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Auf der Quittung hinterliess der Kellner das Wort «frocio», das übersetzt «Schwuchtel» bedeutet. bild:unsplash/gaycenter

«Ist doch witzig» – Kellner in Rom beleidigt schwules Paar auf der Quittung



Für ein homosexuelles Paar in Rom endete ein Restaurantbesuch mit einer homophoben Beleidigung. Als der 21-jährige Italiener und sein fester Freund die Quittung bekamen, stand auf dieser zuerst der Sonderwunsch «kein Schafskäse» und dann «Schwuchtel» notiert (Frocio). 

Als das Paar den Kellner darauf ansprach, soll dieser behauptet haben, das Ganze sei ein Computerfehler, der doch witzig sei. "Keiner lacht", soll der römische Gast geantwortet haben. «Ich lasse mich von niemandem so beleidigen.»

Das Gay Center Rom veröffentlichte daraufhin am Donnerstag ein Foto der Quittung. «Leider erhalten wir jedes Jahr mehr als 20'000 Beschwerden wegen Homophobie-Episoden, und viele dieser Episoden werden von den Angreifern als lustig angesehen», berichtet Fabrizio Marrazzo, der Sprecher der Organisation in einer Stellungsnahme auf der Website. «Es ist nicht akzeptabel, dass ein schwules Paar nicht in ein Restaurant in der Hauptstadt gehen kann, ohne sich den Abend durch eine Beleidigung verderben lassen zu müssen.»

Er ruft Römer und Touristen dazu auf, das Lokal zu boykottieren. Die Bürgermeisterin der Hauptstadt, Virginia Raggi, müsse ihm die Lizenz entziehen, forderte er weiter. Die Stadtverwaltung sprach von einem «schwerwiegenden Vorfall» und kündigte eine Untersuchung an.

(jd/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dönergott 22.07.2018 16:31
    Highlight Highlight Vielleicht liegt es gar nicht dran, dass der Kellner Schwule hasst, sondern Menschen, die immer eine Extrawurst brauchen (kein Pecorino). Wer keinen Pecorino mag soll keine Gerichte bestellen, welche solchen enthalten. Ich verstehe den Koch wenn er keine grosse Lust hat für einen Gast eine neue Carbonarasauce zuzubereiten.
    • Eine_win_ig 22.07.2018 18:30
      Highlight Highlight Ach und das entschuldigt die Beleidigung. Ist ja nicht so, dass der Kellner und der Koch im Dienstleistungssektor arbeiten. Und sorry, wenn eine Menuänderung "zu viel" ist, kann man auch sagen: gibts nicht. Aber beleidigen?
    • Dönergott 22.07.2018 18:47
      Highlight Highlight Ist sicher nicht die feine Art, aber zumindest teilweise würde dies die Beleidigung sehr wohl entschuldigen. Es kommt auch darauf an wie sich der Gast im Restaurant verhalten hat, wer weiss ob er gegenüber dem Kellner herablassend war? Zwar ist die Art der Beleidigung sicher aus unterster Schublade, ein cazzo wäre wohl angebrachter gewesen.
    • Fabio74 22.07.2018 22:47
      Highlight Highlight Toll wie man Beleidigungen schön reden versucht.
  • ThePower 22.07.2018 13:03
    Highlight Highlight Wow, die Hexenjagd hat begonnen. Ich meine, klar geht das nicht, was der Kellner getan hat. Aber da gleich einen Boykott auszurufen, ist doch reichlich übertrieben. Erst recht wenn man bedenkt, dass der Kellner einen hohen Preis für seinen Ausraster bezahlt hat. Kommt mal etwas runter😒
  • DerSimu 22.07.2018 10:32
    Highlight Highlight "Er ruft Römer und Touristen dazu auf, das Lokal zu boykottieren. Die Bürgermeisterin der Hauptstadt, Virginia Raggi, müsse ihm die Lizenz entziehen, forderte er weiter."

    Mach mal halblang. Ja, es ist absolut geschmacklos und daneben, dem Angestellten gehört gekündigt. Aber wieso alle Mitarbeiter bestrafen für das Fehlverhalten eines Einzelnen?

    Das wäre glaub ich ziemlich kontraproduktiv und würde allenfalls weiteren Schwulenhass hervorrufen.
    • Fabio74 22.07.2018 12:58
      Highlight Highlight Also ob sich Homphobe wegen so einem Fall Homphober würden.
      Dumme Leute bleiben dumm.
      Man muss die Lizenz nicht entziehen, aber einfach das Lokal meiden. Dann erledigt der Markt das PRoblem von allein
    • Claus Reifferscheidt 22.07.2018 13:20
      Highlight Highlight hab gelesen, dass der Keller bereits entlassen wurde
    • DerSimu 22.07.2018 18:19
      Highlight Highlight @Fabio aber dann bestraft man genau die leute, die nichts dafür können (mitarbeiter). Und genau diese und ihr umfeld und andere, die mit ihnen dann mitfühlen werden abneigung gegen schwule und lesben entwickeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bababobo 22.07.2018 10:24
    Highlight Highlight Homophobe Menschen haben oft selbst eine latente homosexuelle Ader, die sie wohl einfach nicht akzeptieren können
  • rodolofo 22.07.2018 09:48
    Highlight Highlight Putin-Russland lässt grüssen...
    Da haben sie auch "RICHTIGE KERLE", die sich in Mafia-Gangs zusammenrotten und dann auf Alles ballern, das sich irgendwie weibisch bewegt, aber nicht eine Prostituierte ist...
    • Jättelattejaterö 22.07.2018 12:19
      Highlight Highlight Ja genau, böser Putin, böses Russland. Schon mal durch den Bibel Gürtel der USA gefahren mit einer Regenbogenfahne? Durch Teile von Afrika oder durch Ilamischen Ländern?
  • Zurichda 22.07.2018 09:47
    Highlight Highlight Dies meine Damen und Herren ist das Resultat der Toleranz. Wir wollen heutzutage alles tolerieren. Dabei bedeutet tolerieren nichts anderes, als zu erdulden. Würd heute mit Akzeptanz verwechselt. Man soll Leute nicht tolerieren für was sie sind, wir etwa eine Allergie oder ein Gewitter, sondern zu 100% akzeptieren. Das ist wahre Größe. Solange wir von Toleranz sprechen, werden solche Verunglimpfungen an der Tagesordnung stehen.
    • Ale Ice 22.07.2018 11:27
      Highlight Highlight @Zurichda
      Toleranz = ein Begriff, der mir im Zusammenhang mit sog. Minderheiten grosse Mühe bereitet.
      Um es mit Goethe zu sagen: "Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heisst beleidigen."
  • andrew1 22.07.2018 09:07
    Highlight Highlight Sicherlich nicht korrekt aber es gibt schlimmeres. Ein sturm im wasserglas. Sommerloch bei watson?
    • Fabio74 22.07.2018 13:00
      Highlight Highlight Gibt immer schlimmeres wenn man nicht betroffen ist. Wenn man sich als Heterosexueller weisser Christ zur Mehrheit gehört.
      Nur dann wenn man selber in dieser Minderheit ist hört der Spass dann auf.
      Aber um dies zu verstehen, bräuchte es ein Mindestmass an Denken
    • Lamino 420 22.07.2018 13:26
      Highlight Highlight Relativieren musst du das nicht.
  • Tatwort 22.07.2018 08:51
    Highlight Highlight Es war nicht nur der Kellner, sondern auch die Besitzerin, welche zuerst von einem "Computerfehler" schwafelte und keine Beleidigung sah.
    Inzwischen meint sie, das Locanda Rigatoni sei doch ein "gay-friendly" Lokal - eine trumpsche Volte.
    Tatsache ist: In Zeiten, da Menschen in ganz Europa immer häufiger Opfer von Gewalt werden wegen ihrer sexuellen Ausrichtung, ihrer Religion oder Hautfarbe, ist ein Schweigen zu solchen "Scherzen" nicht akzeptabel.
    • DerRabe 22.07.2018 10:11
      Highlight Highlight Auch wenn ich mit ihnen einig bin, dass ein solches Verhalten untragbar und zu verdammen ist, so muss ich ihnen mitteilen, dass sie dieselbe billige Polemik fahren wie viele Rechte: „...in ganz Europa immer häufiger Opfer...“. So ein blödsinn!
      Die Gesellschaft als Ganzes wird immer offener und freundlicher gegenüber der LGBT Community. Schauen sie mal 40 Jahre in die Vergangenheit. Die Umstände sind nicht mal ansatzweise vergleichbar. Gehen sie 200 Jahre in die Vergangenheit und ein Outing wäre undenkbar.
    • Tatwort 22.07.2018 12:06
      Highlight Highlight Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.
      Sie haben sich offensichtlich noch nicht damit beschäftigt, wie sich die Situation in einigen europäischen Ländern heute verhält. Und nun soll ich also 200 Jahre zurückschauen und mich in Zufriedenheit üben? Sagen Sie das auch einer Frau, die gleichen Lohn für gleiche Arbeit fordert? Oder einem Kind, das in der Schule vom Lehrer verprügelt wird? Das ist dann doch ziemlich erbärmlich.
    • DerRabe 22.07.2018 12:42
      Highlight Highlight Sie haben behauptet, es würde immer schlimmer. Ich sage, dass das überhaupt nicht stimmt.
      Nun behaupten sie, um sich zu verteidigen, dass vieles im Argen liegt. Da stimme ich ihnen selbstverständlich zu.

      Nur weil ich sage, dass die Welt im Ganzen bezüglich Gleichstellung bereits um ein Vielfaches besser wurde, behaupte ich noch lange nicht, dass jetzt bereits alles perfekt ist.

      Mich dann als jemanden, der keine Empathie hat und erbärmlich ist hinzustellen, zeigt nur die unzulänglichkeiten ihrer Argumentation.
    Weitere Antworten anzeigen
  • beaetel 22.07.2018 08:41
    Highlight Highlight Dann heisst es immer, der Chef habe mehr Verantwortung und bekomme deshalb ein höheres Gehalt und wenn er diese übernehmen soll, heisst es dann er könne nichts dafür? In einem Restaurant lebt ein Patron vor, was toleriert wird und was nicht! Das fängt beim Teig der Pizza an, geht weiter über von welcher Seite einzuschenken ist und wie man mit Reklamation umzugehen hat. So einfach ist das.
  • FabioB 22.07.2018 01:34
    Highlight Highlight Wenn ich die Rechnung richtig lese, ist die wichtigste Frage: Wieso haben die zwei 50% Rabatt auf ihre Konsumation bekommen? Und dann noch Stunk machen, finde ich - ehrlich gesagt - ziemlich daneben.
    • lilie 22.07.2018 08:21
      Highlight Highlight Steht doch: Der halbierte Preis ist der Betrag pro Person. Es gab keinen Rabatt.
    • ArcticFox 22.07.2018 09:40
      Highlight Highlight @lilie
      Totale Consumazioni: 61.00
      Sconto: 30.50
      TOTALE: 35.00

      Sconto = Skonto = Rabatt

      Aber einfach mal was behaupten...

      Rabatt ist trotzdem kein Freipass für Beleidigungen!
    • Fabio74 22.07.2018 10:06
      Highlight Highlight Wenn man nicht nur lesen sondern auch verstehen könnte, was man gelesen hat, würde man solche Fragen nicht stellen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ale Ice 21.07.2018 22:19
    Highlight Highlight Homofeindlichkeit ist kein Witz.
    Nebenbei: Ich mag das Wort "HomoPHOBIE" nicht. Es handelt sich ja nicht um eine Angststörung sondern um eine fehlgeleitete innere Haltung oft mit pervertiertem Verhalten.
    • swisskiss 22.07.2018 07:18
      Highlight Highlight Ale Ice: Die Schwere, sowie die Gründe jeder Phobie, sind weder vergleichbar, noch in den meisten Fällen exakt zu bestimmen.

      Aber es ist absolut richtig, dass in der Mehrzahl der Fälle, eine Ablehnung und nicht Angst von Homosexualität das Motiv ist. Nur ist aber eine Aversion genauso psychisch begründet wie eine Phobie.
      Einer umgangsprachlich eingeschliffenen Fehlbezeichnung würde ich nicht zuviel Aufmerksamkeit widmen, da erstens Jeder weiss was gemeint ist und zweitens die Wortwahl bei der Behandlung dieses Päärchens mit Sicherheit nicht das grösste Problem darstellt.
    • Ale Ice 22.07.2018 08:51
      Highlight Highlight @swisskiss: Da gebe ich Ihnen völlig recht! Mir ist auch klar, dass ich mit dem Kommentar einen Nebenstrang eröffnet habe, der uns in der akuten Situation einer homofeindlichen Handlung wenig nützt. Die Demütigung ist da.
      Es ist nicht so, dass ich diesen umgangssprachlichen Fehlbegriff nie benutze. Er ist auch bei mir eingeschliffen. Dennoch schenke ich geläufigen Begriffen manchmal meine Aufmerksamkeit - z.B. dann, wenn der Begriff ein Problem verharmlost. Danke, dass Sie dem hier auch Ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben.

      Und: Ja, als Opfer von Homophobie haben wir ganz andere Probleme.
    • lilie 22.07.2018 09:21
      Highlight Highlight Ja, Begriffe sind manchmal etwas willkürlich.

      Wörtlich bedeutet Homophobie - je nach dem, ob man das "Homo" als Latein oder Griechisch interpretiert - "Angst vor Menschen" oder "Angst vor Gleichartigen". 😁
    Weitere Antworten anzeigen
  • B-Arche 21.07.2018 21:43
    Highlight Highlight Die Welt in Zeiten von Salvini, Höcke, Le Pen und Orbàn. Es geht wieder rückwärts, man darf wieder über Homosexuelle erheben und sich als "richtig" überhöhen.
    • Astrogator 22.07.2018 08:02
      Highlight Highlight @Peter Silie: Die Seidel ist lesbisch, lebt in einer Beziehung mit Kind in der Schweiz, das hindert die AFD trotzdem nicht daran gegen Homosexuelle zu hetzen.
    • Ale Ice 22.07.2018 08:26
      Highlight Highlight @Peter Sille
      Sie haben Recht. Rechts zu sein und Homo zugleich passt auch für mich gar nicht zusammen. Es ist noch nicht lange her, da wurden Homos von den Rechten des 3. Reichs verfolgt, gefoltert und ermordet. Auch heute noch ist Homofeindlichkeit gehäuft im rechten Lager zu finden. Dass es dennoch rechte Homos gibt, zeugt von der Dummheit der Rechtsradikalen - auch der Dummheit der paar Homos unter ihnen. Homosexualität ist eben Natur gegeben und stellt in diese Einzelfällen offensichtlich keinen Schutz vor Dummheit dar.
      Also: Was an B-Arches Kommentar falsch oder inkorrekt?
    • beaetel 22.07.2018 08:34
      Highlight Highlight Rassisten müssen nicht Juden hassen, um diese umbringen zu wollen. Ausländerfeindlichkeit ist vor allem bei Ausländer weit verbreitet. Darum ist eine Lesbe bei der AfD noch lange keine Garantie, dass nicht gegen Schwule Stimmung gemacht werden könnte. Und ... Hitler war auch nicht blond ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • swisskiss 21.07.2018 21:29
    Highlight Highlight Das war sicher ein Programmierungsfehler. Sollte sicher Fenchel heissen.
    • Bündn0r 21.07.2018 21:45
      Highlight Highlight Finocchio und frocio bedeut beides zwar unter anderem auch "Schwuchtel", Fenchel hingegen bezeichnet nur Ersteres

      Aber ja, der Gast wollte "sicher" nur Fenchel statt Pecorino.
  • Fabio74 21.07.2018 20:16
    Highlight Highlight tja homophobe Vollpfosten gibts überall.
    Name des Lokals veröffentlichen und nicht mehr hingehen
    • Decke 21.07.2018 20:40
      Highlight Highlight Ist doch keine Lösung, das Lokal boykottieren wegen eines Angestellten der weder Respekt noch Anstand hat? Find ich auch nicht in Ordnung. Kann mann sich beim Chef beschweren. Falls der die selbe Meinung hat ist es sicher zu etwas anderes.Trotzdem kann mann wegen eines Mitarbeiters nicht den ganzen Laden boykottieren. Oder boykottiert ihr jedesmal alles wenn sich jemand daneben benimmt? Boykottiert doch gleich ganz Italien
    • Freedom Fighter 21.07.2018 20:45
      Highlight Highlight Locanda Rigatoni, in Via Domenico Fontana, vicino Piazza San Giovanni

      Steht im Link der Website. Und ja, auch als Hetero finde ich, dass das publik gemacht werden darf, da das Restaurant auch erst reagiert hat, als der Shitstorm lostobte.

      Dinge beim Namen nennen, Leute. Sonst lernen es gewisse Vollpfosten nie...
    • Decke 21.07.2018 21:03
      Highlight Highlight Schon alles ok nur ist der Idiot nicht der bestrafte am Schluss, der lacht sich ins Fäustchen und sucht sich einen anderen Job als Kellner, die Bude ist tot. Super
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