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In this image taken from TV a Hungarian camerawoman, center left in blue, kicks out at a young migrant who had just crossed the border from Serbia  near Roszke Hungary Tuesday Sept. 8, 2015. The camerawoman has been fired after she was caught on video kicking and tripping migrants entering Hungary across the border with Serbia. The N1TV Internet channel said their employee, widely identified in Hungarian media as Petra Laszlo, has been dismissed because she

Die Kamerafrau des rechtsextremen Senders N1TV sorgte für Empörung, weil sie einem Flüchtling mit Kind auf dem Arm das Bein gestellt hat. In einer weiteren Szene tritt sie ein Flüchtlingskind. Bild: INDEX.Hu Via AP Television

Erinnerst du dich an die Kamerafrau, die Flüchtlinge trat? Jetzt wurde sie freigesprochen



Sie hatte 2015 mit Tritten gegen Flüchtlinge Empörung ausgelöst: Jetzt ist die ungarische Kamerafrau in letzter Instanz freigesprochen worden.

Der Oberste Gerichtshof Ungarns urteilte am Dienstag, das Verhalten der Journalistin sei zwar «moralisch falsch und illegal» gewesen. Es habe sich aber nicht um Vandalismus gehandelt, wie es die vorherigen Instanzen gesehen hatten.

Vielmehr habe sich die Frau einer «Störung» schuldig gemacht, erklärte das Gericht. Dabei handle es sich um ein Bagatelldelikt, das inzwischen verjährt sei. Die Medienschaffende war im Januar 2017 wegen Vandalismus zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Die Kamerafrau hatte im September 2015 nahe der Grenze zu Serbien unter anderem einem rennenden Flüchtling mit einem Kind auf dem Arm ein Bein gestellt. Beide stürzten daraufhin zu Boden. Auf anderen Aufnahmen ist zu sehen, wie die Frau einem fliehenden Mädchen einen Tritt versetzt. Die Bilder gingen um die Welt.

Die Vorfälle ereigneten sich, als hunderte Flüchtlinge nahe dem Ort Röszke eine Polizeiabsperrung durchbrachen. Die Kamerafrau, die für den Internet-Fernsehsender N1TV arbeitete, der der rechtsextremen ungarischen Partei Jobbik nahe steht, erklärte ihr Verhalten mit Panik angesichts der heranstürmenden Menschen. Nach dem Vorfall wurde sie gefeuert.

Im September 2015 waren täglich tausende Flüchtlinge aus Serbien nach Ungarn gelangt. Eine Woche nach dem Vorfall in Röszke stellten ungarische Soldaten einen 175 Kilometer langen Grenzzaun fertig. (sda/afp)

Die 31 eindrücklichsten Bilder des Flüchtlingsdramas 2015

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Die 31 eindrücklichsten Bilder des Flüchtlingsdramas 2015
quelle: epa/epa / georgi licovski
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