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epa04036677 A handout photograph provided by the Italian Navy shows a boat with 200 migrants, off the coast of Lampedusa, Italy, 22 January 2014. The Italian navy said on 22 January it has sent a frigate and helicopter to rescue some 200 migrants onboard a boat in the central Mediterranean. The vessel was seen around 90 nautical miles (170 kilometres) south of the island of Lampedusa, Italy's southern outpost which is roughly halfway between Sicily and Tunisia.  EPA/ITALIAN NAVY / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Mehr als 2000 Flüchtlinge konnten vor der libyschen Küste gerettet werden (Archivbild). Bild: EPA

Rettungsschiffe nehmen über 2000 Flüchtlinge vor Libyens Küste auf



Schiffe der italienischen Küstenwache und privater Hilfsorganisationen haben am Karfreitag mehr als 2000 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet.

Die Menschen hätten versucht, in insgesamt 16 Schlauchbooten und drei Schiffen aus Holz von der libyschen Küste aus nach Italien zu gelangen, erklärte die Küstenwache. Von einem der Boote habe ein junger Flüchtling nur noch tot geborgen werden können.

Insgesamt 2074 Menschen hätten durch pausenlose Einsätze in Sicherheit gebracht werden können. Die Küstenwache beschrieb die Rettungseinsätze als «sehr schwierig».

Mehr als die Hälfte der Geretteten - 1145 Menschen - wurde von zwei Rettungsbooten der Organisation Ärzte ohne Grenzen aufgenommen. Drei weitere Schiffe von Hilfsorganisationen sowie die Küstenwache nahmen ebenfalls Flüchtlinge auf.

Frontex-Kritik zurückgewiesen

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex hatte kürzlich den Einsatz der Rettungsschiffe privater Organisationen vor der libyschen Küsten kritisiert, weil dadurch Menschen zur Flucht über das Mittelmeer ermuntert werden könnten. Diese Schiffe brächten Flüchtlinge «wie Taxis» nach Europa, kritisierte Frontex.

Ärzte ohne Grenzen wies diese Kritik am Freitag klar zurück. In einer Twitter-Botschaft hiess es: «Wie viele Flüchtlinge wären heute losgefahren, wenn es uns hier nicht gäbe, Frontex? Wahrscheinlich genauso viele. Wie viele wären gestorben? Viel mehr.»

Flüchtlinge aus Afrika, aber auch aus dem Nahen Osten, treten aus Libyen die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer ins rund 300 Kilometer entfernte Italien an. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR fuhren in den ersten drei Monaten dieses Jahres bereits mehr als 24'000 Menschen von Libyen nach Italien. Im Vorjahreszeitraum waren es 18'000 Bootsflüchtlinge.

Nach Einschätzung internationaler Organisationen befinden sich derzeit zwischen 800'000 und einer Million Menschen in Libyen, die in die EU gelangen wollen. Die meisten von ihnen stammen aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara. (sda/afp)

Die lange Flucht auf dem Wasser, zu Fuss oder mit dem Zug

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    Alle Leser-Kommentare
  • olga 15.04.2017 11:01
    Highlight Highlight Sagt mal spinnt ihr jetzt alle komplett?? Es wurden über 2000 Menschen gerettet, die sonst ertrunken wären und ihr verlangt hier, dass man den Hilfsorganisationen dort die Rettung untersagt? Es wäre euch wohl lieber, dass sie verrecken würde vor unseren Türen. Was seid ihr nur für Menschen, ich könnte kotzen ab eurer arroganten Selbstgefälligkeit. Mir ist jeder Flüchtling lieber als einer von euch!
    • Spooky 15.04.2017 20:28
      Highlight Highlight Nein, olga, du verstehst das falsch. Man müsste die Flüchtlinge daran hindern, den Schleppern 6000 Dollar pro Person zu bezahlen, damit sie in die seeuntauglichen Gummiboote steigen können. Auf diese Weise könnte man den rentablen Deal zwischen den Schleppern und den sogenannten Hilfswerken unterbinden.
  • Spooky 15.04.2017 01:01
    Highlight Highlight Die Hilfsorganisationen und die Schlepper teilen das Business unter sich auf, ungefähr 50:50.
  • Chrigi-B 14.04.2017 23:18
    Highlight Highlight Aaaah so toll, 800'000 weitere Abenteuermigranten. So toll wie die EU mit Steuergeldern einen Taxiservice eingerichtet hat. Stoppt die Schleuser endlich an der Abfahrt! Wie soll das weiter gehen? Sie kommen nach Italien, kämpfen sich nach Deutschland durch und werden dann abgewiesen?!? Danach tauchen sie unter und rutschen zwangsläufig in die Kriminalität ab und müssen teuer, wenn überhaupt, zurück transportiert werden. Helft vor Ort! MSF gehören angeklagt wegen Beihilfe zur illegalen Einreise nach Europa.
    • Chrigi-B 15.04.2017 18:02
      Highlight Highlight Die Schmuggler wissen genau, dass die MSF vor der Küste stehen. Das führt dazu, dass sie die Boote noch mehr überladen. Also sind sie indirekt schon an Dutzenden Toten zumindest Mitschuld. Ich mag ihn ja nicht, Eric Prince, der Gründer von Blackwater hat in einem Interview logisch jnd rational dargelegt wie man diese menschliche Tragödie stoppen könnte. In Lybien die LKW's voller Menschen, welchen das inexistente Paradies Europa vorgelogen wird, abfangen und sich vor Ort um das Problem kümmern. Aber dazu fehlt der politische Wille - also wird weiter ertrunken🙈🔫
  • manhunt 14.04.2017 22:01
    Highlight Highlight fischen private hilfsorganisationen jetzt bereits vor der lybischen küste nach flüchtlingen? und wollen partout nicht einsehen das dies zu einer sogwirkung führt?

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