International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hasskriminalität steigt nach Brexit-Votum in Grossbritannien signifikant

15.02.17, 12:40 15.02.17, 12:51


Grossbritannien verzeichnet seit dem Brexit-Votum einen bislang beispiellosen Anstieg von Hasskriminalität. Das bestätigten Zahlen, die von der Nachrichtenagentur PA zusammengetragen wurden. Im Durchschnitt wuchs die Zahl der Hass-Straftaten in den drei Monaten nach dem Referendum im Vergleich zum vorangegangenen Quartal landesweit um 27 Prozent. Nur vier von insgesamt 44 Polizeipräsidien verzeichneten einen leichten Rückgang von Hasskriminalität nach dem Brexit-Votum.

«Es ist eindeutig, dass eine kleine Minderheit der Bevölkerung, das Brexit-Votum ausgenutzt hat, um unentschuldbaren Rassismus und Vorurteile zu rechtfertigen»

EHRC-Vorsitzende David Isaac

Demnach registrierten drei Viertel der Polizeipräsidien in England und Wales nach dem Brexit-Votum die höchste Zahl an Straftaten, die aus Hass begangen wurden, in einem Quartal – seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2012. Dazu gezählt werden körperliche Übergriffe, Belästigung, Einschüchterung und Sachbeschädigung aus rassistisch motiviertem Hass oder aus Hass gegen religiöse Gruppen.

Die britische Kommission für Gleichheit und Menschenrechte EHRC sieht einen Zusammenhang mit dem Ergebnis des Referendums. «Es ist eindeutig, dass eine kleine Minderheit der Bevölkerung, das Brexit-Votum ausgenutzt hat, um unentschuldbaren Rassismus und Vorurteile zu rechtfertigen», sagte der EHRC-Vorsitzende David Isaac PA zufolge. (whr/sda/dpa)

Demonstration gegen den Brexit

Das könnte dich auch interessieren:

Fluchthelferin (72): «Ich nehme die Strafe absolut in Kauf»

Babys an der Macht

Frauen, die sich trennen, sind keine Opfer – verdammt!

Lo & Leduc geben Geheimkonzert auf der kleinen Bühne – und der Gurten dreht durch

Belauscht: Männer über «Bitches», «Brüste» und MDMA-Bowlen

40 Jugendliche wegen Serie «13 Reasons Why» in psychiatrischen Notfall eingeliefert

Plötzlich Frieden in Eritrea: «Bei den Flüchtlingen wird es nun knallhart ums Geld gehen»

Kaum ein Land hat weniger als die Schweiz – der grosse Sommerferien-Report

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andersen 16.02.2017 21:49
    Highlight Vor 60 Jahren beschloss die Grossmächten, dass sie keinen Krieg mehr führen wollte, der Idee wurde geboren: Wir gründen ein Wirtschaftsunion, damit niemand mehr ein Motiv haben, Krieg gegeneinander zu führen, sonst lässt man die wilden los. Wir sagen dann nicht: Deutschland first oder Frankreich first u.s.w. Also von Anfang ein politisches Gebilde. Während der Leave-Kampagne in England wurde Menschen (EU-Bürger) auf den Weg zur Arbeit angegriffen, obwohl die Engländer die Grenze selber geöffnet haben, darum kann es erst nur verhandelt werden, nach der Austritt von England.
    0 0 Melden
  • 3fuss 15.02.2017 13:12
    Highlight Früher hiess der Teufel Lucifer, oder Beelzebub, heute heisst er eben Brexit.
    6 29 Melden
    • Fabio74 15.02.2017 14:21
      Highlight Nein er heisst Hass. Gepredigt von Männern, die Sündenböcke brauchen für alles, was nicht gut läuft
      9 6 Melden
    • Waedliman 15.02.2017 15:16
      Highlight Nein, der Teufel heisst Mensch. Und wenn man ihm ermöglicht, sich frei von allen Vorgaben und moralischen Instanzen zu äussern, kommen eben bei manchen genau die Dinge zum Vorschein, die bis dahin unterdrückt wurden. Das hat nix mit Brexit zu tun. Man stelle sich vor, was in Frankreich passiert, wenn Le Pen die Wahl gewänne.
      11 2 Melden

Aktivisten in London lassen Trump-Baby abheben 

Donald Trump als Riesenbaby – den Vergleich zieht man ja gerne mal. Deshalb hatten einige Aktivisten eine doch sehr brittische Idee: Wenn der US-amerikanische Präsident am 13. Juli London besucht, werden sie einen 6-Meter-hohen, aufblasbaren Baby-Trump in die Lüfte steigen lassen.

Der ursprüngliche Plan, das Ballonbaby nur in die Luft steigen zu lassen, ist inzwischen grösser geworden: Dank zahlreicher Spenden kann das Trump-Baby nur auf Weltreise gehen. Die Aktivisten schrieben:

Die Weltreise …

Artikel lesen