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Wie Algerien 13'000 Flüchtlinge in die Wüste schickte

Bild: AP/AP

Seit Oktober 2017 blockiert die Europäische Union viele Flüchtlingsrouten nach Europa – und erhöht den Druck auf die nordafrikanischen Länder. Die Auswirkungen dieser Politik zeigen sich mitten in der Sahara.



Von einem isolierten Grenzposten aus tief in der Sahara kann man sie sehen, die vertriebenen Flüchtlinge, die zu Hunderten vom Horizont her kommen. Von Weitem sehen sie aus wie Punkte, die sich elend über diese unversöhnliche Landschaft schleppen. Sie sind diejenigen, die überlebt haben.

Algerien hat hier in der Wüste in den letzten 14 Monaten mehr als 13'000 Flüchtlinge ausgesetzt, berichtet die Agentur «The Associated Press» (AP). Darunter schwangere Frauen und Kinder. Sie wurden ohne Wasser oder Nahrung zurückgelassen, zum Teil wurden sie mit Waffen bedroht und all dies bei Temperaturen von 48 Grad Celsius.

A truck carrying goods and migrants drives through Niger's Tenere desert region of the south central Sahara on Sunday, June 3, 2018. Once a well-worn roadway for overlander tourists, the highway’s 4,500 kilometers (2,800 miles) are a favored path for migrants heading north in hopes of a better life _ and more recently thousands who are being expelled south from Algeria. (AP Photo/Jerome Delay)

In grossen Trucks werden die Flüchtlinge in die Wüste gefahren und dann ausgesetzt. Bild: AP/AP

Die meisten von ihnen gehen in den Niger, wo sie über 15 Kilometer langes Niemandsland wandern, um den Grenzposten Assamaka zu erreichen. Er ist weniger eine Stadt als eine Ansammlung aus wackligen Häusern, die langsam im Sand versinken.

Andere Flüchtlinge irren tagelang durstend in der Wüste herum, bevor sie von einem UN-Rettungsteam aufgegabelt werden. Wieder andere schaffen den Weg durch die Sahara nicht und sterben unterwegs. 

Ein Ort im Nirgendwo: Assamaka

Totgeburt in der Wüste

«Jeder ist auf sich allein gestellt», sagte Janet Kamara zu AP. Ihr Körper schmerzt noch immer von der Geburt ihres toten Kindes, das sie inmitten der Sahara zur Welt gebracht hat. Den kleinen Körper beerdigte sie in einem Grab im Sand. Blut klebte ihr noch tagelang an den Beinen, ihre Fussgelenke sind noch immer geschwollen.

Sie erinnert sich an mindestens zwei Nächte in der offenen Wüste, bevor die Gruppe, mit der sie unterwegs war, gerettet wurde. Sicher ist sie sich über die Zeitabfolge aber nicht. «Ich habe meinen Sohn verloren», sagt die Liberianerin, die in Algerien ein Geschäft daraus gemacht hatte, Essen und Trinken zu verkaufen. Im Mai war sie ausgewiesen worden.

A migrant who was expelled from Algeria sits by a water point in a transit center in Arlit, Niger on Friday, June 1, 2018. With scars on his hands and arms, some assume he endured the unspeakable in Algeria, a place where many have been jailed, beaten and robbed by authorities before being abandoned at gunpoint in the Sahara Desert. (AP Photo/Jerome Delay)

Oft müssen die Flüchtlinge erst kilometerweit laufen, um an die nächste Trinkwasserquelle zu gelangen. Bild: AP/AP

Die Massenausweisungen in Algerien sind seit Oktober 2017 stark angestiegen. Damals verstärkte die EU den Druck auf nordafrikanische Länder, Flüchtlinge von ihrem Kurs nach Europa abzuwenden. Hauptsächlich handelt es sich um Migranten aus Mali, Gambia, Guinea, der Elfenbeinküste und dem Niger. 

Mit dem Wissen der EU

Ein Sprecher der EU sagte gegenüber AP, dass man sich dessen bewusst sei, was in Algerien geschieht, dass eigenständige Länder aber Flüchtlinge ausweisen können, solange keine internationalen Gesetze verletzt werden. Algerien bekommt auch keine finanzielle Unterstützung von der EU, um die Flüchtlingskrise zu bewältigen, wie dies beispielsweise im Niger der Fall ist. Es erhielt allerdings 111,3 Millionen Dollar an Hilfsgeldern von Europa zwischen den Jahren 2014 und 2017.

«Es gibt Leute, die es nicht ertragen konnten. Sie setzten sich einfach hin und wir haben sie zurückgelassen. Sie litten zu sehr.»

Aliou Kande

Die Flüchtlinge, mit denen die AP gesprochen hat, erzählen davon, zu Hunderten in Lastwagen geladen und sechs bis acht Stunden lang nach Süden gefahren worden zu sein, wo sie schliesslich am «Point Zero» abgeladen und in Richtung Niger gewiesen wurden. Zu Fuss. Im Juni letzten Jahres wurden einige Flüchtlinge sogar vor dem «Point Zero» abgesetzt – ganze 30 Kilometer von der nächsten Trinkwasserquelle entfernt.

A sandal lies on the ground in Niger's Tenere desert region of the south central Sahara on Sunday, June 3, 2018. (AP Photo/Jerome Delay)

Die Wüstensonne ist unerbittlich. Bild: AP/AP

Es dauert nur Sekunden, bis die Hitze des Sandes die Schuhe durchdringt und der Schweiss bei der ersten Berührung mit der heissen Luft verdunstet. Schutz vor der Sonne gibt es keinen und die Atmung brennt wie die Luft aus einem heissen Ofen in der Lunge. Aber ein Zurück gibt es nicht mehr.

Sie kehrten nie mehr zurück

«Es gibt Leute, die es nicht ertragen konnten. Sie setzten sich einfach hin und wir haben sie zurückgelassen. Sie litten zu sehr», erzählt Aliou Kande, ein 18-jähriger Senegalese gegenüber AP. Allein in seiner Gruppe, die aus rund 1000 Personen bestand, gaben rund ein Dutzend Menschen auf. Sie hätten sich verlaufen und seien nie mehr zurückgekehrt.

Kande berichtet weiter, dass ihm die algerische Polizei alles abgenommen habe, das er bei sich hatte. Insgesamt seien dies 400'000 Dinar, also rund 340 Dollar und ein Samsung-Telefon gewesen.

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«Die Gefahren der Sahara» titelt die AP dieses Video. (AP Video/Nat Castaneda)

Unzählige Videos der AP bestätigen die Erzählungen der Flüchtlinge. Sie zeigen hunderte von Menschen, die von Lastwagen wegstolpern und sich langsam in der Wüste verlieren. Die algerischen Verantwortlichen wollten sich zu den Anschuldigungen nicht äussern. (doz)

«Ich konnte nicht sagen, wer tot war und wer noch lebte»

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Video: srf

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107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 25.06.2018 21:36
    Highlight Highlight Die Lösung wäre: Follow The Money!

    Aber da ginge es den NGOs an den Kragen.
    Und das möchten die Linken lieber nicht.
    • Fabio74 25.06.2018 22:06
      Highlight Highlight Dummes Zeug wie immer
      Follow the money heisst, das Geld wird aus Afrika abgezogen und nach Europa transferiert. Und dieses Geld fehlt dann unten
    • Spooky 25.06.2018 23:12
      Highlight Highlight Von diesen armen Schluckern in der Wüste profitieren die Flüchtlingshelfer und die Schlepper. Und Leute, die arbeiten müssen, werden abgezockt.
    • Die Redaktion 26.06.2018 00:05
      Highlight Highlight @Spooky

      Sie meinen die Freiwilligen welche zumeist unentgeltlich arbeiten profitieren davon, oder gar die Organisationen selbst, welche kaum ihre Schiffe bezahlen können? Das klingt nicht besonders logisch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flughund 25.06.2018 19:42
    Highlight Highlight Was mich nervt ist das hier wieder wie üblich (immer von den selben Apologeten) die Humanitäts-Keule aus dem Schrank geholt wird.
    Denn wer die Menschlichkeit auf seiner Seite hat, der ist im Recht. Und wer es wagt, dem Furor der Humanität entgegenzutreten, der entlarvt sich selbst als Unmensch oder Zyniker.
    Eventuelle Kontrahenten stehen zwangsläufig als kalt oder empathielos da. Deshalb auch wird dieser Trumpf gern in Form der Anklage ausgespielt. Es geht darum, das Gegenüber und seine Ansichten als unmenschlich oder inhuman zu brandmarken.
    • Die Redaktion 26.06.2018 00:16
      Highlight Highlight @Flughund

      In einem Streitgespräch wird dem Gegner immer eben jenes Attribut, das wir an uns selbst als besonders ausgeprägt wahrnehmen, in Abrede gestellt.

      Bitte sagen Sie mir doch eine Tugend die höher zu Gewichten wäre, als die Menschlichkeit.
    • Flughund 26.06.2018 09:15
      Highlight Highlight Eben das ist ja meine Kritik es gibt kein höheres Gut, diese Karte sticht immer.
    • Andi Amo 26.06.2018 20:00
      Highlight Highlight @Flughund

      Die und die Nati-Karte.
      Wer einmal so gebrandmarkt wird, und das passiert in gewissen Kreisen sehr schnell, dem werden die übelsten Eigenschaften und Einstellungen gleich mit angedichtet. Speziell in Deutschland!
  • Keine grösseren Probleme...? 25.06.2018 17:51
    Highlight Highlight ....der Hamner wird uns irgedwann auch treffen. Vielleicht noch verreckter als wir uns es vorstellen können, dessen bin ich mir sicher!
  • durrrr 25.06.2018 17:17
    Highlight Highlight Diese Story zeigt wieder mal schön auf, dass es absolut unvernünftig ist in Europa Anreize für eine massenhafte Migration zu schaffen. Es ist einfach unverantwortlich. Eine repressive Migrationspolitik wäre definitiv eine nachhaltigere Lösunh. Der Westen muss endlich mehr in Afrika investieren, vor allem in die Agrarwirtschaft und Bildung. Man kann diese rapide wachsende Bevölkerung einfach nicht mehr mit einer mitteralterlichen Kleinbauernlandwirtschart versorgen. Aber das wollen halt die linken NGOs auch nicht.
    • James McNew 25.06.2018 17:43
      Highlight Highlight Der Westen sollte aufhören, seine Agrar- und andere Exporte m
      nach Afrika zu subventionieren und so lokale Märkte zu zerstören. Westliche Firmen sollten aufhören, nur gerade lokale Gesetze zu befolgen, (sofern die korrupten Behörden diese überhaupt durchsetzen) und aufhören, Gewinne abzusaugen. Der Westen sollte aufhören, korrupten Staatsführern Asyl für ihr illegales Geld zu bieten und medizinische Versorgung in Luxus-Spitälern. Der Westen sollte aufhören, Waffen in Kriegsgebiete zu exportieren. Ich garantiere dir, lieber durrr: Bei all dem sind sicher nicht deine linke NGO schuld...
    • Fabio74 25.06.2018 18:57
      Highlight Highlight Falsch. WIr subventionieren unsere Agrarprodukte, produzieren zu viel und überschwemmen Afrika damit und machen deren Markt kaputt. Wir fordern von den Afrikaner auf Zölle zu verzichten, riegeln unsere Märkte aber ab.
      Wir liefern Schrott nach unten wissentlich, dass das Zeug dort unten nicht richtig entsorgt wird
      Wir sorgen dafür dass Steuersubstrat nach Europa transferiert wird durch Holdingkonstrukte
      Wir sollten: keine korrupten Regimes mehr dulden und hofieren. Weder Waffen liefern, noch deren Gelder horten. Wir sollten für Bildung und Perspektiven sorgen....
    • Fabio74 25.06.2018 19:00
      Highlight Highlight @Teil2 mit Projekten die nachhaltig sind, die für die lokalen Märkte funktionieren. LAndwirschaft anhand der lokalen Klimasituation.
      Den Konzernen die Menschenrechtsverletzungen dulden auf die Finger klopfen, Stichwort Konzernverantwortungsinitiative.
      MEhr Bildung, weniger Kindersterblichkeit, gleich sinkende Geburtsraten
  • Markus Hofstetter 25.06.2018 15:08
    Highlight Highlight Wer den Begriff "Massenausweisungen" verwendet, sollte andere dann aber nicht für die "Masseneinwanderung" kritisieren.
    • James McNew 25.06.2018 19:21
      Highlight Highlight Als ob es hier darum ginge. Aber: Wenn staatlich organisiert Massen auf Lastwagen geladen und abgeführt werden, ist das schon eine Massenausweisung.
    • Markus Hofstetter 25.06.2018 20:51
      Highlight Highlight Als während der Hochphase der Flüchtlingsmigration der letzten Zeit "Massen" nach Deutschland einwanderten, wurde auch nicht von Masseneinwanderung gesprochen bzw. wer dies getan hätte, wäre dafür kritisiert worden. Es ist nur ein Detail, aber korrekt ist es nicht. Ich erwarte schon, dass mit gleichen Ellen gemessen wird.
    • Fabio74 25.06.2018 22:08
      Highlight Highlight und was hilft dies zum Thema? eigentlich nichts.
  • Spooky 25.06.2018 14:51
    Highlight Highlight "Algerien bekommt auch keine finanzielle Unterstützung von der EU, um die Flüchtlingskrise zu bewältigen, wie dies beispielsweise im Niger der Fall ist. Es erhielt allerdings 111,3 Millionen Dollar an Hilfsgeldern von Europa zwischen den Jahren 2014 und 2017."

    Und was genau hat Algerien mit diesen 111,3 Millionen Dollar gemacht?
  • Röleböle 25.06.2018 13:52
    Highlight Highlight da war ist eine doku auf srf.
    system milch.
    multis der nahrungsmittelindustrie und ihre lobbys setzen europaweit subventionen durch. die hiisigen bauern produzieren fleissig (zu viel!!) milch, die die industrie dankend zu dumping preise abkauft.
    der lokale bauer leidet, und die überproduktion wird als billiges milchpulver in afrika verkauft.
    und, oh wunder, der bauer in afrika kann seine milch auch nicht mehr verkaufen.
    was ihn dann bald mal auf den weg nach europa bringt...
    • Baba 25.06.2018 15:59
      Highlight Highlight Und das gleiche geschieht mit Geflügelfleisch, das nach Westafrika "exportiert" wird. Hierzulande ist ja v.a. die Pouletbrust gefragt, allenfalls noch Schenkel aber der Rest ist nicht interessant.

      Nun wird dieses Fleisch in Blöcken gefroren nach Westafrika verschifft und zerstört dort die lokale Geflügelzucht. Nebst dem, dass es ein riesiges Gesundheitsrisiko darstellt, da - einmal vom Schiff runter - die Kühlkette in keiner Weise mehr gewährleistet ist.

      Es ist eine Schande, wie die erste Welt Afrika und seine Menschen ausnimmt und misshandelt. Unterstützt von den dort regierenden Despoten.
    • durrrr 25.06.2018 17:19
      Highlight Highlight Für viel schädlicher halte ich jedoch die hohen Importzölle mit denen Europa seine Landwirtschaft abschottet. Dadurch haben afrik. Bauern keine Chance auf einen int. Marktzugang und werden sich demnach kaum weiterentwickeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • spam.0815 25.06.2018 13:50
    Highlight Highlight "Die Sahara ist jetzt ein Friedhof unter freiem Himmel".

    Eindrückliche Doku über die Migrationspolitik der EU in Afrika, wer von dieser profitiert und welchen Preis die Migrant*innen dafür zahlen.

    www.arte.tv/de/videos/078195-000-A/tuersteher-europas/
  • Ril 25.06.2018 13:47
    Highlight Highlight So entsorgt man also Menschen. Ich könnt' k*tzen.
  • Quacksalber 25.06.2018 13:24
    Highlight Highlight Am meisten betroffen macht mich, wie Afrikaner miteinander umgehen und wie wenig ein Menschenleben zählt. Warum ist die EU an allem Schuld? Ich habe auch wenig Lust zuzusehen wie ein europäisches Land nach dem anderen an die Rechtspopulisten fällt.
  • Glücksbringer 25.06.2018 13:18
    Highlight Highlight Der Titel des Artikels sollte heißen:
    Wie Algerien, die EU und die Schweiz 13’000 Flüchtlinge in die Wüste schicken
    • Roterriese 25.06.2018 14:06
      Highlight Highlight Nicht wirklich..
    • John Carter 25.06.2018 15:16
      Highlight Highlight Die Menschen haben sich selber auf den Weg gemacht, wohlwissend was auf sie zukommt. Das jetzt alle Anderen daran schuld sein sollen stimmt so nicht.

      Afrika hat Tausende Milliarden an Entwicklungshilfe bekommen. Wo ist das Geld geblieben, was haben die NGOs dort unten mit dem vielen Geld gemacht.

      Es sind keine Kriegsgebiete aber arm sind sie alle. Afrika hat 1.5 Mia. Einwohner. Vielen geht es wegen der Korruption schlecht. Trotzdem können nicht alle kommen.
    • Domino 25.06.2018 16:17
      Highlight Highlight Glücksbringer: du hast die Leute in die Sahara geschickt
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 25.06.2018 13:09
    Highlight Highlight Afrika braucht einen Masterplan für Wirtschaft, Bildung, Sicherheit und Geburtenkontrolle.
    • Die Redaktion 25.06.2018 14:20
      Highlight Highlight Ich finde afrikanische Firmen dürfen sich mit unlauteren Mitteln Grund und Boden in aller Welt zu eigen machen und dort dann die Bevölkerung zu unwürdigen Bedingungen schuften lassen. Auch wäre es nur fair diese dann von Bildung fern zu halten. Bei einer etwas aufmüpfigen Bevölkerung dürfen sie auch Diktatoren installieren und Bestechungsgelder fliessen lassen.

      Wenn dann die unterdrückten und ausgebeuteten nach Afrika wollen einfach die Schotten dicht machen und solange es geht weiter abkassieren.

      Das wäre eine sehr gute Lösung des Problems.

      PS ich vergass wir besitzen keine Bodenschätze.
    • The Origin Gra 25.06.2018 14:57
      Highlight Highlight @Wilhelm Dingo: Wird die Wirtschaftslage in Afrika besser werden auch ganz Automatisch die Geburtenzahlen sinken.

      Wie in der Schweiz wo noch bis in die Siebziger Grossfamilien mit Dutzenden Kindern gang und gäbe waren.

      Aber ja, es könnte halt sein das ein CEO ein paar Milliönchen weniger an Boni und ein Aktionär ein paar Milliönchen weniger an Dividenden hat.
      Geht gar nicht, ist Ungerecht, also weiter wie bisher
    • einmalquer 25.06.2018 15:20
      Highlight Highlight Da werden die Unternehmen in dieser globalisierten Wirtschaft nicht mitmachen wollen
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Origin Gra 25.06.2018 13:00
    Highlight Highlight Scheinbar werden Lager in den Subsahara-Ländern ja in Europa gerade In.


    Man weiss was mit den Menschen dort passiert (Vergewaltigt, Misshandelt und als Sklaven verkauft oder in der Wüste Ausgesetzt) aber es interessiert nicht, ist halt Unbequem.

    Nur sollte dann z.B. der EU der Friedensnobelpreis aberkannt werden und der Westen sollte sich dann Unterstehen von "Humanitären Werten" zu Reden, die scheinen Inexistent zu sein.

  • Die Redaktion 25.06.2018 12:47
    Highlight Highlight ...und dann gibt es jene die vom Sofa aus schreiben wir hätten weder Geld noch Platz um sie aufzunehmen. Fühlt ihr euch jetzt wenigstens so schlecht wie ihr seid?

    Freundliche Grüsse Djinn
    • Roterriese 25.06.2018 14:09
      Highlight Highlight Nö ich fühl mich gerade spitze. Was tust DU gegen die Krise? Gehst DU vor Ort helfen oder verfasst du nur linkspopulistische Kommentare?
    • Groovy 25.06.2018 15:17
      Highlight Highlight Ich bewundere deine Einstellung <...>
    • Die Redaktion 25.06.2018 16:49
      Highlight Highlight Es geht doch vielmehr darum was ich nicht getan habe. Ich habe beispielsweise nicht ausgegrenzt, nicht diskriminiert und nicht bevorteilt. Ausserdem besitze ich Empathie und kann unter einem solchen Artikel nicht Dinge schreiben wie:

      "Nö ich fühl mich gerade spitze."

      Was bringt es, wenn ich aufzähle was ich alles geleistet habe? Ihr glaubt es ohnehin nicht.

      Da zähle ich lieber auf was ihr nicht erreicht habt:

      Alles.

      PS lasst euch durch diese Formulierung nicht verwirren, das seid ihr schon genug.


      Roterriese das angefügte Bild ist nur für Sie.
      User Image
    Weitere Antworten anzeigen
  • aglio e olio 25.06.2018 12:44
    Highlight Highlight Der Artikel ist Pflichtlektüre für alle die meinen, man sollte jegliche im Mittelmeer aufgegriffenen Flüchtlinge direkt in das Land zurückbringen in dem sie eingewassert haben.
    • John Carter 25.06.2018 15:27
      Highlight Highlight Alle in Europa Aufnehmen? Dann werden noch viel mehr kommen. 1.5 Mia. Menschen leben in Afrika. Bis 2050 sind es dann 3 Mia.

      Das sind viele arme Menschen die dann auch profitieren wollen.

      Und in Afghanistan, Pakistan, Indien, Burma mit den Rohingyas (400'000 ohne Heimat) gibt es noch mehr Menschen denen es schlecht geht - auch die möchten ins gelobte Land Eurpa kommen.

      Wenn die Afrikaner kommen können, dürfen die Asiaten auch kommen. Alles andere wäre ja unfair.
    • Rabbi Jussuf 25.06.2018 15:29
      Highlight Highlight Meinst du wirklich, es würde sich nur die Bohne was verbessern, wenn Europa unbesehen alle Flüchtlinge/Migranten aus dem Mittelmeer aufnimmt?
      Das Gegenteil wäre der Fall - mit Sicherheit.

      Man hat die Situation seit vielen Jahren einfach schleifen lassen und dazu noch Merkelsche Einladungen verschickt. Da wundert es wirklich nicht, dass wir jetzt eine Katastrophe haben, die eigentlich nur mit einem klaren Schnitt behoben werden kann. Die Gesetze anwenden, wie sie gedacht sind und die entsprechenden Länder massiv unter Druck setzen, endlich in ihrem Chaos Ordnung zu machen.
    • aglio e olio 25.06.2018 16:31
      Highlight Highlight Rabbi, wenn du unsere Situation als Katastrophe beschreibst, wie nennst du dann deren Situation?

      "...klaren Schnitt behoben...Länder massiv unter Druck setzen...in ihrem Chaos Ordnung zu machen"

      Ist dir bewusst wie agressiv deine Worte sind?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 25.06.2018 12:30
    Highlight Highlight Relativierende Hass-Kommentare in 3..2..1..

    --------------

    Meine Damen und Herren, das ist die Realität! Europa lässt lieber 10 tausende von Menschen elendig vor den Toren verrecken, anstatt sich etwas zu strecken. Die Toten im Mittelmeer sind nur die Spitze des Eisbergs. Ob so viel Bigotterie fällt es mir gerade schwer, mein Mittagessen drinnen zu behalten.
    • ThomasHiller 25.06.2018 12:41
      Highlight Highlight 1) - Ja, grundsätzlich will ich dir gerne Recht geben.
      Es stellt sich aber die Frage, ob die Welt besser wird, wenn wir allem Elden abhelfen. Es helfen nicht unsere guten Worte oder guten Taten, die Menschen müssen ihre Probleme auch vor angehen. Das ist im Umgang mit Diktatoren schwer, und gerade in Afrika gibt es viele von ihnen.
      Wenn wir aber nicht endlose Züge an Flüchtlingen produzieren wollen, müssten wir selbst vor Ort eingreifen - und genau das wollen ja genau die nicht, die jetzt meinen, wir müßten die VErantwortung übernehmen.
    • ThomasHiller 25.06.2018 12:46
      Highlight Highlight 2) - Es ist vielleicht nicht schön zu sagen, daß ist nicht unser Problem.
      Es sind aber Länder, die ihre eigenen Entscheidungen treffen. Ein Blick in die neuere Geschichte zeigt aber auch, daß es sich zunehmend mehr Länder nicht gefallen lassen, wenn wir - quasi von oben herab - moralisieren und ihnen erzählen, wie sie es machen sollen.
      Bei allem Elend ist es also politisch manchmal besser, andere ihre eigene Verantwortung (die Länder wie die Flüchtlinge) tragen zu lassen.

      Wie gesagt, wäre die Welt besser, hättest du uneingeschränkt recht und das Problem bestünde nicht.
    • Groovy 25.06.2018 12:51
      Highlight Highlight Muss ich mich jetzt schuldig fühlen?
      Sollten die afrikanischen Staaten nicht mal dafür sorgen, dass es gar nicht so weit kommt? Geld ist genug vorhanden, aber ungerecht verteilt... Afrika wird nicht gerettet, indem alle zu uns kommen. Bigotterie gibt es auch bei vielen anderen Themen. Kein Grund sein MIttagessen gleich loszuwerden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • happygoalone 25.06.2018 12:15
    Highlight Highlight Die erste Welt wird sich irgendwann verantworten müssen. Wir haben alles und wenn wir wenig haben, haben wir immer noch viel. Wie kann man helfen?
    • Schmirinskis 25.06.2018 15:46
      Highlight Highlight Wie kann man den Kommentar von spam.0815 blitzen? Danke für dein Engagement 💚
  • Micha Schläpfer 25.06.2018 12:10
    Highlight Highlight 😢☝️❤! und gleichzeitig sieht man Senegal an der WM jubeln, alles so unwirklich, verstörend. Einfach in der Wüste ausgesetzt....
    • Posersalami 25.06.2018 12:35
      Highlight Highlight Was hat denn der Senegal mit der Praxis in Algerien zu tun? Die beiden Länder trennen doch mindestens 2000km!
    • Ichiban 25.06.2018 13:04
      Highlight Highlight Diesen kommentar verstehe ich jetzt nicht ganz. Senegal wird hier nicht als flüchtlingsland genannt. Soll die weltmeisterschaft den erst welt ländern vorbehalten sein? Mit etwas mehr solidarität konnten sogar diese flüchtlinge wieder jubeln.
  • Matti_St 25.06.2018 11:37
    Highlight Highlight Es wird Zeit, nicht nur die Kosten der Flüchtlinge aufzuzeigen. Jetzt muss mal die Gewinne der europäischen Firmen durch die Korruption und Ausbeutung in Afrika aufgelistet werden. Und dann können wir über unser Verursacherprinzip sprechen.
    • Andi Amo 25.06.2018 13:48
      Highlight Highlight Als ob nur europaische Unternehmen (nicht Nationen und auch nicht Heinz und Kunz) Geschäfte in Afrika machen würde. Erkundige dich doch mal wie die USA und vor allem Chinesische Staatsbetriebe mittlerweile Afrika ausbeuten!!!
      Wieso nehmen die eigentlich keine afrikanischen Flüchtlinge auf? Wieso immer nur Europa?
      Und dann reden wir doch bitte auch endlich mal über die astronomischen Geburtenraten in Afrika. Ist es vielleicht mit ein Grund, dass viele in Afrika arbeitslos sind, wenn jede Familie um die 7-12 Kinder hat? Einfach auch mal bitte diese Fakten miteinkalkulieren. Danke.
    • Die Redaktion 25.06.2018 14:12
      Highlight Highlight @Andi Amo

      Sollen sie etwa mit ihren Schlauchbooten nach Asien oder Amerika fahren?

      Ja es gibt nebst den Europären auch andere die Afrika ausbeuten. Macht das unser Handeln jetzt irgendwie besser?

      Das Fehlen jeglicher sozialer Sicherheiten bringt Menschen dazu dass ihre Kinder für ihre Sicherheit direkt aufkommen müssen. Sprich: Viele Kinder viel Sicherheit. Ausserdem ist die Kindersterblichkeit hoch und die Geburtenrate liegt knapp unter 5 und nicht wie sie sagen bei 7-12.

      Ich habe die Faktoren mit einkalkuliert und komme zum Ergebnis, dass wir echte Europäer sehr überheblich sind.
    • Matti_St 25.06.2018 15:02
      Highlight Highlight Klar die anderen... Echt jetzt?

      Irgendjemand muss anfangen. Und Europa sollte das schnell machen. Und wieso? Nirgendwo ist Afrika näher als zu Europa. Wenn es Europa schafft, einen Marshallplan zu erarbeiten, der wirklich allen nutzt, werden sich die Chinesen und Amis anpassen müssen.

      Zu den Grossfamilien... Wieso hatten wir vor 70 Jahren auch so viele Kinder? Ach ja, die Sterblichkeitsrate war viel höher. Und mit abnehmender Sterblichkeitsrate, werden auch in Afrika die Geburten zurückgehen. Das passiert nicht sofort, aber in Generationen. Wie auch bei uns.
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  • Olmabrotwurst 25.06.2018 11:32
    Highlight Highlight Das ist wirklich krank in der Wüste am Tag 50°C in der nacht -25°C im Schnitt das überlebt doch kein Mensch ohne richtige Versorgung
  • pun 25.06.2018 11:27
    Highlight Highlight Nicht, dass das ein besonders neues Phänomen wäre, Emmanuel Mbolela schildert diese Taktik zum Beispiel bereits 2014 in seinem Buch über seine Flucht, die sechs Jahre dauerte. Aber jetzt kann niemand mehr sagen, sie hätten davon nichts gewusst. Genauso von den Sklavenmärkten in Libyen. Es ist eine verdammte Schande und so unglaublich traurig, dass die Tränen gleich mittrocknen.
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 25.06.2018 13:24
      Highlight Highlight Unendlich traurig und grausam, wie wir mit unseren Mitmenschen verfahren.

      Hier ein Link zu NZZ-Bericht über das Buch „Mein Weg vom Kongo nach Europa“ von Emmanuel Mbolela:

      https://www.nzz.ch/zuerich/den-stimmlosen-eine-stimme-geben-1.18405562
    • Genital Motors 25.06.2018 13:33
      Highlight Highlight Mein Humor ist so trocken, da gibts keine nassen Tränen.
    • Fabio74 25.06.2018 19:15
      Highlight Highlight @genital wer nur Verachtung für Menschen hat, dem fehlts an jeder Art Verstand, Anstand und Moral... aber nichts neues im Westen
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Uno-Migrationspakt offiziell angenommen – Schweiz bleibt Marrakesch fern

Die internationale Staatengemeinschaft hat am Montag in Marrakesch den Uno-Migrationspakt offiziell angenommen. Uno-Generalsekretär Antonio Guterres hatte sich zuvor erneut für den Migrationspakt stark gemacht.

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