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Angriff auf deutsche Politiker und Promis – Hacker handelte aus Frust



epa07261488 A close-up view of the Twitter account 'G0d' (@_0rbit) in Berlin, Germany, 04 January 2019. Reports on 04 January 2019 state personal data of hundreds of German politicians have been hacked and posted online. The data includes credit card information, private chats and contact information. The only party whose members have not seen their private information posted online is the German far-right AfD party. The data was reportedly shared via the pictured Twitter account prior to Christmas 2018. The account has been suspended in the meantime.  EPA/CLEMENS BILAN

Via Twitter-Account @_0rbit verbreitete der Hacker die Daten von hunderten Politikern und Promis. Bild: EPA/EPA

Die riesige Hacker-Attacke auf hunderte Politiker und die Veröffentlichung derer Daten sorgten in den letzten Tagen für viel Aufruhr in Deutschland.

Nun meldete das BKA einen Erfolg. Die Ermittler verhafteten einen 20-jährigen Schüler aus Mittelhessen. Bereits am Montagmorgen sei der Verdächtige festgenommen worden.

Der Tatverdächtige hat den Ermittlungen zufolge aus Ärger gehandelt. Er habe angegeben, «aus Verärgerung über öffentliche Äusserungen der betroffenen Politiker, Journalisten und Personen des öffentlichen Lebens gehandelt zu haben», teilte das Bundeskriminalamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Er handelte demnach offenbar allein, Hinweise auf eine Beteiligung Dritter erbrachten die Ermittlungen nicht.

«Das ganze Ausmass seiner Aktion war ihm offenbar gar nicht bewusst.»

BKA-Ermittler zum «Spiegel»

Der 20-Jährige lebe laut «Spiegel» noch bei den Eltern und habe nach derzeitigem Ermittlungsstand keine Verbindungen zu ausländischen Geheimdiensten. Er war wohl doch nicht der grosse Profi-Hacker: Der Polizei sei es leicht gefallen, seine digitalen Spuren zu verfolgen. Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten sie am Sonntag die Wohnung des Tatverdächtigen. Gemäss «Spiegel» soll sich der Schüler in ersten Vernehmungen geständig gezeigt haben.

Von dem Datendiebstahl sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums zahlreiche Politiker, Journalisten und weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens betroffen. Das Ministerium sprach von 50 bis 60 schweren Fällen sowie rund tausend weiteren, bei denen es nach den bisherigen Erkenntnissen überwiegend um reine Kontaktdaten gehe. (jaw/sda/afp)

Hacker finden Schwachstelle im E-Voting-System

Video: srf

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