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Erdogan-Fans wollen nicht, dass du dieses Titelbild siehst



In der aktuellen Ausgabe des französischen Polit-Magazins «Le Point» prangt das Gesicht von Recep Tayyipn Erdogan auf der Titelseite. Darunter steht: «Der Diktator. Wie weit wird Erdogan gehen?» Im Artikel dann wird die Frage aufgeworfen, ob Erdogan ein neuer Hitler sei. 

Zu viel des Guten für Anhänger des türkischen Präsidenten in Frankreich. Auf den sozialen Medien wurde eine regelrechte Hetzkampagne losgetreten. Kiosk-Besitzer berichteten, dass sie wegen Drohungen die Plakate zu der Ausgabe abgehängt hätten. 

«Le Point» warf den Unterstützern der türkischen Regierungspartei AKP vor, «Symbole der Meinungsfreiheit und der Vielfalt der Presse anzugreifen». 

Nun hat sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in die Diskussion eingeschalten. Er stellt sich vor das Politikmagazin «Le Point» und sagt, es sei absolut inakzeptabel, dass Werbeplakate von «Le Point» aus Kiosken entfernt würden, «nur weil sie den Feinden der Freiheit missfallen». «Die Freiheit der Presse hat keinen Preis - ohne sie herrscht die Diktatur.»

Auch Frankreichs Kulturministerin Françoise Nyssen warnte am Montag vor Druck auf Kioskbesitzer. Dieser sei «nicht hinnehmbar», schrieb sie auf Twitter. «Die Pressefreiheit beruht auf der Vertriebsfreiheit. Drohungen gegen Kioskbesitzer dürfen nicht geduldet werden.»

Am 24. Juni finden in der Türkei vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Mit der Wahl tritt eine umstrittene Verfassungsreform in Kraft, welche die Rechte von Präsident Erdogan massiv stärkt. (sda/afp)

Auch Vorlage für brisante Titelbilder: Donald Trump

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    Alle Leser-Kommentare
  • Carlitos Fauxpas 29.05.2018 08:18
    Highlight Highlight Oh la la la, die hypersensiblen Anhänger fühlen sich wohl regelgerecht auf den Schlips getreten. Nun, die Wahrheit schleckt halt kein Zieglein weg...

    Eine Schande mehr für die vielen guten und vernünftigen Türken, so einen beleidigten Hanswurst hat kein Volk verdient.
  • N. Y. P. D. 29.05.2018 08:04
    Highlight Highlight Nun hat sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in die Diskussion eingeschalten. Er stellt sich vor das Politikmagazin «Le Point»

    Das nenne ich ein Statement !

    Weder zeigt sich Macron besorgt, noch will er die weitere Entwicklung verfolgen.

    Er rammt seine Meinung wie einen Pflock in den üblichen, diplomatischen Einheitsbrei.

    Päng, das ist meine Meinung. Klar. Authentisch. Wohltuend undiplomatisch.

    Merci beaucoup, monsieur le président.

    Die Erdogan - Fans sind jetzt natürlich not amused.
  • rodolofo 29.05.2018 07:24
    Highlight Highlight Gute Aktion von Macron!
  • Nelson Muntz 29.05.2018 07:19
    Highlight Highlight Wenn der Despot so toll ist, sollte man doch wieder dorthin ziehen???
  • Denk-mal 29.05.2018 06:12
    Highlight Highlight ....interessant, man nennt Leute welche Erdo folgen "Fans?" und ja, wenn Fans, dann sollten alle wieder nach Hause gehn. Wo wohnen die Fans? Dorthin sollten alle wieder zurückkehren und so würden sich alle wohl fühlen.
    • Tomjumper 29.05.2018 08:42
      Highlight Highlight Wo wohnen denn die Trump oder Putin Fans? Gut entscheidet die Justiz wer wohin nach Hause muss oder wer wo zu Hause ist und nicht ein Kommentarschreiber.

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