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Rechte erobern bei Kommunalwahl rote Hochburgen in Toskana

25.06.18, 11:42 25.06.18, 12:07


epa06772556 Legae party leader Matteo Salvini (L) speaks during his visit to a local market in Pisa, Tuscany region, Italy, 30 May 2018. Matteo Salvini said Wednesday that President Sergio Mattarella must set a date for new elections as soon as possible. 'This is my appeal: Sergio Mattarella give us a date for the vote and the Italian people will do justice for what has happened,' Salvini said in Pisa.  EPA/GIANNI NUCCI

Salvini in Pisa. Bild: EPA/ANSA

Bei Gemeindewahlen in Italien hat die rechtspopulistische Lega mit ihrem harten Kurs gegen Migranten selbst rote Hochburgen der Toskana erobert. In traditionell linken Städten wie Pisa, Siena und Massa warfen von der Lega unterstützte Mitte-Rechts-Kandidaten bei den Bürgermeister-Stichwahlen am Sonntag die Sozialdemokraten aus dem Rennen.

Das Ergebnis ist vor allem für Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini ein Erfolg. «Historischer Sieg der Lega in Kommunen, die seit Jahrzehnten von der Linken regiert wurden», twitterte Salvini am Montag. «Je mehr uns die Linke beleidigt, desto mehr belohnen uns die Bürger.»

In landesweiten Umfragen bekam die Lega zuletzt mit 29,2 Prozent den meisten Zuspruch. Bei der Wahl am 4. März hatte die Partei noch bei 17 Prozent gelegen. Damit überflügelt die Lega selbst die Fünf-Sterne-Bewegung, die bei der Wahl auf 32 Prozent gekommen war und nun laut Umfragen bei 29 Prozent liegt.

In Imola in der Emilia-Romagna, das seit Jahrzehnten von Mitte-Links regiert wurde, gewann nun bei der Bürgermeister-Stichwahl die Kandidatin der Fünf-Sterne-Bewegung. Auch in Avellino bei Neapel lösen die «Sterne» die Sozialdemokraten ab. (sda/dpa)

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 26.06.2018 09:24
    Highlight Die Linke in Deutschland hat soeben entschieden, ein grenzenloses Land für alle zu wollen. Wer solch einen Schwachsinn verbreitet, kann nicht damit rechnen ernstgenommen zu werden. Wer Fleischessern einen vegetarischen Tag zwangsverordnet, ebenfalls nicht. Das Belehrungsdilemma, in dem die Linke und die Grünen stecken, führt nicht zu Akzeptanz, sondern Kopfschütteln. Die Unfähigkeit bzw. der Unwillen, sachlich über wichtige Themen zu diskutieren, auf allen Seiten zu Politverdrossenheit, die dann von Stammtischpalaver und Emotionen aufgefangen wird. Siehe Italien, siehe AfD, siehe SVP...
    2 0 Melden
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 25.06.2018 16:19
    Highlight Italien bräuchte liberale Reformen. Diese werden von Sozialisten und den Rechten gleichermassen leider nicht gemacht.
    8 17 Melden
  • Bivio 25.06.2018 16:06
    Highlight Warum all die Blitze für die Komentare, welche versuchen den Wahlausgang zu analysieren. Was ist den der Grund für das Erstarken der Rechten und die Schwäche der Linken? Jeder Politologe bestätigt, dass das derzeitige Asylchaos in Europa die Rechten stärkt und die Linken oft keine Antwort darauf haben. Siehe Deutschland mit Die Linke vs. Wagenknecht.
    Die Rechten müssen nicht mal liefern, das Versagen und Nicht-Handeln der Anderen (Linke, trad. Parteien etc.) genügt für einen politischen Stimmungswechesel.
    25 7 Melden
  • Paul_Partisan 25.06.2018 14:27
    Highlight In Italien wurde aus der Geschichte nichts gelernt und es werden fröhlich Faschisten in öffentliche Ämter gewählt. Soweit nichts neues. Um so wichtiger ist der antifaschistische Widerstand. Viel Kraft und Mut den italienischen Genossen*Innnen, Resistenza!
    45 57 Melden
    • Froggr 25.06.2018 16:38
      Highlight Du musst den „Genossen“ keine Redistenz wünschen. Sie haben gewählt. Und so wie sie gewählt haben ists jetzt auch rausgekommen. Ich denke sie sind Zufrieden.
      18 4 Melden
  • karl_e 25.06.2018 12:24
    Highlight Die Sozialdemokraten scheitern an ihrer Ausländer- und Migrantenpolitik, ihrer Toleranz gegenüber islamistischen Auswüchsen (Kopftuch!), ihrem überspitzten Feminismus. Der Stammwählerschaft ist all das zuwider und sie wählt deshalb rechts oder gar nicht mehr. Das gilt für Italien, Deutschland, Frankreich etc. - und erst recht für die Schweiz.
    82 118 Melden
    • Platon 25.06.2018 14:50
      Highlight @karl_e
      Unbegrenzte Zuwanderung gibt es nicht, auch wenn man es tausend mal behauptet. Die Asylkosten verschlingen in der CH einen Bruchteil der Sozialausgaben, was die Polemik der Rechten ebenfalls widerlegt. Von mir aus kann man ja unzufrieden sein mit linker Migrationspolitik, aber wenn man die rechte Finanzpolitik betrachtet, sieht man wo die wahren gefahren lauern. Salvini will eine Flattax, die Milliarden für die Reichen bringt und nichts für die einfache Bevölkerung geschweigen denn für die Wirtschaft ganz allgemein. Da stecke ich viel lieber Milliarden in afrikanische Migranten!
      35 48 Melden
  • Angelo C. 25.06.2018 11:58
    Highlight Es ist logisch nachvollziehbar, dass selbst gutwillige und teils auch mittelinks Wähler nicht mehr bereit sind, unbegrenzte Zuwanderung von Migranten ins Land und in die Sozialsysteme zuungunsten der ansässigen Bevölkerung hinzunehmen. Dies gilt ganz besonders für Wirtschaftsmigranten welche in den Gastländern oft durch mangelnde Bildung eh keinerlei Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

    Und da die EU ganz offensichtlich zu keiner tragfähigen Lösung gelangt, Merkel mit ihren irrealen Vorstellungen immer mehr ins Abseits gerät, ist diese vermehrte politische Entwicklung absolut verständlich.
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