DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ein Computer, der alle unsere Bewegungen analysiert und so herausfindet, ob wir für den Job geeignet sind. Ist das die Zukunft?
Ein Computer, der alle unsere Bewegungen analysiert und so herausfindet, ob wir für den Job geeignet sind. Ist das die Zukunft?
bild: hirevue screenshot

Dein nächstes Vorstellungsgespräch könnte von einem Roboter geführt werden

09.04.2018, 09:44

Die künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch – und erobert nun auch die Jobvermittlung. Immer mehr Firmen versuchen mithilfe von Computern und Algorithmen die passenden Kandidaten für eine Stelle herauszufiltern. Dazu gehören auch Unternehmen aus der Schweiz. Der Migros-Genossenschafts-Bund hat das Selektionsverfahren laut Recherchen der NZZ am Sonntag bereits 5000 Mal eingesetzt. Auch UBS, Credit Suisse, Axpo oder die SBB arbeiten vermehrt mit computergesteuerten Videointerviews. 

Bereits heute werde ein grosser Teil der eingereichten Bewerbungen von einem Computer vorselektiert. In grösseren Firmen gehört die maschinelle Analyse von Lebensläufen zum Standard. Mithilfe der Computer sinkt der personelle Aufwand für die Rekrutierung enorm. Allein die Migros erhält pro Jahr rund 300'000 Dossiers zugeschickt. 

Nach der ersten Vorauswahl kommt das computergesteuerte Videointerview zum Zug. Dabei werden klassische Bewerbungsfragen gestellt, wie beispielsweise die Frage nach den besten Eigenschaften. Nach der gestellten Frage, hat der Kandidat jeweils zwei Minuten für eine Antwort. 

Entwickelt wurde das Videointerivew-System von der amerikanische Firma «Hire Vue». Das System analysiert die Videoauftritte der Kandidaten nach 20'000 verschiedenen Merkmalen. Dazu gehören die Augenbewegungen, die Sprechgeschwindigkeit oder Anzeichen von Stress in der Stimme. Damit ist jedoch noch nicht genug. «Hire Vue» entwickelt sich auch mittels künstlicher Intelligenz weiter. Je grösser die Datenbasis, desto besser wird auch die Treffsicherheit bei der Selektion von Top-Performern. 

Wer erfolgreich im Job sein will, muss in Zukunft also damit rechnen, dass er hin und wieder von einem Computer interviewt wird. (ohe)

Wenn Vorstellungsgespräche ehrlich wären...

Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

Künstliche Intelligenz im Kino: Gnadenlose Schaltkreise

1 / 31
Künstliche Intelligenz im Kino: Gnadenlose Schaltkreise
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Schweizer IT-Unternehmer will online Job vergeben – und erlebt eine böse Überraschung

Ein Schweizer IT-Unternehmer will eine Programmiererstelle besetzen. Doch bei mehreren Online-Bewerbungsgesprächen erwartet ihn eine dicke Überraschung: statt Russen tauchen Chinesen auf.

Als der Bewerber das Videobild aktiviert, stutzt Clemens Maria Schuster. Auf dem Bildschirm taucht ein Mann auf, der dem Bild aus den Bewerbungsunterlagen überhaupt nicht ähnlich sieht. Statt des Bewerbers «Oleg Postoev» blickt dem IT-Unternehmer ein Mann mit chinesischen Gesichtszügen entgegen.

«Ich war irritiert», erzählt der IT-Unternehmer, dennoch führt er das Interview weiter. Doch mit jeder verstrichenen Sekunde steigt sein Misstrauen. Der angeblich russische Bewerber spricht Englisch …

Artikel lesen
Link zum Artikel