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Ob Italiens Innenminister etwas gegen Roma und Sinti hat? Ja



Der italienische Innenminister Matteo Salvini will die in Italien lebenden Sinti und Roma zählen lassen. Um ein Bild der Situation zu bekommen, müsse man «wieder das tun, was früher Zählung genannt wurde», sagte der Chef der fremdenfeindlichen Lega und Vize-Regierungschef am Montag.

Italian Interior Minister Matteo Salvini, center, attends a local election rally in Cinisello Balsamo, near Milan, Italy, Sunday, June 17, 2018. Reports state that the 'Italian government will promote development initiatives in Africa, to stem immigration to Europe' Salvini said. (Matteo Bazzi/ANSA via AP)

Lega-Chef Matteo Salvini (m.). Bild: AP/ANSA

Die illegal im Land lebenden Sinti und Roma wolle er ausschaffen, so Salvini weiter, und fügte danach an: «Die italienischen Roma und Sinti müssen wir leider behalten.»

Die Äusserung (noch vor seiner Regierungszeit) lässt wenig Platz für Interpretationen:

Eine solche «Zählung» könnte auch «Personenregister» oder «Momentaufnahme» genannt werden, sagte Salvini laut italienischen Nachrichtenagenturen dem Fernsehsender Telelombardia.

Erinnerungen an die Nazis

Salvinis Aussage löste Empörung aus. Die Idee der Volkszählung einer Minderheit erinnert viele Menschen an NS-Verfolgungen. Während des Nationalsozialismus in Deutschland fielen neben den Juden auch Sinti und Roma dem Holocaust zum Opfer.

«Der Innenminister scheint nicht zu wissen, dass in Italien eine Zählung auf Basis einer Ethnie nicht erlaubt ist», zitierte die Nachrichtenagentur Ansa Carlo Stasolla, Präsident der Vereinigung Associazione 21 Luglio, die sich für die Rechte der Sinti und Roma einsetzt.

«La Repubblica» schrieb von «Schock», woraufhin Salvini twitterte: «Jemand spricht von »Schock«. Warum??? Ich denke auch an die armen Kinder, denen Diebstahl und Illegalität beigebracht wird.»

«Bella Ciao»: Bus-Passagiere trollen Salvini mit Partisanen-Song

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Video: YouTube/Italianamente

(sda/mlu)

Schnee in der Hauptstadt: Ganz Rom spielt verrückt

Video: srf

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