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Polizeieinsatz gegen ZDF-Team in Dresden: Pöbelnder Pegida-Demonstrant ist LKA-Mitarbeiter



Der Mann, der vergangene Woche während einer Pegida-Demonstration in Dresden ein Kamerateam des ZDF verbal angegriffen hat, ist ein Mitarbeiter des sächsischen Landeskriminalamtes (LKA). Das sächsische Innenministerium teilte am Mittwochabend mit, es sei darüber vom LKA in Kenntnis gesetzt worden.

Während seiner Auseinandersetzung mit einem TV-Kamerateam des ZDF-Politikmagazins «Frontal 21» sei der Mann «nicht im Dienst» gewesen, sondern habe als Privatperson an der Kundgebung teilgenommen.

Die Szenen in Video.

Derzeit befinde sich der LKA-Mitarbeiter im Urlaub, hiess es in der Mitteilung weiter. Über mögliche Konsequenzen aus dem Vorfall vom Donnerstag vergangener Woche werde das LKA entscheiden, «wenn der Vorgang geklärt und der Betroffene zu den Vorkommnissen angehört» worden sei.

Das Innenministerium betonte, dass für jeden Bürger das Recht auf freie Meinungsäusserung gelte. «Allerdings erwarte ich von allen Bediensteten meines Ressorts jederzeit, auch wenn sie sich privat in der Öffentlichkeit aufhalten und äussern, ein korrektes Auftreten», erklärte der sächsische Innenminister Roland Wöller.

Während eines Besuchs der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Dresden hatten Anhänger der AfD und der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung demonstriert. Das ZDF-Kamerateam wurde nach eigenen Angaben von einzelnen Pegida-Demonstranten verbal angegriffen, darunter der LKA-Mitarbeiter. Danach wurde das Kamerateam etwa eine Dreiviertelstunde lang von der Polizei festgehalten.

«Eingriff in die Pressefreiheit»

Der Journalist Arndt Ginzel warf den Beamten vor, sie hätten sich «zur Exekutive» von Pegida- und AfD-Anhängern gemacht und die Arbeit der Reporter behindert. ZDF-Chefredaktor Peter Frey sprach von einer «klaren Einschränkung der freien Berichterstattung» und forderte eine Aufklärung des Vorfalls.

Auch der Deutsche Journalistenverband (DJV) und die Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion (DJU) warfen der sächsischen Polizei einen schwerwiegenden Eingriff in die Pressefreiheit vor.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte sich unter Berufung auf Videoaufzeichnungen indes hinter die Polizei gestellt. «Die einzigen Personen, die in diesem Video seriös auftreten, sind Polizisten», erklärte er. Zugleich sagte er weitere Aufklärung zu. (sda/afp)

Quiz
1.Welche Parteien rühren mit einem «Extrablatt» die Werbetrommel für ihre Anliegen?
Extrablatt wirbt vor Berliner Wahl für die AfD
AfD und NPD
SVP und AfD
SVP und NPD
2.Welche Partei pflasterte das Land mit diesen Plakaten zu?
NPD Schäfli
SVP
AfD
NPD
3.«Wir stellen uns gegen willkürlich betriebene Masseneinwanderung.» – Bei wem steht dieser Satz im Parteiprogramm?
ZUR ABSTIMMUNG GEGEN MASSENEINWANDERUNG VOM SONNTAG, 9. FEBRUAR 2014 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Einwanderer aus Italien und Spanien treffen sich am Samstag,  21. Mai 2011 in Zuerich. Der Anlass wuerdigte die von der sogenannten ersten Einwanderungsgeneration erbrachten Leistungen fuer unsere Gesellschaft. Stellvertretend fuer alle ehemaligen Gastarbeitenden nahmen gut 700 ueber 70-jaehrige Italienerinnen und Italiener und Spanierinnen und Spanier den Dank der Stadt Zuerich entgegen. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)
KEYSTONE
AfD
SVP
NPD
4.Welche Partei setzte ein Matterhorn auf das Plakat?
NPD Matterhorn
AfD
NPD
Keine davon – das Plakat war eine Fotomontage einer linken Gruppierung in Deutschland.
5.Welche Partei stellte Ausländer pauschal als raubende, vergewaltigende und tötende Männer dar?
Bild zur Frage
SVP
AfD
NPD
6.Welche Partei sah Kinder einst schon hinter Gittern?
Staatskinder SVP
SVP
AfD
NPD
7.«Maria statt Scharia» – wer war's?
Maria statt Scharia
NPD
AfD
NPD und AFD
NPD und SVP
8.Der AfD-Vizevorsitzende Alexander Gauland berief sich in einer Rede im Juni dieses Jahres mehrmals auf den Slogan: «Heute sind wir tolerant und morgen fremd im eigenen Land.» Bei wem hat Gauland abgekupfert?
Alexander Gauland, top candidate for the Alternative for Germany (AfD) party in the upcoming Brandenburg state election, addresses a news conference in Berlin September 1, 2014. Chancellor Angela Merkel's conservatives were poised to cling to power in Sunday's election in the east German state of Saxony but new right-leaning rival Alternative for Germany (AfD) made a breakthrough by winning its first seats in a state assembly.      REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY - Tags: POLITICS ELECTIONS)
X90145
bei der SVP
bei der NPD
Bei niemandem. Das ist original AfD.
9.Und zum Abschluss noch ein kleiner Auszug aus einem Parteiprogramm. Von wem ist dieser Satz?: «(...) die muslimischen Zuwanderer stammen oft aus Ländern, in denen keine demokratische Rechtsordnung herrscht. Sie bringen Vorstellungen über Recht und Ordnung mit, die mit unserem Rechtssystem und unseren demokratischen Spielregeln nicht vereinbar sind.»
Des chapelets musulman et un coran photographie dans la salle de priere de la nouvelle mosquee de l'Association culturelle musulmane de Payerne, ACMP, dans le cadre d'une journee porte ouverte ce samedi 20 septembre 2014 a Payerne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
KEYSTONE
SVP
AfD
NPD

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    Alle Leser-Kommentare
  • buford t. justice 24.08.2018 15:57
    Highlight Highlight Wenn die Presse sich die Freiheit herausnehmen kann, einzelne Demonstranten im Großformat zu filmen und diese dann im Fernsehen bloßstellt, dann halte ich das sehr wohl für bedenklich, In diesem speziellen Fall nutzt in meinen Augen bereits die Presse ihre Macht und spielt einen Vorfall hoch, der für sich genommen eine Lappalie war. Im Gegenzug wollen die selben angeblich "Bedrohten" aber nicht über richtig krasse Verbrechen berichten, weil die Täter offensichtlich nicht ins Weltbild passen. Da braucht sich die "Presse" nicht mehr wundern, wenn ihr misstraut wird.
  • buford t. justice 24.08.2018 15:31
    Highlight Highlight Der LKA- Mann wollte nicht gefilmt werden, weil er wohl Nachteile im privaten und beruflichen Bereich befürchtete. Wie recht er doch hatte! Das er in allen Nachrichtensendungen unverpixelt an den Pranger gestellt wird, finde ich unfassbar. Jeder Kriminelle hat offensichtlich mehr Rechte. Die Präsenz in allen Medien finde ich am Anlass gemessen extrem übertrieben. Meinem Eindruck nach will man damit nationalkonservative Bevölkerungsteile einschüchtern. Sieh genau hin, das machen wir auch mit Dir.
  • manhunt 23.08.2018 11:32
    Highlight Highlight aus dem afd-programm:
    «Wir stellen uns gegen willkürlich betriebene Masseneinwanderung ohne Rücksicht auf die gewachsene Identität Europas, die auf der Vielfalt und den Besonderheiten seiner Nationen und Regionen beruht. (...) Jeder Zuwanderer hat eine unabdingbare Bringschuld, sich zu integrieren. Wer sich dieser verweigert, muss sanktioniert werden und letztendlich auch sein Aufenthaltsrecht verlieren können.»
    erinnert mich gleich an die horden deutscher proleten, welche im sommerurlaub ganze regionen südeuropas in beschlag nehmen. selbstverständlich ohne kultur- und sprachkentnisse.
  • manhunt 23.08.2018 11:27
    Highlight Highlight na, wieviele mitglieder von polizei und behörden randalierten damals als privatpersonen während der pogrome? sollte sich die geschichte tatsächlich wiederholen, werden sie im nachhinein die lautesten sein welche sagen werden: „aber das wollten wir doch gar nicht!“
  • walsi 23.08.2018 06:10
    Highlight Highlight Der Mann will nicht, dass er von der Kamera gefilmt wird. Er erklärt das dem Kameramann und weisst ihn darauf hin, dass dies seiner Meinung nach eine Straftat ist und zeigt ihn deshalb bei der Polizei an. Der Polizist macht auf Grund dieser Anzeige seinen Job und nimmt die Personalien des Kamerateams auf und befragt die Personen. Das dauert nun mal seine Zeit.

    Ich stelle mir gerade vor wie die Presse reagieren würde, wenn ein Linker einen Nazi-Journalisten anzeigen will und die Polizei sich weigert diese Anzeige auf zunehmen.
    • MikoGee 23.08.2018 11:56
      Highlight Highlight Grundsätzlich darf in Deutschland in der Öffentlichkeit gefilmt werden. Wird die gefilmte Person unkenntlich gemacht darf das Videomaterial sogar ausgestrahlt werden. Als Polizist sollte er das wissen, vorallem als Mitglied einer öffentlichen Kundgebung, die ja dazu dient um gesehen zu werden und seinen Ansichten eine Plattform zu verleihen.
    • Triple 23.08.2018 15:40
      Highlight Highlight Falsch, wer an einer Demonstration teilnimmt muss damit rechnen, gefilmt zu werden. In Dresden wurde die Pressefreiheit auf‘s gröbste verletzt.
  • R. Peter 23.08.2018 01:46
    Highlight Highlight Apropos Anstand, was hat der SVP-Vergleich unter dem artikel verloren, Maurice?
    • jimknopf 23.08.2018 16:13
      Highlight Highlight Wieso, ist doch passend?
    • R. Peter 23.08.2018 16:34
      Highlight Highlight Jim, die Suggestion ist dass es passend ist... gestern fragte der Chefredaktor, warum die Diskussionskultur flöten geht. Ich antworte.
    • jimknopf 24.08.2018 08:47
      Highlight Highlight Wir können sehr gerne darüber diskutieren wieso unter einem Artikel über die AfD / Pegida ein "Quiz" über die AfD vorkommt. Was eigentlich ja nahe liegend ist.
      Oder geht es dir um den Inhalt des Quiz? Dass die SVP mit der AfD und NPD in einen Topf geworfen wird?
  • Adumdum 22.08.2018 23:31
    Highlight Highlight Wehret den Anfängen...

Ein Einzeltäter? Nein, der Mörder von Halle ist nicht allein

Es heisst, der Täter von Halle sei Einzeltäter. Das darf nicht verschleiern, dass er Narrative benutzte, die auch von Rechtspopulisten in Talkshows vorgetragen werden.

Es gehört zur Boshaftigkeit des Terrorismus, dass nicht alle Aufmerksamkeit seinen Opfern gewidmet sein kann. Dass es nicht nur um die geht, die gestorben sind, weil sie im falschen Moment erbärmlichen Menschen voller Hass begegneten. Oder um die Überlebenden, deren psychische Wunden vielleicht nie vernarben werden. Sondern, dass sich ein Teil des öffentlichen Interesses auch auf die Täter richtet, jemanden also wie Stephan B., der vermutlich genau das bezweckte, als er gestern in Halle …

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