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epa07426641 Interior of the Ethiopian Airlines Boenig 737 Max 8 (ET-AVM), the same aircraft that crashed in Ethiopia on 10 March 2019, at Bole International Airport in Addis Ababa, Ethiopia, when it was first delivered to Ethiopia on 02 July 2018 (issued 10 March 2019). Ethiopian Airlines Boeing 737 en route to Nairobi, Kenya, crashed near Bishoftu, some 50km outside of the capital Addis Ababa, Ethiopia, on 10 March 2019. All passengers onboard the scheduled flight ET 302 carrying 149 passengers and 8 crew members, have died, the airlines says.  EPA/STR

Blick ins Innere einer Boeing 737 Max 8 der Ethiopian Airways. Bild: EPA/EPA

Boeing 737 Max 8: Diese europäischen Airlines setzen ebenfalls auf die Unglücksmaschine

Auch in Europa ist die Boeing 737 Max 8 unterwegs. Und es dürften noch viel mehr werden. Hunderte Maschinen sollen in den kommenden Jahren geliefert werden.



Boeing steht vor einer schwierigen Zukunft. Bereits zum zweiten Mal innert weniger Monate ist eine Maschine des Typs Boeing 737 Max 8 abgestürzt. Am Wochenende verunglückte ein Flieger kurz nach dem Start in Addis Abeba, 149 Passagiere und 8 Crew-Mitglieder kamen ums Leben.

Bereits im Oktober stürzte eine Boeing 737 Max 8 der Fluglinie Lion Air in Indonesien ins Meer. Dabei kamen 189 Menschen ums Leben.

Nach den beiden Unglücken ziehen erste Airlines nun Konsequenzen: Die chinesische Luftfahrtaufsicht CAAC ordnete die heimischen Fluggesellschaften am Montag an, ihre Maschinen des Boeing-Typs 737 Max 8 vorerst nicht mehr einzusetzen. Auch Ethiopian Airlines und Cayman Airlines lassen die Maschine vorerst am Boden.

epa07428456 (FILE) - People celebrate the delivery of a Boeing 737 Max 8 airliner for Air China, the first product of the new 737 Completion and Delivery Center jointly run by Boeing and its Chinese rivalry Commercial Aircraft Corp of China (COMAC), in Zhoushan in east China's Zhejiang province, 15 December 2018 (issued 11 March 2019). China grounded all Boeing 737-8 planes on 11 March 2019, for safety concerns after an Ethiopian Airlines 737 Max 8 crashed minutes after take-off on 10 March 2019.  EPA/STRINGER CHINA OUT

Air China lässt die Boeing 737 Max 8 vorerst am Boden: Das Unternehmen hat bereits 14 Flieger dieses Typs in Betrieb. In China sind 96 Maschinen betroffen. Bild: EPA/FEATURECHINA

Noch ist unklar, ob weitere Airlines nachziehen werden. Falls ja, wäre dies für Boeing verheerend. Ein Vertrauensverlust in die 737-MAX-Flotte würde den US-Flugzeugbauer vor sehr ernste Probleme stellen. Bis Ende Januar wurden bereits 5011 Maschinen dieses Typs bestellt. 350 davon sind ausgeliefert.

Eine Boeing 737 Max 8 kostet etwas mehr als 100 Millionen US-Dollar, kaum vorstellbar, welch grosse Geldsummen da auf dem Spiel stehen.

Die meisten Bestellungen des MAX-Typs sind von den Southwest Airlines eingegangen. Die Amerikaner haben insgesamt 280 Maschinen bestellt. Aber auch in Europa setzen diverse Airlines auf die Boeing 737 Max 8. Nachfolgend eine Übersicht:

Norwegian Air Shuttle

Norwegian hat derzeit 18 Maschinen der Boeing 737 Max 8 im Einsatz. Das soll erst der Anfang sein. Die Airline hat insgesamt 110 Flieger dieses Typs bestellt.

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Eine Boeing 737 Max 8 der Norwegian Air Shuttle startet am Flughafen Arlanda in Stockholm. bild: shutterstock

Ryanair

Auch die Billigfluglinie Ryanair setzt voll auf die Dienste von Boeing. Derzeit sind für die zweitgrösste Fluggesellschaft Europas ausschliesslich Maschinen des Typs Boeing 737-800 im Einsatz. Doch das Unternehmen hat beim US-Flugzeughersteller eine grosse Bestellung eingereicht. 135 Flieger des Typs Boeing 737 Max 200, der auf der Boeing 737 Max 8 basiert, sollen die Flotte ergänzen. Bereits 2019 ist der Erstflug geplant.

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Eine Boeing 737-800 von Ryanair in Prag. bild: shutterstock

Turkish Airlines

Auch die Turkish Airlines war in den USA auf Grosseinkauf. Insgesamt haben die Türken 65 Maschinen des Typs Boeing 737 Max 8 bestellt. Bereits im Einsatz sind deren elf.

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Eine Boeing 737 der Turkish Airlines. bild: shutterstock

Tui Airlines

Bei Tui Airlines werden die Nachrichten der verunglückten Maschinen wohl ebenfalls einige Fragen aufwerfen. Das Unternehmen hat 65 Maschinen des Typs Boeing 737 Max 8 bestellt. Deren sieben sind bereits im Einsatz.

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Eine Boeing 737 auf Madeira. bild: shutterstock

Icelandair

Die Isländer haben insgesamt 16 MAX-Flieger von Boeing bestellt. Drei Boeing 737 Max 8 sind bereits in der Luft.

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Eine Boeing 737 Max 8 der Icelandair in Berlin Tegel. bild: shutterstock

Kritik an Boeing

Noch ist die genaue Unfallursache des Ethiopian-Airlines-Fluges nicht geklärt. Luftfahrtexperten kritisierten Boeing jedoch dafür, dass sie die Piloten und Pilotinnen nicht ausreichend über ein neues System gegen Strömungsabrisse informiert hätten. Auch das Piloten-Training für das neue Modell sei ungenügend gewesen. Das Unternehmen wies die Vorwürfe jedoch zurück.

Gleichzeitig wurde aber bekannt, dass nach dem Absturz der Lion Air in Indonesien ein neues Sicherheitsupdate geplant war. Dieses verzögerte sich gemäss dem «Wall Street Journal» jedoch um einige Monate. Ursprünglich wäre eine Präsentation der neuen Software für Januar vorgesehen gewesen. Schuld an der Verspätung soll demnach auch der Shutdown haben, der Teile der US-Regierung mehr als einen Monat lahmlegte.

(cma)

Ermittler will das Mysterium um den MH370-Flug gelöst haben

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Patho 11.03.2019 14:40
    Highlight Highlight Nur ums mal klar zu stellen: Ethiopian Airways ist Sicherheitstechnisch auf dem Level von mitteleuropäischen Airlines, dürfen nach Europa fliegen (u.a. nach Genf) und die Maschine war brandneu! Folglich kann ein Absturz wie dieser ebenso einer Airline wie SWISS und co. passieren...
  • Capodituttiicapi 11.03.2019 14:12
    Highlight Highlight Meines Wissens haben auch die Scandinavian Airlines solche Flugzeuge in der Flotte;-)
  • Pitsch Matter 11.03.2019 12:00
    Highlight Highlight Ich würde eher die Sicherheitsstandarts und den Ausbildungsstand der Piloten in Indonesien und Ethiopien in Frage stellen, als Boeing die Schuld zu geben.
    • suchwow 11.03.2019 12:17
      Highlight Highlight Bin zwar Aktionär von Boeing, aber was du rauslässt, ist kompletter Stuss, Pitsch Matter. Es geht hier um Menschenleben! Zu behaupten, dass die afrikanischen und asiatischen Airlines nichts im Griff haben, ist ziemlich arrogant. Schon mal mit Ethopian geflogen? Das ist keine „Busch“-Fluggesellschaft, sondern gehört zu den Top-Flugesellschaften (4-Star Ranking wie British, Canada, Emirates, Austrian, etc etc.).

      Boeing hat das genau so zu untersuchen wie andere involvierte Parteien auch. Zumal verdammt viele Flugzeuge dieses Typs verkauft werden sollen.
    • Hoopsie 11.03.2019 12:18
      Highlight Highlight Ein ganz ganz schlimmer Kommentar. Was kann einen grösseren Sicherheitsstandart als eine neue Maschine haben? Und ist ja klar, die Afrikaner können sicher nicht fliegen.

      Crossair hatte zwei Abstürze wegen Pilotenfehlern, die Swissair einen wegen technischen Defekten. Aber ist ja klar, bei uns ist alles so viel besser als bei den anderen.
    • Schlange12 11.03.2019 12:26
      Highlight Highlight Ob dies wirklich so einfach ist, bezweifle ich. Scheins war der ethiopische Pilot sehr erfahren. Mindestens haben sie bie Blackbox gefunden,
      somit wird man in naher Zukumpft weiteres wissen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • JohnnyMcHorsePenis 11.03.2019 11:57
    Highlight Highlight Ich glaube, man muss mit der Panikmache wegen den 737 MAX Fliegern mal ein bisschen bremsen. Natürlich ist es nicht toll, wenn 2 Flieger eines neuen Typs binnen 5 Monaten abstürzen. Jedoch ging der letzte Absturz auf einen Pilotenfehler und das Flugzeug hätte gar nicht starten dürfen (fluguntauglich). Dazu kommt, dass die beiden Airlines - Lion Air und Ethiopian - nicht gerade die beste Sicherheitsbilanz aufweisen und es dort regelmässig zu Unfällen kommt. Ebenfalls ist die Schulung nicht gerade auf höchstem Niveau, was Fehler begünstigt. Man muss hier den off. Abschlussbericht abwarten.
    • suchwow 11.03.2019 12:35
      Highlight Highlight Gerne jeweils eine Quelle zu 1) Pilotenfehler beim Absturz im vergangenen Jahr sowie 2) schlechte Sicherheitsbilanzen zu Lion Air und Ethopian und 3) zu "regelmässige Unfälle" dieser beiden Airlines.
    • LeChef 11.03.2019 13:44
      Highlight Highlight In den 90ern produzierten vier 737 Abstürze unter sehr ähnlichen Umständen, die Ursache konnte damals aber nicht eindeutig geklärt werden. Boeing fand es übertrieben, die ganze Flotte zu grounden (was ich schon verstehen kann).

      Dann passierte es 1996 nochmal, wobei das Flugzeug diesmal sicher landen konnte. Es stellte sich heraus dass bei mindestens 2 der 4 früheren Fälle das gleiche Problem mit dem Heckruder verantwortlich war.

      Dass die 737 während dieser Zeit weiter fliegen durfte, brachte also tausende von Menschen in Lebensgefahr. In der Luftfahrt ist Vorsicht besser als Nachsicht.
    • LeChef 11.03.2019 13:47
      Highlight Highlight Btw, das Problem bei der 737-800 MAX, wenn es denn eines gibt, ist natürlich ein anderes. Die Heckruder Sache ist heute definitiv gelöst.
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