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Gericht: US-Militär muss Transgender vom 1. Januar an aufnehmen

FILE - In this May 1, 2008 file photo, U.S. District Judge Colleen Kollar-Kotelly is pictured before the start of a ceremony at the federal courthouse in Washington. Kollar-Kotelly on Monday, July 24, ...
Die Richterin Colleen Kollar-Kotelly erklärte , dass erst einmal der Ausgang gerichtlicher Klagen gegen die Massnahme abgewartet werden solle. Es sei wahrscheinlich, dass die Militärangehörigen, die die Regierung wegen des Verbots verklagt hatten, ihren Prozess gewinnen werden.Bild: AP/ap

Gericht: US-Militär muss Transgender vom 1. Januar an aufnehmen

11.12.2017, 22:2611.12.2017, 22:26

Nach einem Gerichtsentscheid muss das US-Militär mit Beginn des nächsten Jahres Transgender aufnehmen. Eine Bundesrichterin in Washington lehnte am Montag einen Antrag der Regierung von Präsident Donald Trump ab, die Aufnahme zu verschieben.

Transgender sollen sich damit vom 1. Januar an verpflichten dürfen. Trumps Sprecherin sagte, das Weisse Haus prüfe nun seine rechtlichen Möglichkeiten, um der Politik des Präsidenten Geltung zu verschaffen.

Als Transgender werden Menschen bezeichnet, die sich nicht - oder nicht nur - mit dem Geschlecht identifizieren, das bei ihrer Geburt notiert wurde. Trump wollte ihnen die Aufnahme ins Militär verbieten. Im Juli erklärte er überraschend, eine Entscheidung seines Vorgängers Barack Obama rückgängig machen zu wollen.

Das Bundesgericht in Washington stoppte seine Anordnung aber im Oktober per einstweiliger Verfügung. Die Richterin Colleen Kollar-Kotelly erklärte damals, dass erst einmal der Ausgang gerichtlicher Klagen gegen die Massnahme abgewartet werden solle. Es sei wahrscheinlich, dass die Militärangehörigen, die die Regierung wegen des Verbots verklagt hatten, ihren Prozess gewinnen werden.

Trumps Regierung argumentierte daraufhin, dass die für die Aufnahme gesetzte Frist bis zum 1. Januar problematisch sei, weil das Personal in den Streitkräften erst noch geschult werden müsse. Kollar-Kotelly wies dies am Montag zurück. Das Militär habe genug Zeit gehabt, sich darauf einzustellen, erklärte sie. (sda/dpa)

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