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epa07186589 Protesters wearing yellow vests, as a symbol of French driver's and citizen's protest against higher fuel prices, put barricades against the police forces during clashes on the Champs Elysee as part of a nationwide protest in Paris, France, 24 November 2018. The so-called 'gilets jaunes' (yellow vests) protest movement, which has reportedly no political affiliation, is protesting over fuel prices.  EPA/JULIEN DE ROSA

«Gelbwesten» errichteten am Samstag mehrere Barrikaden auf der Champs-Élysées.  Bild: EPA/EPA

«Gelbwesten» vs. Auto: Fahrer rastet aus und jagt Demonstranten



Am vergangenen Samstag haben sich die sogenannten «Gelbwesten» wieder in Paris versammelt und gegen hohe Benzinpreise und Lebenshaltungskosten demonstriert. Dabei kam es auf der Pariser Champs-Élysées zu schweren Ausschreitungen. 

Die Protestierenden hatte Steine aus dem Pflaster gerissen und Barrikaden errichtet. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Zudem kam der Verkehr teilweise zum erliegen, da die «Gelbwesten» ganze Strassen und Kreuzungen besetzten. 

Einem Fahrer gefiel das gar nicht. Wie auf Aufnahmen vom 24. November zu sehen ist, schob der Automobilist die Menschenmenge kurzerhand beiseite. Anschliessend traten und bewarfen die aufgebrachten Demonstranten das Fahrzeug mit Gegenständen.

Massenproteste in Frankreich eskalieren:

Dann eskalierte die Situation. Anstatt sich einfach aus dem Staub zu machen, setzte der Lenker zum Gegenangriff an. Mehrmals fuhr er auf die «Gelbwesten» zu und drängte die Menge zurück. Einige wurden regelrecht verfolgt.

«Das nennt man versuchten Mord.»

Ob der Vorfall Verletzte gefordert hat ist nicht bekannt. Auf Twitter verurteilt man das Verhalten des Autofahrers. Das Nummernschild des Fahrzeuges wurde zwischenzeitlich der Polizei weitergeleitet. Ein User spricht sogar von «versuchtem Mord». (vom)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Durolex 27.11.2018 08:42
    Highlight Highlight Vollstes Verständnis für den Autofahrer. Ich hätte in der Hektik und Aufregung wahrscheinlich gleich reagiert. Was fällt den Leiten auch ein, alles beschädigen zu müssen? Wenn dann mal einer durchdreht, kommt das grosse gejammer!
  • Der Rückbauer 27.11.2018 08:39
    Highlight Highlight Gestern fuhren wir auf der Autobahn quer durch Frankreich Richtung Spanien. Alle Zahlstellen waren durch Gelbwesten blockiert. Die Lastwagen wurden gestoppt, durften nicht weiterfahren. Die Personenwagen durften passieren, die Schranken waren offen, das Ticket musste abgegeben werden. Also Gratisfahrt durch Frankreich! Qui va payer? On verra! Bonne Chance!
    Niemand war agressiv . Die wenigen Polizisten hielten sich zurück.
    Ich hoffe, dass ein agressiver Autofahrer, welcher sein Auto als Tatwaffe einsetzt, hart bestraft wird. Das geht gar nicht!!
  • Denk nach 27.11.2018 06:32
    Highlight Highlight Ich bin irgendwie froh, haben wir fast nie Demonstrationen. Wenn "normale" Leute absichtlich behindert werden in ihrer Tätigkeit um irgendwie die eigenen Interessen durchzusetzen... Ich bin mir nicht sicher ob das nicht den gegenteiligen Effekt hat.
    • Eine_win_ig 27.11.2018 06:41
      Highlight Highlight Ich sags immer wieder: es gibt gute und dumme Arten Demos abzuhalten.
      Gut: Buschauffeure in Japan, welche einfach alle gratis fahren liessen, in der CH ohne Uniform sondern mit irgendwelchen Hawaiihemdern. Konsequenz: die Öffentlichkeit wird nicht beeinträchtigt, auf das Problem aufmerksam gemacht, Sympathie gewonnen, klares Zeichen gesetzt.
      Dumm: so wie jetzt in Paris, Blaulichtorganisationen an der Arbeit hindern, etc... Zorn der Öffentlichkeit garantiert.

      Und noch lustig: am Sonntag die Eingangstür der Steuerverwaltung zumauern. Da hab ich gelacht ;)
    • Mutzli 27.11.2018 09:06
      Highlight Highlight Meiner Ansicht nach darf eine Demo auch stören, egal ob ich politisch das Heu auf der gleichen Bühne habe oder nicht (und da ich in Bern wohne, hab ich mehr als genug Erfahrung mit Verkehrsproblemen etc. wegen Demos).

      Das hauptsächlich aus grundsätzlichen Überlegungen, denn einerseits ists ja der Sinn einer Demo Aufmerksamkeit zu generieren und evtl. die Leute aus dem Trott zu reissen und andererseits gibts viele historische Vorbilder, bei denen es absolut wichtig war das zu bekommen (wie etwa Civil Rights in den USA). Ist natürlich nicht alles so wichtig.
    • Roman h 27.11.2018 09:29
      Highlight Highlight Man muss den Verkehr nicht blockieren um Aufmerksamkeit zu bekommen.
      Was würden sie sagen wenn sie schnell nach Hause müssen, wegen ein paar Idioten aber im Stau stehen.
      Z.b die Aktion mit den 5 Räppler die man in Bern ausgeleert hat.
      Ich der nicht in Bern wohne habe davon gelesen, Berichte über Verkehrschaos in Bern interessieren niemanden und die bleiben auch nicht hängen und wenn dann nur
      Was sind das für Idioten.
      Die 5 Räppler waren aber witzig
    Weitere Antworten anzeigen

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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