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Cannabis vor Heroin und Kokain: Europäer geben pro Jahr 24 Milliarden Euro für Drogen aus



Die Europäer geben nach EU-Schätzungen jährlich mindestens 24 Milliarden Euro für illegale Drogen aus. Das macht den Drogenhandel zu einer der Haupteinnahmequellen für das organisierte Verbrechen.

«Die Produktion und der Schmuggel illegaler Drogen bleiben einer der grössten und innovativsten Märkte für Kriminelle in Europa.»

Dies geht aus dem aktuellen Jahresbericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht hervor. Cannabis ist demnach die beliebteste Droge (jährlicher Handelswert von 9,3 Milliarden Euro), gefolgt von Heroin (6,8 Milliarden Euro) und Kokain (5,7 Milliarden Euro).

«Die Produktion und der Schmuggel illegaler Drogen bleiben einer der grössten und innovativsten Märkte für Kriminelle in Europa», sagte Europol-Chef Rob Wainwright bei der Vorstellung des EU-Drogenberichts 2016 in Brüssel.

Sorgen bereitet der EU-Polizeibehörde, dass sich die Drogenhändler von den klassischen Schmuggelrouten aus den Hauptanbaugebieten wegbewegen und verstärkt in die Ströme des Welthandels einklinken.

Internet und Terrorismus

Auch das Internet biete immer mehr Möglichkeiten für Kriminelle, sich zu vernetzen und den Drogenschmuggel zu organisieren. Zudem sei eine Vermischung der organisierten Kriminalität mit Terrorismus zu beobachten.

Ohne Libyen, Syrien und die Ukraine namentlich zu nennen warnte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos zudem davor, dass die Instabilität in Nachbarregionen der EU weitreichende Auswirkungen auf den Drogenmarkt in Europa haben könne.

Im Zuge von Flüchtlingskrise und der Bedrohung durch den Terrorismus bemüht sich die EU-Kommission derzeit um einen stärkeren und gemeinsamen Schutz der EU-Aussengrenzen. (whr/sda/dpa/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Marcel Nandy Füllemann 05.04.2016 18:48
    Highlight Highlight Interesant wäre nun noch der Vergleich zu den Ausgaben für Tabak und Alkohol. Nicht falsch verstehen, ich mag beides ;-)
    Aber man sollte doch gleich alle Zahlen nennen und nicht nur die Substanzen, welche sich der Staat gerne (wieder) aneignen würde :-)
  • Gantii 05.04.2016 18:12
    Highlight Highlight 9,4 milliarden vom pööööösen cannabis an denen der staat nicht interessiert ist.. lieber hat man vorbestrafte jugendliche weil sie gern mal n'joint rauchen! klasse system ..
  • Duweisches 05.04.2016 17:44
    Highlight Highlight Und statt die Substanzen in Zentren Steuerpflichtig, mit Einhaltung eines Mindestalters und nicht gestreckt, also weniger Gesundheitsschädigend abzugeben, lässt der Staat die Konsumenten im Streckmittelsumpf sitzen und im schlimmsten Fall noch die Terroristen finanziell unterstützen.
    Well played... 🙄
    • Sapere Aude 05.04.2016 18:30
      Highlight Highlight Canabis wurde auch nicht verboten, weil es besonders gefährlich wäre, sondern weil es als billiges Alternativprodukt für Medikamente und Rohstoffe auf Druck diverser Branchen aus dem Markt ausgeschlossen wurde. Dass das grösste Problem die Kriminalisierung und schlechte Qualität der Produkte ist, wollen die Regierungen nicht wahrhaben.
    • pamayer 05.04.2016 19:37
      Highlight Highlight leider ust es so. die prohibition verhakf damals der mafia zu dem, was sie dann wurde.
      dumm - dümmer - moralisten

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