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epa07061970 Police cars believed to carry suspects from a hearing before a magistrate leave the Federal Supreme Court of Justice (BGH) in Karlsruhe, Germany, 01 October 2018. According to reports, six men were arrested as per order of Germany's attorney general. The six men are charged with forming a far-right terror group known as 'Revolution Chemnitz.'  EPA/FRANZISKA KRAUFMANN

Polizeiwagen bringen die Verdächtigen zur Einvernahme.  Bild: EPA/EPA

Rechte Terrorzelle «Revolution Chemnitz» plante Anschläge am 3. Oktober

Die Polizei hat eine Attacke von Rechtsterroristen vereitelt. Die Extremisten wollten am Tag der Deutschen Einheit zuschlagen. 



In Deutschland hat die Polizei hat eine Gruppe von mutmasslichen Rechtsterroristen aus Chemnitz ausgehoben, die am der Tag der Deutschen Einheit einen Anschlag geplant haben soll. Am Montag liess der Generalbundesanwalt sieben Männer festnehmen, die eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet haben sollen.Ein achter Mann, der mutmassliche Anführer Christian K., sass bereits in Untersuchungshaft.

Bewaffnete Angriffe auf Ausländer geplant

Die Gruppe namens «Revolution Chemnitz» habe am 3. Oktober zur Tat schreiten wollen, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Die Mitglieder sollen bewaffnete Angriffe auf Ausländer, Politiker und Journalisten ins Auge gefasst haben. Die Männer wollten demnach mit Gewalt gegen den Rechtsstaat kämpfen und hatten sich auch um halbautomatische Schusswaffen bemüht.

 «Revolution Chemnitz» wollte nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» mehr Terror verbreiten als der Nationalsozialistische Untergrund (NSU).

Rechtsextreme in Chemnitz bedrohen Journalisten

abspielen

Video: watson/felix huesmann, lia haubner, marius notter

Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen wurden demnach Schlagstöcke, aber keine Schusswaffen gefunden. Die NSU-Terrorzelle aus Sachsen hatte neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft getötet sowie eine Polizistin ermordet.

Terroristen bezeichneten sich als «Bürgerwehr»

Spätestens am 11. September soll sich die Gruppe formiert haben. Drei Tage später gab es in Chemnitz einen Angriff auf Ausländer - den der Generalbundesanwalt jetzt als «Probelauf» für die Pläne der Gruppe am Tag der Deutschen Einheit einstuft.

epa07061121 (FILE) - Right-wing suporters  march in Chemnitz, Germany, 01 May 2018 (reissued 01 October 2018) According to reports, six men were arrested on 01 October 2018 as per order of Germany's attorney general. The six men are charged with forming a far-right terror group known as 'Revolution Chemnitz.'  EPA/FRANZ FISCHER *** Local Caption *** 54300843

Rechtsextreme demonstrierten in Chemnitz.  Bild: EPA/EPA

15 Verdächtige, die sich Zeugenaussagen zufolge als «Bürgerwehr» bezeichneten, hatten nach einer Kundgebung der rechtspopulistischen Bewegung Pro Chemnitz Iraner und Pakistaner angegriffen. Bewaffnet mit Glasflaschen, Quarzhandschuhen und einem Elektroschocker mischten in dieser Gruppe den Ermittlungen zufolge Christian K. und weitere der jetzt Beschuldigten mit.

Nach bisherigen Erkenntnissen gehören die Beschuldigten der Hooligan-, Skinhead- und Neonazi-Szene im Raum Chemnitz an und sollen sich als führende Personen in der rechtsextremistischen Szene Sachsens verstanden haben.

So reagiert die Politik

Demonstrationen im Chemnitz 1.9.2018

(sda/dpa)

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zecke 02.10.2018 09:43
    Highlight Highlight «Aber aber aber die linken sind genau so schlimm – sogar noch viel schlimmer!»
  • rodolofo 02.10.2018 07:39
    Highlight Highlight Na wer sagt's denn?
    An alle AfD-Sympathisanten hier (vermutlich aus dem SVP-Dunstkreis):
    Bitte werft uns nicht mehr vor, dass wir den Wutbürger-Mob zu wenig ernst nehmen!
    Ich zum Beispiel nehme den sehr ernst!
    Ich will nämlich nicht, dass Deutschland zu einem Unrechts-Staat wird, wie die Türkei, oder wie Ungarn, Polen, oder die USA (falls Kavanaugh als Oberster Richter eingesetzt wird)!
    Heute im Tages Anzeiger:
    "Die Zeiten ändern sich immer"
    Der türkische Schriftsteller und Journalist Ahmet Altan sitzt seit zwei Jahren im Gefängnis. Ein Gespräch über Zukunft, Literatur und Macht.
  • Beggride 02.10.2018 00:53
    Highlight Highlight Das heisst so viel, diese Leute wollten genau das machen, was sie von den Ausländern befürchten, um gegen Ausländern die Macht zu zeigen??? Okay.. Wer das 0aradoxe dieser Tatsache sieht...
  • Maracuja 01.10.2018 22:15
    Highlight Highlight <Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kündigte einmal mehr entschlossenes Handeln an>

    Das ist doch derjenige, der bisher Angriffe von rechtsextremen Demonstranten auf Passanten verharmlost hat. Ob der wirklich zum entschlossenen Handeln bereit ist?
    • Saraina 01.10.2018 22:34
      Highlight Highlight Gemäss Tages-Anzeiger ging es um einiges mehr als um Angriffe auf ein paar Ausländer.

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