DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Pyramiden von Gizeh

Chepren Pyramide, Ägypten Bild: Shutterstock

Forscher entdecken neuen Hohlraum in der Cheops-Pyramide



Ein internationales Forscherteam hat einen bisher unbekannten Hohlraum in der Cheops-Pyramide entdeckt. Eine Basler Ägyptologin vermutet dahinter allerdings keine neue Grabkammer, sondern einen Beweis für die ausgeklügelte Baukunst des antiken Ägyptens.

Die Pyramiden warten immer wieder mit Überraschungen auf. Im Rahmen des Projekts «Scan the Pyramids» ist ein internationales Forscherteam aus Ägypten, Frankreich und Japan auf zuvor unbekannte Strukturen in der Cheops-Pyramide gestossen. Nun berichten sie im Fachblatt «Nature» von einem grossen versteckten Hohlraum, der bisher völlig unbekannt war.

Gelungen ist die Entdeckung des Hohlraums dank eines bildgebenden Verfahrens, das auf kosmischer Strahlung beruht. Genauer gesagt auf Myonen, elektronenähnlichen Elementarteilchen, deren Flugbahn sich ändert, je nachdem ob sie Stein oder Luft durchdringen. So können Forschende mithilfe von Detektoren eine Art «Röntgenbild» der Pyramide erstellen. Ähnlich hatten Wissenschaftler der Uni Bern bereits den Eigergletscher durchleuchtet und im vergangenen Juni davon berichtet.

Die genaue Struktur des mindestens 30 Meter langen Hohlraums ist noch unbekannt. Das Entdeckerteam um Mehdi Tayoubi vom Heritage Innovation Preservation Institute in Paris und Kunihiro Morishima von der Nagoya University in Japan bestätigte seine Existenz jedoch mit mehreren weiteren Techniken.

Ausgeklügeltes Design

«Interessant ist vor allem die Position dieses neuen Hohlraums», sagt Ägyptologin Susanne Bickel von der Universität Basel auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Der «Nature»-Studie zufolge befindet er sich über der grossen Galerie, die rund 47 Meter lang und fast neun Meter hoch ist und zur Königskammer führt. «Vermutlich wollte man die Galerie von der darüber liegenden Steinmasse entlasten», so Bickel.

Bild

Der Hohlraum hat nach bisherigem Wissensstand keinen Zugang, was gegen eine Grabkammer spreche. «Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich um einen statischen Trick handelt, um die gewollten Hohlräume zu entlasten», erklärt die Ägyptologin. Das unterstreiche einmal mehr das ausgesprochen ausgeklügelte Design des Pyramidenbaus.

Die «Grosse Pyramide» von Gizeh wurde während der Herrschaft von Pharao Khufu (Cheops) zwischen 2509 und 2483 vor Christus gebaut. Obwohl sie eines der ältesten und grössten Bauwerke der Menschheit ist, sind viele Fragen zu ihrer inneren Struktur noch offen. Mit nicht-invasiven Methoden versuchen die Forschenden im Projekt «ScanPyramids», die Geheimnisse dieses Weltwunders der Antike zu lüften. (sda)

Die Pyramide vor dem Louvre ist verschwunden … irgendwie

1 / 9
Die Pyramide vor dem Louvre ist verschwunden … irgendwie
quelle: ap/ap / francois mori
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Frau aus Mali hat Neunlinge zur Welt gebracht

Eine Frau aus Mali hat am Dienstag neun Babys geboren, zwei mehr als die Ärzte bei Ultraschalluntersuchungen in ihrem Mutterleib entdeckt hatten.

Die 25-jährige Halima Cisse war zur besseren medizinischen Betreuung nach Marokko geflogen worden, wo sie die fünf Mädchen und vier Buben mittels Kaiserschnitt zur Welt brachte. Zum Gesundheitszustand der Babys sagte Malis Gesundheitsministerin Fanta Siby: «Allen Neugeborenen und der Mutter geht es gut.»

Neunlinge sind extrem selten. In vielen Fällen …

Artikel lesen
Link zum Artikel