recht sonnig-1°
DE | FR
2
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
International
China

Big Brother: Skurrile Panne mit Gesichtserkennungs-Software in China

Big Brother: Skurrile Panne mit Gesichtserkennungs-Software in China

23.11.2018, 09:5123.11.2018, 10:11

Die Polizei in der ostchinesischen Stadt Ningbo hat eine skurrile Panne bei der Verwendung ihrer neuen Gesichtserkennungssoftware eingeräumt.

Das Kamerasystem, das seit vergangenem Jahr in Betrieb ist, soll Fussgänger, die bei Rot über die Ampel gehen, automatisch identifizieren. Es kann auf Personalausweis-Daten zugreifen. Foto und Name werden dann auf grossen Bildschirmen angezeigt, um Verkehrssünder an den Pranger zu stellen. Ausserdem wird ein Strafzettel zugestellt.

«Gesicht» war Werbung auf Bus

Dass die Technik offenbar noch Macken hat, bekam nun die bekannte chinesische Geschäftsfrau Dong Mingzhu zu spüren, die einen grossen Klimaanlagen-Konzern leitet. Wie die Polizei mitteilte, erkannte das System nicht Frau Dong selbst, sondern lediglich ein Foto der 64-Jährigen, das als Werbung an einem Bus angebracht war.

Das Fahrzeug überquerte ordnungsgemäss die Kreuzung, als eine Kamera das Werbebild ins Visier nahm. «Ein Eigentor», schrieb die Behörde in einer Mitteilung: «Die Techniker haben das System vollständig aufgerüstet, um die Falscherkennungsrate zu reduzieren.»

In China werden immer mehr Städte mit Systemen ausgestattet, die Bilder per Gesichtserkennung auswerten. Das Analyse-Unternehmen IHS Markit schätzt, dass die Zahl der Überwachungskameras von derzeit 170 Millionen bis 2020 auf über 400 Millionen steigen wird. (sda/dpa)

Massive Machtdemonstration: Mit dieser Militärparade gedenkt China dem Kriegsende

1 / 16
Massive Machtdemonstration: Mit dieser Militärparade gedenkt China dem Kriegsende
quelle: x80006 / stringer/china
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Flugzeug landet in Lagune statt auf der Landebahn

Video: srf/SDA SRF
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Das ist Amerikas Trumpf gegen Chinas Spionageballon
Schon im Kalten Krieg hatte die U-2 «Dragon Lady» Legendenstatus. Jetzt war die US-Maschine offenbar erneut in diplomatisch heikler Mission unterwegs.

Die Entwickler bei Lockheed Martin hätten sicher nie gedacht, dass ihre U-2 «Dragon Lady» eines Tages zu Spionageflügen über den USA abheben würde. Erdacht wurde das Spezialflugzeug in den 50er-Jahren, um die Sowjetunion in extremer Höhe zu überfliegen und dabei ihr Atomprogramm auszukundschaften. Ausgemustert wurde die Legende des Kalten Krieges nie und hat sich nun offenbar erneut bewährt – im Einsatz gegen den chinesischen Spionageballon, der die USA gerade in gut 20'000 Metern Höhe überflogen hat.

Zur Story