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Blick über eine Gracht in Amsterdam. Bild: wikimedia.org

Amsterdam will Tourismus im Interesse der Einwohner einschränken



Die Stadt Amsterdam will künftig den Tourismus im Interesse ihrer Einwohner einschränken. Das geht aus einem Plan der neu gewählten Stadtregierung für ein «neues Gleichgewicht» hervor.

Zwar müsse der Fremdenverkehr als Teil von Amsterdams «internationaler Kultur» hochgehalten werden, heisst es in dem Plan, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Doch gelte es zu verhindern, dass der Tourismus zu Lasten der Einheimischen gehe.

Amsterdam erlebt seit Jahren einen Touristenboom. Für die Stadtregierung ist Amsterdam aber in erster Linie eine Stadt, «um dort zu leben und zu arbeiten». Der Tourismus komme erst an zweiter Stelle.

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Amsterdam wird jährlich von etwa 18 Millionen Touristen besucht. Bild: wikimedia.org

Vermietungen und Hotelzimmer sollen begrenzt werden

Deshalb sollen Kurzzeitvermietungen eingeschränkt werden, um zu verhindern, dass immer mehr Wohnraum in Ferienappartments umgewandelt wird. Ab kommendem Jahr soll überdies die Gästetaxe erhöht und nach Mitteln gesucht werden, die Zahl der Hotelzimmer zu begrenzen. Überdacht werden könnte auch das Projekt eines neuen Terminals für grosse Kreuzfahrtschiffe im Amsterdamer Hafen.

Die niederländische Hauptstadt mit ihren malerischen Grachten, ihren weltberühmten Museen und den beliebten Coffee Shops besuchen jährlich etwa 18 Millionen Touristen. Das sind mehr als die gesamte Bevölkerung der Niederlande. Von Partytouristen verursachter Lärm und Müll nerven viele Amsterdamer.

Bereits im Januar kündigte die Stadt an, dass ab 2019 private Zimmer nur noch an 30 Tagen im Jahr über das Internet-Vermittlungsportal Airbnb vermietet werden dürfen. (sda/afp)

Hier sind Europas Hotels am teuersten

Venezianer wehren sich gegen den Tourismus

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Video: srf

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 18.05.2018 09:49
    Highlight Highlight Wer zwischen Mai und September in eine europäische Metropole reist, wird überall dasselbe erleben: Horden von Touristen belagern jeden interessant scheinenden Punkt, Restaurants und Museen sind überfüllt, öffentliche Verkehrsmittel werden überrannt. Das ist nicht nur ein Phänomen in Amsterdam. Die Stadt hat sich allerdings selbst ein Image geschaffen, das sie nun zurechtrücken sollte: Ein Kifferparadies mit Sex an jeder Ecke. Und genau das lockt einen nicht unbedeutenden Teil vor allem jüngerer Touris aus Nordamerika an.
    0 0 Melden
  • me myself 18.05.2018 09:05
    Highlight Highlight Absolut verständlich! Mit steigendem Wohlstand auf der Welt und billigen flügen, wird es nicht besser werden. Aber wer kann schon urteilen? Reise selbst gerne. Viele Städte sind aber mitterlweile nur noch Museen. Siehe Florenz oder Venedig...... Es gibt einfach zu viele Menschen auf dieser Welt.
    1 0 Melden
  • lilie 18.05.2018 07:56
    Highlight Highlight Verständlich. Dieses Problem dürfte an vielen beliebten Touristendestinationen auftreten.

    Ausserdem finde ich, dass man auch als TouristIn mehr von einer Stadt hat, in der nicht nur Touristen rumrennen und alles auf den Tourismus ausgerichtet ist, sondern wo tatsächlich ganz normal gelebt und gearbeitet wird.

    Wenn die riesigen Touristenströme nicht sinnvoll begrenzt werden, verkommt eine Stadt wie Amsterdam irgendwann zu einer Art Museum seiner selbst. Das wäre schade!
    8 0 Melden
  • mikel 18.05.2018 03:22
    Highlight Highlight Warum schaffen es die Holländer im Gegensatz zu uns, erst an ihr Wohlbefinden zu denken und erst in zweiter Linie an Geld? Wow! Da werd ich gleich meinen nächsten Urlaub verbringen!...
    8 4 Melden
  • Barracuda 17.05.2018 23:32
    Highlight Highlight So langsam zeigt sich deutlich, wie wenig nachhaltig AirBnB ist und welche massiven Nebenwirkungen dieses Modell mit sich bringt. Ausserdem hat AirBnB in der heutigen Form sowieso nichts mehr mit dem ursprünglichen Gedanken zu tun.
    6 2 Melden
    • Unbearable 18.05.2018 08:21
      Highlight Highlight Grösster Vorteil an Airbnb ist, dass man nicht in langweiligen Hotelzimmern übernachten muss sondern Unterkünfte mit Charme hat. Deswegen nutze ih Airbnb auch rege.
      Bin jedoch froh über die Regulierung und würde mich auch über Preiserhöhungen nicht beklagen.
      2 2 Melden

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