International
Lateinamerika

USA verhängen Sanktionen gegen Venezuela

epaselect epa07312932 Juan Guaido, President of the Venezuelan Parliament, poses with a copy of Venezuela's consitution as he announces that he assumes executive powers, in Caracas, Venezuela, 23 ...
Juan Guaidó nimmt das Auslandsvermögen unter Kontrolle, da er fürchtet, Maduro könnte sich daran bereichern. Bild: EPA/EFE

USA verhängen Sanktionen gegen Venezuela – Guaidó nimmt Auslandsvermögen unter Kontrolle

28.01.2019, 22:1628.01.2019, 23:26

Als Reaktion auf den Machtkampf in Venezuela haben die USA Sanktionen gegen den dortigen staatlichen Ölkonzern PDVSA verkündet. Die Strafmassnahmen sollten in Kraft bleiben, bis eine Übergangsregierung oder eine demokratisch gewählte Regierung in dem Land im Amt sei.

Das sagte Finanzminister Steven Mnuchin am Montag in Washington. Die in den USA tätige PDVSA-Tochterfirma Citgo darf nach seinen Angaben aber ihre Geschäfte fortsetzen.

Venezuelas selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó kündigte zugleich an, die Kontrolle über das Auslandsvermögen des Staates zu übernehmen. Damit soll nach seinen Worten verhindert werden, dass sich die amtierende Regierung nach ihrem möglichen Sturz daran bereichert.

In Venezuela tobt ein Machtkampf zwischen Maduro und dem oppositionellen Parlamentspräsidenten Guaidó. Nach einem gescheiterten Aufstand von Nationalgardisten und Protesten der Opposition hatte sich Guaidó am Mittwoch zum Interimspräsidenten erklärt. Zwar haben sich die USA und eine Reihe weiterer Staaten hinter Guaidó gestellt. Allerdings steht das venezolanische Militär bislang hinter Maduro. (sda/afp)

Juan Guaidó erklärt sich zum Staatschef Venezuelas

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Gegenwind für Trump – deshalb ist Alain Berset mit Mark Carney einig
Alain Berset spricht in seiner neuen Rolle als Generalsekretär des Europarats über Krieg in Europa, Fake News und den Umgang mit der Trump'schen Aussenpolitik.
Das Büro von Alain Berset im Gebäude des Europarats in Strassburg ist nüchtern gehalten. In einer Ecke hat der Generalsekretär seinen Schreibtisch, daneben steht ein Konferenztisch und ein Sofa. Interessant ist die vierte Ecke: In einem Glaskasten ist die Europäische Menschenrechtskonvention ausgestellt. Berset hat zwar noch keine Zeit gehabt, neue Bilder aufzuhängen, wie er sagt. Er sei zu viel unterwegs. Doch den Vertrag von 1950 hat er in seine unmittelbare Nähe geholt. Auf ihm basiert das Engagement des Europarats – und jenes des Generalsekretärs.
Zur Story