DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Richard Anthony Jones (rechts) und sein Doppelgänger Ricky sehen sich zum Verwechseln ähnlich – auch nach 17 Jahren.  bild: Richard anthony jones/gofundme.com

Stoff für eine Netflix-Serie: 17 Jahre unschuldig im Gefängnis wegen Doppelgänger

Richard Anthony Jones wurde vor 17 Jahren zu einer Gefängnisstrafe verurteilt – für ein Verbrechen, das er nie begangen hat.



Diese Geschichte ist der Stoff, aus dem Netflix-Serien geschrieben werden: 1999 wurde Richard Anthony Jones aus Kansas City in den USA wegen eines Raubüberfalls zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt – ausschliesslich aufgrund einer Zeugenaussage.

Der Familienvater beteuerte seine Unschuld. Jones hatte sogar ein Alibi seiner Familie. Dennoch wurde ihm vorgeworfen, gemeinsam mit anderen einen Walmart-Supermarkt überfallen zu haben. Und das nur wegen einer einzigen Zeugenaussage: Ein Drogensüchtiger identifizierte Jones auf Fotos als den Mann, der aus dem Haus eines Dealers zum Tatort fuhr. Es gab weder Fingerabdrücke noch DNA-Spuren. 

Den Geschworenen reichte die vage Beschreibung des Drogensüchtigen jedoch als Grund für eine Verurteilung von Jones. Nun, nach knapp 18 Jahren, kommt Jones frei – unschuldig wie eh und je. 

Bild

Auch im Profil sehen sich die beiden Männer unglaublich ähnlich. bild: richard anthony jones/gofundme.com

Irrer Zufall

Zu seiner Freilassung kam es durch einen irren Zufall: Immer wieder hörte Jones im Gefängnis von seinen Mithäftlingen, dass im selben Gefängnis ein anderer Mann herumlief, der ihm zum Verwechseln ähnlich sehe. Jones Doppelgänger hatte gar den gleichen Namen und nannte sich «Ricky». 

Jones gab die Information über seinen Doppelgänger an seine Anwältin weiter. Und die konnte nach langem Verfahren schliesslich die Richter von Jones Unschuld überzeugen. «Wir waren schockiert, wie ähnlich sich die beiden sahen», sagte Jones' Anwältin Alice Graig der Lokalzeitung Kansas City Star

Freispruch für Jones

Vergangenen Donnerstag wurde Jones schliesslich von einem Richter freigesprochen. Ob der andere die Tat begangen habe, spiele dabei keine Rolle. «Ich glaube nicht, dass es Glück war», sagte Jones gegenüber der Lokalzeitung. «Es fühlt sich mehr an wie Gottes Gnade». Jones sagte auch, dass er nicht mehr wütend sei. Er habe zwar lange gehabt, seine Verurteilung zu verdauen – nachdem er aber die Ähnlichkeit mit «Ricky» sah, wurde ihm klar, wie anderen dieser Fehler passieren konnte. 

Ob der Staat Jones für seine Fehlverurteilung entschädigt, ist noch unklar. Jones sammelt derzeit auf einer Spendenplattform Geld für sich und seine Familie. (ohe)

Drogen, Alk und Totschlag: Die Mugshots unserer Promis im 1920er-Stil

1 / 29
Drogen, Alk und Totschlag: Die Mugshots unserer Promis im 1920er-Stil
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Schuldig in allen Punkten: Was du über das Urteil von Chauvin wissen musst in 9 Punkten

Nach relativ kurzer Bedenkzeit kamen die Geschworenen am Dienstagabend zu einem Verdikt: Der weisse Ex-Polizist Derek Chauvin wurde in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Das Urteil zog eine Welle an Reaktionen nach sich.

Fast ein Jahr nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd haben die Geschworenen den weissen Ex-Polizisten Derek Chauvin in allen Anklagepunkten für schuldig befunden. Damit droht ihm eine lange Haftstrafe. Das genaue Strafmass soll in acht Wochen festgelegt werden, erklärte Richter Peter Cahill am Dienstag (Ortszeit) in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota.

Der Richter widerrief auch Chauvins Freilassung auf Kaution - dieser wurde nach der Urteilsverkündung in Handschellen aus dem …

Artikel lesen
Link zum Artikel