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«Terroristische Aktion» in Frankreich vereitelt – 7 Personen verhaftet



Die französischen Behörden haben mit der Festnahme von sieben Verdächtigen offenbar einen neuen Anschlag verhindert. Innenminister Bernard Cazeneuve sagte am Montag in Paris, mit den Festnahmen im elsässischen Strassburg und im südfranzösischen Marseille sei eine «terroristische Aktion» vereitelt worden.

French Interior Minister Bernard Cazeneuve arrives to attend a news conference for the launching of the new campaign against radicalisation and jihadism at the Hotel Matignon in Paris, France, November 18, 2016.  REUTERS/Jacky Naegelen

Bernard Cazeneuve Bild: JACKY NAEGELEN/REUTERS

Angaben zu möglichen Anschlagszielen machte Cazeneuve nicht. Das Strassburger Rathaus bestritt, dass der berühmte Weihnachtsmarkt der Stadt ein potenzielles Ziel gewesen sei.

Die Verdächtigen sind nach Cazeneuves Worten zwischen 29 und 37 Jahre alt. Die französischen, marokkanischen und afghanischen Staatsbürger wurden demnach am Wochenende bei einer gross angelegten Polizeiaktion festgenommen.

«Sechs waren den Geheimdiensten unbekannt», sagte der Innenminister. «Ein marokkanischer Staatsbürger, der nicht in Frankreich wohnhaft ist, wurde von einem Partnerland gemeldet.»

Monatelange Ermittlungen

Die Ermittlungen in dem Fall liefen laut Cazeneuve bereits seit «mehr als acht Monaten». Bereits wenige Tage nach Beginn der Fussball-Europameisterschaft in Frankreich Mitte Juni seien fünf Verdächtige «dieses Netzwerks» festgenommen worden.

Der nun vereitelte Anschlag in Frankreich sei «seit langer Zeit» geplant worden, sagte der Innenminister. Die Ermittlungen müssten zeigen, ob die Verdächtigen «eine koordinierte Attacke mit mehreren gleichzeitigen Angriffen an mehreren Orten» des Landes geplant hätten.

Anschlagsziel möglicherweise in Region Paris

Die Festnahmen erfolgten wenige Tage vor Eröffnung des berühmten Strassburger Weihnachtsmarkts am Freitag. Er zieht Jahr für Jahr rund zwei Millionen Besucher an und gilt als mögliches Anschlagsziel.

Bürgermeister Roland Ries sagte am Montag bei einer Pressekonferenz aber, Cazeneuve habe ihm versichert, dass Strassburg kein Anschlagsziel gewesen sei. «Das Ziel war wohl eher in der Region Paris.»

Frankreich wurde seit Anfang 2015 von einer Reihe islamistischer Anschläge getroffen. Bei der blutigsten Attacke töteten islamistische Selbstmordattentäter am 13. November 2015 in Paris 130 Menschen. Zudem tötete am 14. Juli ein Mann im südfranzösischen Nizza mit einem Lastwagen 86 Menschen. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wurden in diesem Jahr fast 20 Anschläge in Frankreich vereitelt.

«Die terroristische Bedrohung auf unserem Territorium war noch nie so hoch wie heute», sagte Cazeneuve. Seit Januar seien 418 Verdächtige wegen mutmasslicher Verbindungen zur Dschihadistenszene festgenommen worden.

In Frankreich gilt seit dem Anschlag vom 13. November 2015 der Ausnahmezustand. Die Regierung will die Sonderbefugnisse für die Sicherheitsbehörden bis zur Präsidentschaftswahl im kommenden Frühling verlängern. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Skip Bo 21.11.2016 18:45
    Highlight Highlight Diese Meldung kann nicht stimmen. Watson und sein Gefolge hat im Vorfeld zum NDG versichert das kein Anschlag aufgrund von nachrichtendienstlichen Untersuchungen verhindert werden könne...
    4 9 Melden
    • Energize 22.11.2016 07:29
      Highlight Highlight Stimmt auch. 6 waren den GeheimdiensteN (!) unbekannt.
      1 0 Melden

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