemäss die Kreuzung, als eine Kamera das Werbebild ins Visier nahm. «Ein Eigentor», schrieb die Behörde in einer Mitteilung: «Die Techniker haben das System vollständig aufgerüstet, um die Falscherkennungsrate zu reduzieren.»

In China werden immer mehr Städte mit Systemen ausgestattet, die Bilder per Gesichtserkennung auswerten. Das Analyse-Unternehmen IHS Markit schätzt, dass die Zahl der Überwachungskameras von derzeit 170 Millionen bis 2020 auf über 400 Millionen steigen wird. (sda/dpa)

Massive Machtdemonstration: Mit dieser Militärparade gedenkt China dem Kriegsende

Flugzeug landet in Lagune statt auf der Landebahn

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Video: srf/SDA SRF

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fdsa 23.11.2018 13:24
    Highlight Highlight Ich werde definitv nie mehr nach China reisen. Ich finde es lustig, dass China solche Sachen ohne Reaktion von aussen durchführen kann. Wenn dann andere Länder etwas ändern gibt es sofort wieder Sanktionen usw. Kranke Welt.
  • Magnum44 23.11.2018 13:17
    Highlight Highlight Lustig diese Chinesen. Jedem das Seine.
  • koks 23.11.2018 12:53
    Highlight Highlight Völlig pervers. Da könnte Foucault ein neues Kapitel zu Strafen und Überwachen dazuschreiben...

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