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04.06.2018, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (r, CDU) und Benjamin Netanjahu, Ministerpraesident von Israel, aeussern sich in einer gemeinsamen Pressekonferenz nach ihrem Gespraech im Bundeskanzleramt. (KEYSTONE/dpa/Michael Kappeler)

Steht wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Bild: dpa

Netanjahu will in Korruptionsfällen Konfrontation mit Kronzeugen



Der wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck stehende israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Konfrontation mit den Kronzeugen gefordert. Diese solle live im Fernsehen übertragen werden, sagte er am Montagabend im israelischen Fernsehen.

Er habe bereits zwei Mal eine Konfrontation mit den Kronzeugen gefordert, dies sei aber abgelehnt worden.

Die Polizei hat in drei Fällen empfohlen, Anklage gegen Netanjahu zu erheben. Er wird verdächtigt, von befreundeten Milliardären teure Geschenke angenommen zu haben. Einem kritischen Zeitungsverleger soll er angeboten haben, im Gegenzug für positive Berichterstattung dessen Konkurrenzblatt zu schwächen.

Auch dem Telekom-Riesen Bezeq soll Netanjahu in seiner Zeit als Kommunikationsminister im Gegenzug für positive Berichterstattung in einem zum Konzern gehörenden Medium Vorteile gewährt haben. Netanjahu streitet alle Vorwürfe ab und spricht von einer «Hexenjagd» auf ihn. Aktuell muss die Staatsanwaltschaft über eine Anklage entscheiden.

In Israel finden am 9. April vorgezogene Wahlen statt. Regulär sollte erst im November 2019 gewählt werden. Netanjahus Koalition war jedoch zuletzt immer stärker unter Druck geraten und regierte nur noch mit einer hauchdünnen Mehrheit. Ende Dezember hatte Netanjahu die Entscheidung seiner rechts-religiösen Koalition für eine vorzeitige Neuwahl bestätigt. (sda/dpa)

Die Lage ist so schlimm wie seit vier Jahren nicht mehr

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Video: srf

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dirk Leinher 08.01.2019 08:18
    Highlight Highlight Netanjahu hat Israel in eine gefährliche Sackgasse manövriert. Alles wurde mit einer extrem aggressiven Eskalationspolitik angegangen. Ein Regieungswechsel könnte neue Handlungsspielräume eröffnen.
  • Lisaleh 08.01.2019 06:28
    Highlight Highlight Bibis Interview war ein Witz gestern. Es wurde mitgeteilt, dass er ein dramatisches Interview geben wird. Sprich alle TV-Sender berichteten schon 2h vorher darüber. Dann zur Prime-Time wiederholte er nur das was er sonst auch immer sagt. Die TV-Sender haben die Übertragung abgebrochen, da es nichts Neues war. Es wurde so interpretiert, dass dies zeigt, dass da wirklich jemand Angst hat vor den Anschuldigen. Ich hoffe er wird nicht nochmal Premierminister, es wird Zeit für wen Neues.
  • Clife 07.01.2019 23:40
    Highlight Highlight Da geht doch bloss ein korrupter Typ weg und ein neuer korrupter Typ kommt ins Amt...ist wie Italien

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