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Schriftsteller kritisierte die Mafia –  und könnte wegen Salvini grosse Probleme bekommen

22.06.2018, 14:5222.06.2018, 15:29

Der italienische Innenminister, Matteo Salvini, hat angedroht, den Personenschutz des Schriftstellers Roberto Saviano aufzuheben. Dieser hatte im Jahr 2006 das Buch «Gomorrha» über die Mafia in Nepal veröffentlicht und im Anschluss Todesdrohungen erhalten. In den Buch kritisiert er auch die rechten und fremdenfeindlichen Strömungen in Italien, zu denen Salvini selbst gehört.

In einem Facebook-Video bezeichnete der Autor den Innenminister Salvini, Chef der fremdenfeindlichen Lega-Partei, zudem als «Idioten» und sagte, er sei «glücklich» darüber, «einer seiner Feinde» zu sein.

Roberto Saviano schrieb das Buch «Gomorrha».
Roberto Saviano schrieb das Buch «Gomorrha».Bild: EPA/ANSA

Salvini sagte gegenüber «Rai Tre» am Donnerstagmorgen, dass man evaluieren müsse, wie Italien sein Geld ausgibt. Ausserdem sagte er, dass Saviano viel Zeit im Ausland verbringe und stellte die Ernsthaftigkeit der Bedrohung in Frage.

Das Internet reagiert mit Wut:

Andere haben bereits Ideen:

(doz/sda/afp)

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Walter Sahli
22.06.2018 15:30registriert März 2014
Im Westen wird das Diffamieren, Bedrohen und Einsperren von Politikerkritikern immer beliebter, s. Türkei, USA, Italien...

Ich frage mich, was es eigentlich noch braucht, damit die Wähler begreifen, dass Macht korrumpiert, sie nie gut ist für das Ego und sie deswegen immer auf vielen Schultern verteilt werden muss.
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