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Gute Frage: Weshalb werden französisch sprechende Muslime öfter radikal als alle anderen?



Seit Jahren rätseln Eltern, Behörden und Wissenschaftler, warum sich junge Menschen radikalisieren, nach Syrien reisen und dem «IS» anschliessen. Zwei Experten des US-Thinktanks Brookings Institution probieren etwas Neues: Sie untersuchen die biografischen Daten ausländischer Kämpfer auf Auffälligkeiten. Nach etwa 1000 Tests spuckte der Computer ein erstaunliches Resultat aus: 

«Der beste Radikalisierungs-Indikator war nicht etwa der Reichtum eines Landes. Oder der Bildungsgrad seiner Bürger, ihre Gesundheit oder die Verfügbarkeit von Internet-Anschlüssen. Der beste Indikator war, ob es sich um ein frankophones Land handelt; das heisst, ob es Französisch als Landessprache führt oder früher führte.»

William McCants, Christopher Meserole
quelle: foreignaffairs

Bei vier der fünf Länder mit der höchsten Radikalisierungsquote (gemessen an der jeweiligen muslimischen Bevölkerung) handelt es sich laut der beiden Forscher um frankophone Länder:

McCants und Meserole wagen eine Erklärung für diese seltsame «French Connection»: Im Kern gehe es gar nicht um die Sprache, sondern um die politische Kultur Frankreichs, die hochgradig laizistisch ist, sich also durch eine strenge Trennung von Kirche und Staat auszeichnet. Seit der französischen Revolution ist die Religion aus dem öffentlichen und politischen Diskurs Frankreichs komplett verbannt. Das tangiert auch Bürger nicht-christlichen Glaubens, in diesem Fall Muslime: Frankreich und Belgien kennen etwa die strengsten Verhüllungsverbote Europas. Je aggressiver der Laizismus, desto heftiger die Gegenreaktion, so die Lesart.

Besonders signifikant erachten die amerikanischen Forscher den Frankophonie-Faktor in Verbindung mit zwei weiteren Variablen: Jugendarbeitslosigkeit und Urbanisierung – was einen schnell in das Brüsseler Problemquartier Molenbeek sowie in die Banlieus um Paris führt.

Selbst in den ehemaligen französischen Kolonien Algerien und Tunesien soll der Laizismus eine gewisse Rolle zu spielen: Beide Länder verfolgen seit der Unabhängigkeit einen ausgesprochen säkularen Kurs. Einzige Ausnahme bildet das dreijährige Ennahda-Intermezzo in Tunesien nach dem Arabischen Frühling.

Kritik aus Frankreich

Der französische Botschafter in Washington ist über die implizierte Korrelation zwischen französischer Kultur und islamistischer Radikalisierung alles andere als erfreut: «Dieser Text ergibt methodisch gesehen keinen Sinn. Eine Beleidigung der Intelligenz. Von Proust zu Daesh?», twitterte Gérard Araud, nachdem er McCants und Meseroles Beitrag auf «Foreign Affairs» gelesen hatte.

Araud weist darauf hin, dass 90 Prozent der «IS»-Kämpfer aus Belgien aus der Region Flandern stammen, die niederländisch geprägt sei. Zudem stamme ein Grossteil der muslimischen Einwanderer in Frankreich aus arabischen Staaten, was die Reise nach Syrien oder in den Irak vereinfache. Die Autoren erwidern auf den letzten Einwand, dass sie den Datensatz auf die «Araber-Variable» geprüft und keine signifikante Korrelation gefunden hätten. 

Einfluss auf die Schweiz?

Es wäre interessant, die Frankophonie-These auch in der Schweiz zu prüfen, denn in der Romandie ist ein gewisser Einfluss des Laizismus französischer Prägung vorhanden. So steht der Kanton Genf vor der Einführung des sogenannten Laizitätsgesetzes, wonach Staatsangestellte beim Kontakt mit der Bevölkerung auf religiöse Symbole verzichten sollen.

Wie viele der bis dato registrierten 72 Dschihad-Reisenden aus der Westschweiz stammen, will der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) auf Anfrage nicht sagen. Einzelne Romands haben in den Reihen des «IS» Karriere gemacht, darunter ein Waadtländer mit dem Kampfnamen «Abu Suleiman al-Suisseri».

Die beiden Autoren betonen, dass ihre Untersuchung noch in den Kinderschuhen steckt und mehr Forschung nötig sei. «Falls unsere Daten falsch und unsere Interpretationen daneben sind, wird das hoffentlich zu fundierteren Erklärungen führen, was hinter der Radikalisierung steckt», so McCants und Meserole.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Daniel Caduff 31.03.2016 09:49
    Highlight Highlight Zitat aus dem Artikel: "Der französische Botschafter in Washington ist über die implizierte Korrelation zwischen französischer Kultur und islamistischer Radikalisierung alles andere als erfreut"

    Hier geht es nicht um implizierte Korrelation, sondern um implizierte Kausalität.

    Ein Klassiker in der Missinterpretation von statistischen Werten.
  • tinmar 31.03.2016 08:35
    Highlight Highlight Vollkommen bescheuerter Trugschluss.

    Frankreich hat in besagten Ländern einen koloniale Vergangenheit - in umgekehrter Richtung sind überproportional(!) viele(!) Einwanderer aus diesen Ländern nach Frankreich eingewandert. Interessanter weise - das kann man auch in der West-Schweiz gut erleben - dehnte sich dieses Einwanderung auch auf andere frankophone Länder in Europa aus. Letztlich wurde auf allen Seiten massiv bei der Integration versagt. In Frankreich deutlich mehr als in Deutschland, in Deutschland deutlich mehr als in der Schweiz .. etc
    • Rabbi Jussuf 20.07.2016 14:41
      Highlight Highlight gut beobachtet!
      Ein weiterer Grund könnte auch darin liegen, dass die koloniale Bildung relativ hochstehend war und darum das Französisch sich nachhaltig eingeprägt hat. Daher die vielen Einwanderer aus diesen Ländern.
      Alleine der Kolonialismus ist kaum ein Grund, da die ausgewanderten Gruppen in direkter Folge davon, heute nicht von sich reden machen als Radikale. (z.B. Harki)
  • Herbert Anneler 31.03.2016 08:30
    Highlight Highlight Das entscheidende Kriterium scheint mir, dass es sich mit Algerien etc. um jene arabischen Staaten handelt, die sprachlich UND geografisch am nächsten bei der Schnittstelle von Westen und Islam liegen, also auch unter den grössten interkulturellen Spannungen und Widersprüchen leben. Zudem hat es Europa verpasst, in der Aufklärung den erwähnten afrikanischen Staaten - ehemalige Kolonien! - die Menschenrechte zu gewähren, was die Spannungen nur noch verschärft. An der Schnittstelle der Kulturkreise sind junge Menschen kulturell und geistig besonders heimatlos - offene Türen für Radikalisierung.
    • Herbert Anneler 31.03.2016 09:06
      Highlight Highlight Nachtrag Anneler: Und vergessen wir die Wirkung des Front National nicht, welcher die Maghrebiner als children of a lesser god abstempelt und ihnen noch mehr das Gefühl der Zweitklassigkeit vermittelt und sie demütigt. Dies ist keine Entschuldigung für den Terror, aber vielleicht ein Mosaiksteinchen zu seiner Erklärung - die Rechten als Hetzer und Anstachler, als Brandbeschleuniger.
    • Rabbi Jussuf 20.07.2016 14:45
      Highlight Highlight Der Front National ist vielmehr eine Reaktion auf die Radikalisierung.
      "Maghrebiner als children of a lesser god abstempelt "
      Das ist der Grundtenor des Islam auf die Christen und Juden, lange bevor es den FN je gab. Wenn Der FN das auch macht, dann ist es eine Reaktion darauf.
  • Thomas Binder 31.03.2016 05:33
    Highlight Highlight Flare talking - entscheidend ist, wer Daesh erschaffen hatte und diese und deren Schläfer in jedem Staat kontrolliert mit dem Ziel, die Welt zu kontrollieren.

    Dieser Satz in einem scheinbar unbedeutenden, in Wahrheit einem der bedeutendsten Stücke überhaupt in der Washington Post sagt schon fast alles:

    'In a cable, interrogators said Najjar was willing to do WHATEVER the CIA asked.'

    https://www.washingtonpost.com/world/national-security/two-tunisians-grilled-at-cia-black-site-in-afghanistan-are-secretly-flown-home/2015/06/26/88e908dc-1c0a-11e5-ab92-c75ae6ab94b5_story.html
  • Domino 30.03.2016 23:46
    Highlight Highlight Ich sehe da andere offensichtliche gemeinsamkeiten:
    1. Alle haben den Koran gelesen
    2. alle gehören derselben Religion an.
    3. alle wurden von Geistlichen (Imanen) radikalisiert.
    4. alle haben Mohammed als Vorbild und eifern seinen Taten nach.
    5. alle verabscheuen westliche Rechtssysteme und wollen die Scharia.
    • Maett 31.03.2016 00:46
      Highlight Highlight @Domino: Punkt 1 und 3 trifft wahrscheinlich nicht auf alle zu, und ich denke dass die Studie über die offensichtliche Punkte hinaus gehen wollte, was ihr ja auch gelungen ist.
    • URSS 31.03.2016 08:40
      Highlight Highlight Ich sehe das anders. Meistens sind es junge Leute . Da spielt Abenteuer und " dazugehören" eine Rolle .Ältere lassen sich eher nicht vor den
      " Jihadkarren" spannen.
      Die Argumente für den DAESCH werden genährt von der Mär " Wir die Umma gegen den Rest der Welt "und wir verfolgten Muslime werden überall bedrängt und jetzt wehren wir uns gegen diese Ungerechtigkeit.
  • NikolaiZH 30.03.2016 22:09
    Highlight Highlight die beiden Vorlesungsreihen Forschungsmethoden und Testtheorie haben die Studienleiter wohl geschwänzt
  • Olf 30.03.2016 22:02
    Highlight Highlight Und alle von ihnen haben gesagt dass das Kleid blau ist.
  • christianlaurin 30.03.2016 21:06
    Highlight Highlight Was für ein absolutes BLÖDSINN! Nehmen wir mal Belgien als Beispiel. Ein Land mit zwei sprachen. Eins ist davon Francophone. Das würde bedeuten das Kanada eine Hochburg von Islamisten ist, oder im Detail Quebec.

    Aber Quebec ist keine Hochburg, auch wenn Quebec sehr starke Anti-Islam und Anti-Anglo Tendenzen hat. Wie man sagt: "Correlation does not imply causation"
    • giguu 30.03.2016 21:53
      Highlight Highlight hinzu kommt, dass es in belgien eine christdemokratische partei gibt...

      ...weiter ist anzumerken, dass in tunesien nach der revolution "gemässigte" islamisten regiert haben und während dieser zeit die meisten tunesier zum IS gestossen sind. frankophonie und laizismus haben aus meiner sicht nichts damit zu tun.

      wer hat die studie gesponsert? der vatikan? :)
    • christianlaurin 31.03.2016 15:57
      Highlight Highlight @E Edward Grey: In Quebec ist es auch hochgradig laizistisch. Meine Frau ist von dort, ich habe dort gelebt, und ich kenne die Quebecois! Sie müssen mal googlen Quebec Charter of Values von der PQ.
  • Hanspeter Schmid 30.03.2016 20:51
    Highlight Highlight Ich finde das hochinteressant: es deckt sich sehr genau mit den Thesen, welche der in Frankreich lebende marokkanische Schriftsteller Tahar Ben Jelloun 2015 im Buch "Der Islam der uns Angst macht" (Cet Islam qui fait peur) aufgestellt hat.

    Er zieht ohne Aktenstudium fast die gleichen Schlüsse wie Brookings, rechnet allerdings auch mit der verkorksten Irak/Öl-Politik der USA ab.
  • Piwi 30.03.2016 20:37
    Highlight Highlight Die Romandie abzuspalten bringt leider auch nichts, durch den Französischunterricht sind wir schon alle latent radikalisiert. Die Schweiz, ein Land tickender Zeitbomben...
    • Hierundjetzt 30.03.2016 20:41
      Highlight Highlight Denkst Du eigentlich etwas bevor du schreibst?

      Was soll das?

      Espèce de...
    • Sheez Gagoo 30.03.2016 21:09
      Highlight Highlight Lieber Hierundjetzt,

      Chill

      Liebe Grüsse,

      Dein

      Sheez Gagoo
    • Sheez Gagoo 30.03.2016 21:12
      Highlight Highlight Lieber Piwi,

      Du wirst wohl missverstanden.
      Musst wohl Emojis verwenden. Da hypern schon welche.

      Gruss
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kookaburra 30.03.2016 19:58
    Highlight Highlight Seien wir doch ehrlich: Das sind einfach Arschlöcher. Es wäre sicher unfair, Ursachen nach Sprache, Nationalität, Religion oder Abstammung zu werten. :)
  • Bonifatius 30.03.2016 19:43
    Highlight Highlight Nicht rätselhaft; Die Migranten frankophoner Länder teilen ja nicht nur dieselbe Sprache, sondern auch ähnliche Schicksale in Punkto Zukunftsperspektiven (Faktor Jugendarbeitslosigkeit) und koloniale Vergangenheit (Faktor mögl. verstärkte Identitätskrise in der Adoleszenz). Die religiösen Inhalte sind dann zweitrangig, entscheidender ist die (scheinbare) Zusammengehörigkeit im IS! Die Unterdrückung der (islamischen) öffentlichen Religion kann durchaus solche Krisen noch verstärken, da fundamentale "Einrichtungen" als Zufluchtsort aufgesucht werden (u.a. auch Internet)...
  • Ell 30.03.2016 19:27
    Highlight Highlight Daten braucht es gewöhnlich zum belegen was nicht heisst, dass man die Realität nicht auch ohne sehen kann. Franzosen und Belgier begehen Atentate und die Schuld sucht man ausschliesslich beim IS, der dankbar die Ernte als Nährboden für ihre Ideologie einholt, die ursprünglich von der eigenen politischen Saat stammt.
  • lvsc. 30.03.2016 19:19
    Highlight Highlight ui wau. was für ein rätselhaftes muster.
  • kobber 30.03.2016 19:10
    Highlight Highlight Ist eine steile These, dass Laizismus zur Radikalisierung von Gläubigen (Muslims) führen soll. Ich denke, da wurde wieder mal Korrelation und Kausalität verwechselt. Ich glaube eher, dass es etwas mit dem in Frankreich stark verwurzelten Klassensystem zu tun hat, das es auch gebildeten Leuten aus der Unterschicht praktisch unmöglich macht, sozial aufzusteigen. IS ist für mich kein religiöses Phänomen, sondern eher ein soziales, indem eine kriminelle Organisation unter religiösen Vorwänden Kämpfer rekrutiert und ihnen eine schöne Zukunft verspricht.
    • Charlie Brown 30.03.2016 19:43
      Highlight Highlight @kobber: Und was bringt dich zur Erkenntnis, dass deine These näher an Kausalität ist als jene der Forscher? Dein Glaube?
    • Aristoteles 30.03.2016 21:07
      Highlight Highlight @kobber Ich kann Ihnen weitgehend zustimmen, nur machen Sie auch wieder Kausalität draus. Der IS ist sowohl ein religiöses als auch ein soziales Phänomen/Problem. Dass Frankreichs Sozialstaat versagt hat ist altbekannt, rechtfertigt aber nichts (haben Sie nicht gesagt, ich weiss). Um sich im Glauben zu radikalisieren muss die Religion eine geeignete Grundlage schaffen. Dem ist so.
    • kobber 30.03.2016 21:10
      Highlight Highlight @Charlie Brown: Nein, nicht mein Glaube, sondern meine Beobachtung der franz. Gesellschaftund Wirtschaft einerseits. Und andererseits das Wissen, dass prakt. nur Kleinkriminelle und andere Looser ohne Perspektive (neben einigen Abenteurern) sich dem IS anschliessen. Weiter fällt mir auf, dass viele erst kurze Zeit bevor sie zum IS gehen wirklich zum "richitigen" Glauben gefunden haben. Wenige von denen scheinen mir tief gläubig, sondern die Religiosität eher aufgesetzt. Oder siehst du das anders?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Slant 30.03.2016 19:04
    Highlight Highlight Französischer Kolonialismus lässt grüssen
    Benutzer Bild
    • pamayer 30.03.2016 20:51
      Highlight Highlight das denke ich even auch. Die franzosen ware äusserst brutale kolonialherren. nordafrikaner leben in frankreich meist in ghettoartigen banlieus, was nicht gerade integrierend wirkt.
      dieser tatsache trägt die auswertung keine rechnung. warum wohl?
    • Andi Amo 30.03.2016 22:37
      Highlight Highlight Frankreichs Kolonialzeiten sind (weitestgehend) vorbei. Die ehemals unterworfenen Ländern sind heute praktisch alle unabhängig und für sich selbst verantwortlich.

      Wenn man endlich mal zu Ende denken würde, sollte man sich grundlegend fragen, was denn überhaupt so viele Nordafrikaner in Frankreich verloren haben, wenn es ihnen doch so schlecht geht und offensichtlich nicht mal Bedarf nach solchen Arbeitskräften besteht? Wann wird endlich diskutiert, wen man in ein Land lässt, aus welchen Gründen und wer für diese Menschen zuständig ist, wenn sie in die Sozialhilfe abrutschen...
    • Beobachter24 31.03.2016 00:19
      Highlight Highlight Die aus dem Geschichtsbuch mehr oder minder bekannten "Kolonialzeiten" der Grande Nation sind vorbei, aber Frankreich war und ist auch im 21. Jahrhundert einer der aktiveren "Player" im nah- und mittelöstlichen Ressourcen-Roulette.
      Man war im Irak mit dabei, hat Lybien zerbombt, war beteiligt am Raub des lybischen Staatsschatzes und ist naturellement bei den syrischen Planspielen mit dabei (http://goo.gl/84CRTK).
  • philosophund 30.03.2016 18:49
    Highlight Highlight Es bedarf keines Verbots, sondern nur Aufklärung. Da liegt das Problem.
    • Andi Amo 30.03.2016 22:42
      Highlight Highlight Dumme Menschen sind seit je her anfällig für Ideologien und krude Weltbilder. Ab einer gewissen Stufe der ideologischen Verblendung nützt dann auch keine Aufklärung mehr, da ist die Totzreaktion bereits zu gross.

      Dass es solche dummen Menschen immer geben wird, die sich ideologisch verblenden lassen, müssen wir einfach akzeptieren und darauf Rezepte finden, wie wir als Gesellschaft mit ihnen umgehen - bevor sie auf irgendwelche kranke Ideen kommen.
  • jamal_ch 30.03.2016 18:48
    Highlight Highlight Ich finde solche Aussagen sehr gefährlich. Man darf meiner Meinung nach NIE vergessen, dass die Korrelation nicht mit der Kausalität gleichzusetzen ist!
    • Charlie Brown 30.03.2016 19:42
      Highlight Highlight @jamal: Das werden die Forscher nicht vergessen haben. Ich glaube fast, die kennen sich mit dem Thema fast so gut aus wie du ;-)
    • Hierundjetzt 30.03.2016 20:34
      Highlight Highlight Lebensläufe und Frankophonie korrelieren.
      Französische IS Atentäter ist Kausal (das war jetzt böse)
    • jamal_ch 31.03.2016 12:42
      Highlight Highlight @CharlieBrown, das nehme ich mal schwer an, dass die Forscher das nicht vergessen haben. Heikel wird es dann, wenn solche Aussagen unter Personen gebracht werden, die sich dieser Tatsache nicht bewusst sind..
  • Wilhelm Dingo 30.03.2016 18:43
    Highlight Highlight Hochinteressante Untersuchung! Ich bin eigentlich ein Verfechter von religionsfreien Schulen, das ist offenbar ein Irrweg.
    • pun 30.03.2016 20:43
      Highlight Highlight Nein, die Stossrichtung stimmt! Religionsfrei aber nicht im Sinne von ausschliessend oder unterdrückend, sondern als freier Austausch und Vergleich, ohne eine Meinung mehr gewichten zu wollen. Vor allem ohne Verbote, sondern flexiblem Auslegen der Gesetze. Z.B. für den Schwimmunterricht halt einfach Burkinis verlangen, wenn mal wieder eine von tausend Familien spinnt und die Schulpflicht umgehen will.
    • Wilhelm Dingo 31.03.2016 06:22
      Highlight Highlight @pun: ja, so sehe ich das auch in etwa.
    • pun 31.03.2016 08:45
      Highlight Highlight Trennung von Religion und Staat natürlich, aber eben nicht wie in Frankreich über Repression, sondern über Koexistenz. Mit Flexibilität von Gesetzen meine ich nicht, den Grund für das Gesetz ausser Kraft zu setzen, sondern schauen wie für beide Seiten akzeptable Resultat erzielt werden können, wenn es sich nicht um grobe Straftaten handelt. Also die Pflicht, den Schimmunterricht zu besuchen durchsetzen, aber halt Burkinis zulassen und nicht herumzuweinen, dass deshalb jetzt die Islamisierung eintritt oder das unhygienisch sei (das sind Schulschwimmbecken so oder so!).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kibar Feyzo 30.03.2016 18:38
    Highlight Highlight Liebe Amis, warum in die Ferne schweifen, wenn die Antwort liegt so nah?
  • strudel 30.03.2016 18:32
    Highlight Highlight signifikante korrelation bedeutet erstmal gar nichts. Der Konsum von wasser und dschihad ja/nein als variable ergeben ziemlich sicher auch eine sig. korrelation. Schlussendlich ist die Frage macht es sinn? Denn korrelieren lassen man so ziemlich alles.
    Interessanter wäre der einfluss von verfehltem sozialwesen, bestehen von parallelgesellschaften, anteil an musl. bewohnern (immigranten?), zukunftsperspektiven für jugendliche etc.
  • Luca Brasi 30.03.2016 18:31
    Highlight Highlight Vielleicht liegt es ja auch an der kolonialen Vergangenheit? In Afrika werfen ja vor allem die von Frankreich besetzten ehemaligen Kolonien den hinterlassenen Strukturen der Franzosen vor, dass sie im Vergleich zu den ehemaligen britischen Kolonien wirtschaftlich hinterherhinken. Zudem haben sich Frankreich mit dem Algerienkrieg und Belgien mit seiner rigiden Politik im heutigen DR Kongo auch nicht wirklich beliebt gemacht. Ist natürlich nur ein Teil einer Erklärung. Man könnte auch noch mit "clash of civilizations"-Thesen, etc. kommen.
    • pamayer 30.03.2016 20:54
      Highlight Highlight habe ich weiter oben auch schon bestätigt: die Kolonialgeschichte ist noch nucht soooo lange her. die auswirkungen spüren die betroffenen heute noch.
      das wirkt leider nach...
    • Luca Brasi 30.03.2016 21:48
      Highlight Highlight Kann mich den Ausführungen nur anschließen. Zudem wird der Islam als Antithese zum westlichen Lebensstil stilisiert und darum auch bei einigen Gruppierungen in radikaler Form ausgelebt.
    • Andi Amo 30.03.2016 22:53
      Highlight Highlight @Zuagroasta
      'Wir' Europäer haben in der von Ihnen genannten Gesamtheit definitiv nicht unseren Teil dazu beigetragen. Wennschon waren das einzelne explizite Länder, und genauer gesagt, deren Aussenpolitik. Aber definitiv nicht WIR Europäer.

      Hört mal auf mit diesen Verallgemeinerungen! Genauso wenig gibt es übrigens DEN Westen. Als ob jetzt plötzlich alle westlichen Staaten das ausbaden müssten, was seit Jahren Staaten wie USA, GB oder Frankreich im nahen Osten verkackt haben...neben diversen anderen Staaten von dort unten übrigens auch...
      So argumentieren in letzter Zeit immer mehr...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kookaburra 30.03.2016 18:31
    Highlight Highlight Komisch ist auch, dass es die Dummen sind, und nicht die Psychopathen, die Terroristen werden. Welcher Prärgung auch immer.
    Interessant fände ich auch, wieviele denn vorher schon Muslime waren und wieviele Konfitüriten sind. Und wieso wir sie wieder aufnehmen, wenn sie zurückkommen.
    • bokl 30.03.2016 20:27
      Highlight Highlight Abgesehen davon, dass sich selbst in die Luft sprengen eine dumme Idee ist, greift die These von den Dummen als Teroristen nicht wirklich. Auch wenn die Behörden geschlampt haben, es braucht schon etwas Vorbereitung und Planung für einen Terroranschlag.
      Natürlich wurden Fehler gemacht, aber der "Gegner" ist eben nicht dumm.
    • NicolasFlammel 30.03.2016 22:25
      Highlight Highlight Ja genau, die Dummen sprengen sich in die Luft und die Psychopathen helfen ihnen dabei und erzählen uns dann später, dass wir den Überwachungsstaat ausbauen müssen!
    • Andi Amo 30.03.2016 23:01
      Highlight Highlight @bokl
      Es bedarf wohl nicht wahnsinnig viel Grips und Planung, sich auf dem Schwarzmarkt (zu dem man als Kleinkrimineller, welche die meisten Terroristen zu Beginn sind, wohl eh schon Berührungspunkte hat..) ein Gewehr zu besorgen und dann unbewaffnete Konzertbesucher zu erschiessen...

      Meiner Meinung nach sind die meisten der Daesh-Terroristen - bis auf wenige einzelne, die meist das organisatorische übernehmen - strunzdumme Arschlöcher (ich liebe übrigens watson, dass ich das so hier schreiben darf!), die es sonst im Leben zu genau nichts gebracht haben! Versager, die noch zu Abschaum werden.
  • Yelina 30.03.2016 18:23
    Highlight Highlight Wie war das, nur weil etwas statistisch wahrscheinlich erscheint, muss keine Korrelation bestehen? Ab welcher Menge von Datensätzen lässt sich wirklich ein Zusammenhang erkennen? Vielleicht hatten auch alle dieser IS-Kämpfer eine Katze? 😉
    • Matrixx 30.03.2016 19:43
      Highlight Highlight Dass alle IS-Kämpfer Brot essen oder assen scheint mir hier logischer, als dass sie alle Katzen haben .
  • Ehringer 30.03.2016 18:14
    Highlight Highlight Ist vor allem ein spannender Aspekt, wenn man den Blick etwas in die Zukunft schweifen lässt und an ein drohendes Verhüllungsverbot denkt. Hätte ja theoretisch einen ähnlichen Effekt. Die SVP als Vorreiter für eine verschärfte islamische Radikalisierung ist doch ein sehr interessanter Gesichtspunkt.
    • Linus Luchs 30.03.2016 21:51
      Highlight Highlight Druck erzeugt Gegendruck. Das ist quasi ein Naturgesetz. In diesem Sinne fördern die svp, der Front National, Pegida etc. sehr wohl die Radikalisierung ihrer "Feinde". Die einen Radikalen verbieten Minarette und zünden Flüchtlingsheime an, die anderen Radikalen greifen zur Kalaschnikow oder zum Sprengstoffgürtel. Natürlich erklärt das nicht die Ursache der ganzen Misere. Aber das Naturgesetz "Druck erzeugt Gegendruck" bleibt totsicher wirksam.
    • Maett 31.03.2016 00:56
      Highlight Highlight @Linus Luchs: das fängt aber weiter vorne an, falls so was von der SVP mal national kommen sollte, ist es auch nur Gegendruck zu einer nicht willkommenen teilweisen kulturellen Wandlung. Das mag auch wieder Gegendruck von anderswo erzeugen (z.B. Radikalisierung), dann wieder die Gegenseite (Sicherheitskräfte), etc.

      Wieso es radikal ist Minarette zu verbieten (damit wären also >50% der Bevölkerung radikal) verstehe ich nicht, Kirchtürme und Minarette markieren Präsenz und Macht. In einem christlichen Land sollen das nur Kirchtürme dürfen, also ist das ganz OK so, umgekehrt läuft's ja gleich.
    • Linus Luchs 31.03.2016 09:01
      Highlight Highlight Maett, 1., wo sich Kultur nicht mehr wandeln darf, herrscht ein totalitäres System. Was geschützt werden muss, sind unsere Grundrechte, die aus der Aufklärung hervorgegangen sind.
      2. Das Minarettverbot widerspricht Grundprinzipien der schweizerischen Bundesverfassung und der Europäischen Menschenrechtskonvention. Die Mehrheit der Stimmbürger hat einer radikalen Initiative zugestimmt, die gar nie zur Abstimmung hätte kommen dürfen.
      3. Die Schweiz ist kein christliches Land, sondern ein säkularisierter, moderner Rechtsstaat, in dem Glaubensfreiheit gilt und Minderheiten geschützt werden.

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