DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Auch Deutschland nimmt Flüchtlingen Bargeld ab

21.01.2016, 00:4021.01.2016, 01:30
Flüchtlinge in Passau auf dem Weg zum Bahnhof: Auch in Deutschland müssen Flüchtlinge ihr Vermögen abgeben, um damit einen Beitrag zu den Kosten zu leisten.<br data-editable="remove">
Flüchtlinge in Passau auf dem Weg zum Bahnhof: Auch in Deutschland müssen Flüchtlinge ihr Vermögen abgeben, um damit einen Beitrag zu den Kosten zu leisten.
Bild: EPA/DPA

Wie in der Schweiz müssen Flüchtlinge auch in Bayern und Baden-Württemberg mitgeführtes Bargeld abgeben. Die gesetzlichen Regelungen entsprechen laut Bayerns Innenminister im Wesentlichen dem Verfahren in der Schweiz.

«Asylbewerber werden bei der Ankunft in den Aufnahmeeinrichtungen auf Dokumente, Wertsachen und Geld durchsucht. Barvermögen und Wertsachen können sichergestellt werden, wenn es mehr als 750 Euro sind und wenn ein Erstattungsanspruch gegen die Person besteht oder erwartet wird», sagte der bayrische Innenminister Joachim Herrmann der «Bild»-Zeitung vom Donnerstag.

Auch in Baden-Württemberg könne die Polizei Vermögen oberhalb von 350 Euro einbehalten. Im Dezember 2015 sei es pro betroffener Person durchschnittlich ein vierstelliger Betrag gewesen, berichtet das Blatt weiter. Bayern und Baden-Württemberg vollziehen damit Bundesrecht, wonach Asylsuchende zuerst ihr eigenes Vermögen aufbrauchen müssen, wie es heisst.

Die Integrationsbeauftragte der deutschen Regierung, Aydan Özoguz (SPD), sagte der Zeitung: «Wer bei uns einen Asylantrag stellt, muss vor der Hilfegewährung grundsätzlich sein Einkommen und Vermögen aufbrauchen, dazu zählt z.B. auch der Familienschmuck. Auch wenn sich manche Vorurteile hartnäckig halten - als Asylbewerber hat man es mitnichten besser als ein Hartz-IV-Empfänger.» (trs/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Tonga fürchtet sich vor Coronawelle – und erschwert Katastrophenhilfe
Droht Tonga nach dem Vulkanausbruch und dem darauffolgenden Tsunami eine Coronawelle? Die Regierung ist besorgt – und wünscht eine kontaktlose Katastrophenhilfe.

Noch immer sind einige Teile des Inselstaats Tonga in vulkanischen Staub gehüllt. Nach dem Ausbruch des Unterwasservulkans Hunga Tonga-Hunga Ha'apai türmte sich in der Luft im Südpazifik eine gigantische Aschewolke, die sich im Pazifikgebiet auch sechs Tage nach dem Ausbruch noch nicht komplett aus dem Staub gemacht hat. Satellitenaufnahmen zeigen nun, dass die Aschewolke gegen die australische Ostküste zieht.

Zur Story