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Schwedendemokraten-Chef Akkesson auf Absolut-flasche

Jimmie Akesson, Chef der Schwedendemokraten, auf einer verfremdeten schwedischen Wodkaflasche.  Bild: Instagram

Schweden wählt – und Europa fürchtet sich vor diesem Mann



Schweden wählt am Sonntag ein neues Parlament. Und Europa zittert wieder einmal vor einem rechten Erfolg. Denn die rechtspopulistischen Schwedendemokraten von Jimmie Akesson stehen vor einem Erfolg. 

4 Fakten zu den Wahlen und warum die Abstimmung auch für Europa richtungsweisend ist.

Wer ist Jimmie Akesson? Und was haben seine Schwedendemokraten vor?

Akesson, 39, hat mal Politik studiert und als Webdesigner gearbeitet. Eigentlich war er aber fast immer aktiver Spieler in der Politik. 

Er sieht ja schon ein wenig aus wie Karl-Theodor zu Guttenberg:

«Meine Aufgabe ist es, dieses Land umzukrempeln. Das habe ich noch nicht erreicht. Wir sind nun die drittstärkste Partei in Schweden und wir kämpfen darum, stärkste Kraft zu werden. Vielleicht bei der nächsten Wahl. So lange es so weitergeht, macht's Spass.»

Jimmie Akesson, Schwedendemokraten dagens nyheter

Akessons zentrale Punkte lauten: 

In den Umfragen liegt seine Partei derzeit mit 19,1 Prozent auf dem zweiten Rang. 

Die Regierungsbildung im zersplitterten Parlament wird schwierig. Noch lehnen es die anderen Parteien ab, mit Akesson zu paktieren. Aber nach der Wahl scheint in Schweden vieles möglich. Die Dämme in Europa brechen: 2010 liess sich Hollands liberaler Premier Mark Rutte vom Rechtspopulisten Geert Wilders dulden.

Woher kommt der Erfolg der rechten Partei?

Jahrzehntelang war das in Schweden immer so: Alle vier Jahre wählten die Bürger. Am Ende gewannen die Sozialdemokraten. Hohe Steuern gegen einen grosszügigen Sozialstaat, so lautete die nordische Formel zum Glück. Folkhemmet – Volksheim – wurde das Modell genannt. 

Küchenhandtuch mit Sujet «Folkshemmet» (Volksheim)

Folkshemmet als Sujet auf einem Küchentuch. Bild: Pinterest

Bis 1991 ging das gut, dann landeten die Sozialdemokraten erstmals in der Opposition. Seither wechselt die Macht zwischen der bürgerlichen Partei «Moderaten» und den Sozialdemokraten. Seit 2014 regiert der Sozialdemokrat Stefan Löfven. Wichtigste Themen bei der Wahl: 

Und wie soll es weitergehen?

In Schwedens neuem Parlament wird es ziemlich bunt. Eine Mehrheitsbildung wird schwierig. 

Grafik: Prognose Sitzverteilung Schweden Wahl 2018

Gelb: Akessons Schwedendemokraten, hellblau Kristerssons Moderate, blassrot die Sozialdemokraten. Der bunte Rest: Splittergruppen von der Linkspartei (dunkelrot) über Christdemokraten (dunkelblau), Zentrumspartei (grün) und Umweltpartei (blassgrün). Grafik: svt.se/special/valjarbarometern/

Regierungschef Stefan Löfven von den Sozialdemokraten muss mit kräftigen Verlusten rechnen, seine Minderheitsregierung wird wohl keine weitere Unterstützung im Parlament finden. Löfven muss nach der Wahl wahrscheinlich gehen. Nicht unwichtig, auch für Kanzlerin Angela Merkel. Löfven gilt als wichtiger Unterstützer in der EU für Merkels Flüchtlingspolitik. 

Ulf Kristerrson von den Moderaten hat die grössten Chancen, neuer Ministerpräsident zu werden. Sein Programm wirkt wie eine Kopie des österreichischen Jung-Konservativen Sebastian Kurz. Schärferes Asylrecht, neoliberale Wirtschaftsppolitik, so will Kristersson den Mindestlohn für Arbeitslose bei der Rückkehr ins Berufsleben senken.

Kristersson sagte im «Deutschlandfunk»:

«Das ist die Schicksalsfrage für Schweden. Wollen wir auch in Zukunft ein offenes Land bleiben und unser hohes Ansehen als weltweiter Player bewahren, dann muss die Integration endlich gelingen. Das wird sie aber nicht, wenn wir das Asylrecht nicht verschärfen.»

Ulf Kristersson, Moderaten dlf

Und warum sollen uns die Wahl von 10 Millionen Schweden interessieren?

Weil es in Europa keine Innenpolitik mehr gibt, sagt der niederländische Hochschullehrer und Europaexperte Luuk van Middelaar. Er sagt: 

Jede nationale Wahl in der Europäischen Union ist eine Europawahl. Und umgekehrt. Das heisst auch, dass die nationalen Parlamente sich stärker bewusst werden müssen, etwa durch engeres Rückkoppeln mit dem Europaparlament.

Luuk van Middelaar, Europaexperte

Middelaar weiss, wovon er spricht. In den Niederlanden nahm die neue Rechte mit Geert Wilders und seinem Programm Anti-Migration und Anti-EU im vorigen Jahrzehnt ihren Anfang. Sie haben sich deshalb intensiv mit dem Phänomen befasst. 

Middelaars Landsmann Dick Pels zieht quer durch einen Europa einen dicken Strich von rechts oben (Nordosten) nach links unten (Südwesten). 

Für die EU wird die Mischung aus linkem und rechten Populismus gefährlich. Sie verliert die Basis. Auch deshalb geht es bei der Wahl am Sonntag nicht allein um Jimmie Akesson und seine rechten Schwedendemokraten. 

Luuk van Middelaar fasst es so zusammen: 

In beiden Fällen [des Protests von rechts und von links] protestiert eine Wählergruppe gegen die Globalisierung, mit ihren offenen Grenzen und offenen Märkten. Schematisch gesagt: Die Rechte kritisiert offene Grenzen wie im Brexit oder der Flüchtlingskrise, während die Kritik auf der Linken sich gegen Euro, Handelsabkommen oder offene Märkte wendet. Europa muss diesen Protest ernst nehmen. Europa lässt sich nicht gegen die Nationalstaaten bauen.

Luuk van Middelaar, Europaexperte

(watson.de)

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73Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • poga 09.09.2018 20:41
    Highlight Highlight Schweden wählt – und Europa fürchtet sich vor diesem Mann <--- Are you kidding me? Was soll den dieses Europa sein, dass sich vor einem Mann fürchtet? Ich als in Europa lebende Person fürchte mich überhaupt nicht. Ist es nicht eher so, dass sich eine gewisse Gruppe mit einer gewissen Weltanschauung vor diesem Mann eventuell fürchtet?
  • Karl33 09.09.2018 20:07
    Highlight Highlight Freude herrscht. Die Gegner der feministischen Schweden-Regierung beginnen sich zu wehren.
  • stadtzuercher 09.09.2018 19:45
    Highlight Highlight Bereits das zweite Mal wurde eine Kommentar von mir gelöscht, in dem ich mich glücklich darüber zeige, dass in Schweden endlich eine Alternative zur feministischen Linken vorhanden ist.

    Ich bin es satt, diesen Kommentar bereits das zweite Mal gelöscht zu sehen. Er verstösst NICHT gegen die Kommentarregeln, er ist NICHT themenfremd. Wahlen sind nicht nur ein Ausländerthema, sondern stellen alle Themenbereiche zur Diskussion.

    Bitte an die Redaktion: Lässt auch gegenüber Lesern mit anderer Meinung als Ihr selbst dieselben Regeln gelten.

    Danke.
  • Walser 09.09.2018 19:01
    Highlight Highlight Der Hammer ist, dass immer noch zunehmend jeder der die gegenwärtige europäische und Asylpolitik ablehnt subito als Rassist usw. bezeichnet wird. Das wollen sich die Leute zunehmend nicht mehr bieten lassen. Im stillen Kämmerlein füllen Sie dann ihren Wahlzettel aus. Und in der Schweiz läufst genau gleich.
  • joshy 09.09.2018 18:24
    Highlight Highlight Ob sich schlussendlich etwas ändert steht auf einem anderen Blatt geschrieben.
    Die EU wird es nicht gutheisen, wie sie bereits bewiesen hat, wenn sich die Demokratie nicht nach den Intressen aus Brüssel richtet.
  • FrancoL 09.09.2018 18:03
    Highlight Highlight Viele Kommentare ähneln sich, sie zeigen auf das Problem der Migration und im Speziellen der Flüchtlinge. Grenzen zu und die Lösung ist dann genau welche? Alle internieren, alle ausschiffen?

    WO sind die Lösungen für die Integration, wer bietet diese an? Und vor allem wie sehen sie aus?

    Salvini scheint der Messias der Rechten zu sein und was für Lösungen bietet er in Italien an?
    Die Zählungen der Sinti und Romas?
    Was bietet er wirklich an?
    Ein Vollangriff auf Macron? Das bringt was genau?
    Ein Vollangriff auf die EU? Bringt was genau?
    Ein Händchen halten mit Orban? Bringt was genau?
    • FrancoL 09.09.2018 20:21
      Highlight Highlight Das ist ein Grundübel, aber die Lösung für die verpasste Integration liegt nicht im Grundübel Waffenexport.
    • Roterriese #DefendEurope 09.09.2018 21:25
      Highlight Highlight @FrancoL was sind den die "linken" Lösungen? Offene Grenzen? Alle Aufnehmen? Wie soll das irgendwas lösen?
    • FrancoL 09.09.2018 23:15
      Highlight Highlight @Roterriese; Die Linken haben schon seit langem die Meinung vertreten, dass Migranten besser zu integrieren sind. Die Bürgerlichen haben da immer dagegengehalten.
      Die heutige Lage auch in Schweden ist nicht mit den Flüchtlingen entstanden sondern mit der mangelnden Integration in der Vergangenheit und für dies tragen die Bürger, ob linke oder rechte, die Verantwortung.
      Zudem: auch in S wurde die Migration nicht aus Nächstenliebe gefördert sondern es fehlten Arbeitskräfte, vor allem billige. Dass zudem S bei der Globalisierung in die Röhre guckte ist nicht den Linken anzulasten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Billy the Kid 09.09.2018 17:43
    Highlight Highlight An alle Rechten im Forum mal eine seriöse Frage:

    Findet ihr es nicht seltsam, dass eure Parteien mehr oder weniger versteckt ein neoliberales Programm pushen oder mit den Neoliberalen koalieren?
    Ich gehe mal davon aus, dass der Grossteil von euch weder grossartig Kapital (Eigentum an Produktionsmitteln) besitzt, noch jemals besitzen wird.
    Wieso glaubt ihr also, dass die herrschenden Kreise (und dazu gehören weder "die Linken", noch "die Ausländer", noch "die Gewerkschaften", noch "die Asylbewerber" oder Arbeitslosen und IV-Empfänger) jemals eure Interessen vertreten werden?
  • Don Alejandro 09.09.2018 16:35
    Highlight Highlight Solange das Thema Flüchtlinge bei den Kaviarsozialisten in Europa auf der roten Liste steht und Befürchtungen von normalen Bürgetn als nazistisch abgetan werden, solange wird die extreme Rechte weiterhin wachsen....
  • walsi 09.09.2018 16:12
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass sich viel Regierung den aktuellen Problemen verweigern und einfach weiter machen wie bisher, auch in Schweden. Von der Politik wurde ignoriert, dass es Probleme mit den vielen Flüchtlingen gibt die nach Schweden kommen. Es gibt Bandenkriegen in einzelnen Stadtteilen ums Drogengeschäft. Diese Banden werden von Ausländern oder Schweden mit Migrationshintergrund dominiert. Einige Stadtteile wurde zu no go areas.

    Auch in Schweden gilt: Wer sich seinen Problemen nicht stellt wird von den Problemen gestellt.
    • koks 09.09.2018 17:39
      Highlight Highlight Im Fall von Schweden haben die restlichen sieben Parteien bisher diese Rechtspartei ignoriert, als wäre sie und ihre Wähler Luft. Damit ist sie natürlich zur idealen Protestpartei gegen das Establishment geworden.

      Dasselbe Spiel übrigens wie in Deutschlandmit der AfD.

      Wie so oft erhält man die Quittung für seine Taten...
    • Isiosi 09.09.2018 17:54
      Highlight Highlight Wer sich so weit aus dem Fenster lehnt sollte dies auch mit ein paar Quellenangaben tun, bitte.
    • Gubbe 09.09.2018 17:55
      Highlight Highlight walsi: No go areas gibt es nur bedingt. Diese Banden machen keinen Krieg gegen 'normales' Volk. Sie bekämpfen sich untereinander um Territorialhoheiten einzufordern. Guter Kommentar von dir, realistisch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sanchez 09.09.2018 16:07
    Highlight Highlight Warum soll sich Europa „fürchten“? Weil er erkannt hat, dass in Schweden fünf vor 12 ist?
    Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft. (Aristoteles, weder Nazi, noch Rechtspopulist).
  • Billy the Kid 09.09.2018 13:30
    Highlight Highlight Also auch in Schweden: Die Neoliberalen zusammen mit einer "ehemaligen" Neonazipartei.
    Wieso überrascht mich das jetzt nicht....?
    • Roterriese #DefendEurope 09.09.2018 15:31
      Highlight Highlight In Deutschland, die Sozialdemokraten zusammen mit einer "ehemaligen" Diktaturpartei (Die Linke).
    • Bettmümpfeli 09.09.2018 15:47
      Highlight Highlight @roterriese so ein Blödsinn. Die SPD arbeitet klar mit den CDU/CSU zusammen. Die Linke ist wieder ein anderer Fall.
    • Billy the Kid 09.09.2018 17:18
      Highlight Highlight @Roterriese
      Der Witz ist doch eher der: Falls die Sozialdemokraten in D-Land vor 20 Jahren einen anderen Weg eingeschlagen hätten und sich mehr nach links orientiert hätten (kein Hartz 4, keine illegalen Kriege, keine neoliberale Politik, keine Augenwischerei) - wären weder "die Linke", noch die AfD je aus ihren Startlöchern rausgekommen.
      Stattdessen besitzen sie heute so gut wie kein Profil mehr und sind kaum noch von der CDU zu unterscheiden. Das war ihr Genickbruch. -
    Weitere Antworten anzeigen
  • Judge Dredd 09.09.2018 13:21
    Highlight Highlight Man kann sich nun darüber ärgern, dass das nächste Land in Europa einen Rechtsruck erlebt und wettern, wo die "Rechten" auf einmal herkommen oder man versucht nach dem warum zu suchen. In einem Land wie Schweden, das eine sozialdemokratische Tradition hat, wurde nicht plötzlich die Bevölkerung ausgewechselt durch eine Horde Nazis.

    Die Probleme welche sich in Europa durch Migration aller Arten stellen müssen durch die Politik benannt werden und zwar durch Politiker aller Parteien, ansonsten besetzen rechte Hardliner dieses Thema für sich.

    Mittelinks, wacht endlich auf, bevor es zu spät ist.
    • Ueli der Knecht 09.09.2018 17:31
      Highlight Highlight "wurde nicht plötzlich die Bevölkerung ausgewechselt durch eine Horde Nazis."

      Vielleicht etwas jüngste schwedische Geschichte studieren, Judge Dredd?

      Da braucht's keine Auswechslung der Bevölkerung. In Schweden gab es schon immer viele Nazis. Nicht nur während dem Zweiten Weltkrieg war Schweden sehr nazi-freundlich (noch mehr als die Schweiz!), sondern vorallem auch, nachdem die Nazis den Krieg verloren haben, bot Schweden für viele Nazis eine neue Heimat.

      Schweden ist ein Hort des Rechtsextremismus.
      https://www.sueddeutsche.de/panorama/schweden-das-geographische-erbe-der-nazis-1.657011
    • FrancoL 09.09.2018 17:58
      Highlight Highlight Es geht nicht ums Aufwanchen es geht um Lösungen ausser Du wachst gerne am Morgen auf und Dir ist es egal was der Tag bringt.

      Die Lösungen müssen erarbeitet werden und da sehe und höre ich nichts von den Populisten. Gehen wir doch einmal davon aus, dass plötzlich keine Flüchtlinge mehr an der Grenze stehen, dann ist ja das Problem nicht gelöst. Was bieten da die Populisten an? Eine Volkszählung wie Salvini in Italien?
      Die Integration muss erzielt werden und da höre ich nichts.
      Die Grenzen schliessen und dann? Die Migranten internieren oder was? Sie alle ausschiffen? Bin ganz Ohr.
    • Judge Dredd 10.09.2018 04:32
      Highlight Highlight Ueli, definiere mal "viele Nazis". In jedem Land gibt es Links- sowie Rechtsextreme, gab es immer und wird es immer geben. Das ist doch nicht der Punkt, es geht um Wahlen und Verschiebungen der politischen Stärke. Im Folgenden die Stärke der Schwedendemokraten im Reichstag an den Wahlen:
      1998 / <1%
      2002 / 1.4%
      2006 / 2.9%
      2010 / 5.7%
      2014 / 12.8%
      2018 / 19.2%
      Du führst ins Feld, dass Schweden seit WW2 ein Naziproblem hat, was ich in keiner Weise abstreite, aber hier geht es um viel mehr. Beinahe jeder 5 der in Schweden zur Urne ging wählte SD! Die sind doch nicht alle plötzlich rechtsextrem
    Weitere Antworten anzeigen
  • ujay 09.09.2018 12:15
    Highlight Highlight Immer dieselben Parolen der Rechtspopulisten. Migration wird als grösstes Problem fürs Land hochstilisiert, die EU ist des Teufels, aber die Probleme sind hausgemacht. Ist halt einfacher, anderen die Schuld zu geben. Nichtsdestotrotz werden die einfach Gestrickten in ihrer Naivität mobilisiert, bis zu den nächsten Wahlen.
    • Flughund 09.09.2018 17:44
      Highlight Highlight Erklär uns mal welche Probleme dann in Schweden hausgemacht sind. Bin gespannt !
    • ujay 10.09.2018 04:59
      Highlight Highlight @Flughund. Zuwanderungspolitik, hoher Steuersatz, no go Areas.....genügt das?
  • ostpol76 09.09.2018 12:04
    Highlight Highlight Also ich fürchte mich nicht 😉
  • dmark 09.09.2018 11:52
    Highlight Highlight "Europa lässt sich nicht gegen die Nationalstaaten bauen."
    Aber genau dies hat die EU in Brüssel Stück für Stück versucht.
    Nun scheint es so, dass die Populisten, trotz eher nationaler Interessen, sich innert Europa untereinander dennoch besser verstehen und zusammen arbeiten, als die "alten Regierungen" es jemals konnten.
    • Geophage 09.09.2018 12:31
      Highlight Highlight @dmark

      Humbug, für ein Thema verbünden sie sich, für andere haben sie nicht ansatzweise eine Lösung. Demokratie ist es wenn man eine Konsens findet in Bereichen in denen es auch andere Meinungen gibt. Sich mit gleichdenkenden zu verbünden ist echt keine Kunst.
    • FrancoL 09.09.2018 15:54
      Highlight Highlight Tun sie (die Populisten) das wirklich? Sali in war mit Orban ein Herzn und eine Seele, so schien es und was genau denkst Du findet Salvini wenn UNgern schon wieder kleine Flüchtlinge aufnehmen will. Wen meinst Du meint Salvini, wenn er die geisselt die keine Flüchtlinge übernehmen wollen? Den Oben etwa nicht?
      Ein Europa der Faschisten ist alles andere als wünschenswert, denn ein Nationalist wird nie und nimmer etwas für ein europäisches Gemeinwohl tun. Gerda Salvini zeigt auf was er von den anderen hält und dabei meine ich nicht sein Händeschütteln, sondern seine Ideen für IT.
    • Blitzableiter 09.09.2018 17:06
      Highlight Highlight Wart nur bis die mal wirklich an der Macht sind und sich auch mit anderen Themen als nur Migration beschäftigen müssen. Dann ists schnell mal vorbei mit der zusammenarbeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chääschueche 09.09.2018 11:42
    Highlight Highlight Da ist Europa/Links selbst Schuld.

    Bis heute hat Europa kein Rezept um die Flüchtlingsströme einzudämmen oder die Probleme in den Krisenländern* zu lösen.

    Das Problem mit Rechts wird sich von selbst lösen sobald die Linken und Regierungen dies endlich einsehen.

    *Was hat die EU in Syrien, Libyen, Eritrea gemacht um den exodus zu begrenzen?
    • FrancoL 09.09.2018 15:56
      Highlight Highlight Die Probleme der Krisenländer wurden von wem genau bearbeitet und einer falschen Lösung zugeführt? Von den LInken, wen ja von wem genau? Wer steht wie ne 1 hinter der Austeritätspolitik, wer diktiert diese ein Linker?
    • FrancoL 09.09.2018 15:58
      Highlight Highlight Was hat das bürgerliche Europa getan um in Syrien, Libyen und Eritrea getan um den Exodus zu begrenzen?
    • Gubbe 09.09.2018 17:47
      Highlight Highlight FrancoL: Nichts, die Linken haben bestimmt. Frankreich, Deutschland, Schweden usw. hatten die Willkommenskultur. Jetzt, wo Schweden seine Fehler gesehen und gespürt hat, versucht man Gegensteuer zu geben. Auch das wird sehr moderat ausfallen. Die Demokraten sind keine Nazi, wie hier schon geschrieben. Löfven hatte das Land nicht mehr im Griff.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maya Eldorado 09.09.2018 11:28
    Highlight Highlight Die Rechten kommen allüberall aus ihren Schlupflöchern. Mit den Rechten meine ich aber nicht, dass das die "Richtigen" sind.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 09.09.2018 14:00
      Highlight Highlight Das sind hauptsächlich Schwafler. In England bringen sie nichts auf die Reihe, in Italien nicht, in Ungarn nicht und auch nicht bei uns.
  • Ketchum 09.09.2018 11:28
    Highlight Highlight Die Schweden können also wählen zwischen einem, der aussieht wie Guttenberg und politisiert wie Köppel und einem, der aussieht wie Köppel und politisiert wie Guttenberg.
    • PeteZahad 09.09.2018 12:30
      Highlight Highlight Und was genau hat das Aussehen mit Sachpolitik zu tun?
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 09.09.2018 14:44
      Highlight Highlight Köppel politisiert nicht.
      Er glänzt durch Abwesenheit und jammert wenn man drauf zeigt.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 09.09.2018 15:17
      Highlight Highlight An die Blitzer:
      Ist nunmal so. Er ist auf Platz 1 der Schwänzer.
      In den Top 10 sind übrigens genau 3 oder 4 von der SP.
      Der Rest ist durchgehend rechtsbürgerlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • cal1ban 09.09.2018 10:54
    Highlight Highlight Die Schwedendemokraten könnten sogar stärkste Kraft im Parlament werden. Auf Umfragen gebe ich nichts mehr.

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