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epa07447957 A handout photo made available by CARE, an international humanitarian agency shows local residents in search of clean water after cyclone Idai made landfall in Sofala Province, Central Mozambique, 17 March 2019. (Issued on 19 March 2019). A Category 4 Cyclone named Idai made land fall wreaking havoc knocking out power across the province and impacting every resident in Central Mozambique.  EPA/JOSH ESTEY / CARE / HANDOUT MANDATORY CREDIT: WWW.CARE.DE HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bewohner der Provinz Sofala auf der Suche nach sauberem Wasser, Bild: EPA/WWW.CARE.DE

Wirbelsturm «Idai» – 400'000 Menschen in Mosambik obdachlos



Nach dem schweren tropischen Wirbelsturm «Idai» sind in Mosambik laut einer Schätzung des Roten Kreuzes bis zu 400'000 Menschen zeitweise obdachlos geworden.

Die von dem Zyklon ausgelösten Überschwemmungen setzten im Zentrum Mosambiks demnach ganze Landstriche unter Wasser und beschädigten zahllose Häuser.

epa07447948 A handout photo made available by CARE, an international humanitarian agency shows the drone footage of a general aerial view of the damaged Praia Nova Village, after Cyclone Idai made landfall in Sofala Province, Central Mozambique, 17 March 2019. (Issued on 19 March 2019). Nhamudima, is a slum that was heavily affected by the cyclone in the city of Beira ( only). Being located near the coast, this shanty town of loosely built homes were extremely vulnerable to the high winds and rain. A Category 4 Cyclone named Idai made land fall wreaking havoc knocking out power across the province and impacting every resident in Central Mozambique.  EPA/JOSH ESTEY / CARE / HANDOUT MANDATORY CREDIT: WWW.CARE.DE HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Der Zyklon verwüstete ganze Landstriche. Bild: EPA/WWW.CARE.DE

Helfer bemühten sich am Dienstag weiter, das ganze Ausmass der Krise zu bewerten und mehr Unterstützung in das Katastrophengebiet zu bringen. Amnesty International forderte die internationale Gemeinschaft auf, mehr Mittel für die Zyklon-Opfer bereitzustellen.

Die Rettungsmassnahmen liefen nur schleppend an. Viele der zerstörten und von schwersten Überschwemmungen betroffenen Gebiete waren auch am Dienstag noch von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Helfer drangen nur mühsam in die Hochwassergebiete vor.

Die Glückskette sammelt für die Opfer des Zyklons.

In der Provinz Sofala und der Hafenstadt Beira mit rund 500'000 Einwohnern gab es weiterhin keinen Strom, kein Kommunikationsnetz und keine reguläre Trinkwasserversorgung. Der Stromversorger EDM erklärte, es gebe keinen Kontakt zu den Teams vor Ort. «Deswegen können wir auch nicht vorhersehen, bis wann die Versorgung wiederhergestellt werden kann», sagte Sprecher Moises Mabunda.

Das Rote Kreuz hatte zuvor gewarnt, dass rund 90 Prozent von Beira schwer beschädigt oder zerstört seien. Die Hafenstadt ist wegen der Überschwemmungen nur noch aus der Luft zu erreichen. Ein Nothilfeteam von Ärzte ohne Grenzen sollte dort am Dienstag eintreffen, um medizinische Hilfe zu leisten und bei der Trinkwasserversorgung zu helfen. Die EU stellte 3,5 Millionen Euro Soforthilfe bereit.

Mosambiks Präsident Filipe Nyusi hatte am Montag gewarnt, infolge des Zyklons könnte es mindestens 1000 Todesopfer geben. Offiziell gingen die Behörden am Dienstagabend von bisher 200 Toten in Mosambik und 100 Toten in Simbabwe aus.

epa07447731 A handout photo made available by the International Federation of Red Cross (IFRC) showing an aerial view of the destruction of homes in Praia Nova, Beira, Mozambique, after the cycloneTropical Cyclone Idai destroyed and damaged homes and knocked out electricity and communications on 15 March 2019, issued 18 March 2019. The IFRC state that Tropical Cyclone Idai made landfall on the evening of 14/15 March near the central Mozambican city of Beira. The cyclone – with maximum sustained winds estimated as between 170 and 190 km/h – brought torrential rains to Sofala, Zambezia, Manica and Inhambane provinces. The cyclone caused significant destruction in Beira – Mozambique’s fourth largest city with a population of over 500.000 - and surrounding villages. The full extent of the damages remain unclear as roads are cut off, including those leading to the city. Power and communications lines are down. An initial Red Cross aerial assessment estimated that about 90 per cent of the city and its surrounds was damaged or destroyed.  EPA/Denis Onyodi / IFRC / HANDOUT MANDATORY CREDIT: IFRC HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die Stadt Beira wurde besonders stark getroffen: Vielerorts steht gar nichts mehr. Bild: EPA/IFRC

Der Zyklon mit der Stärke vier von fünf war in der Nacht zum Freitag mit Windböen von bis zu 160 Kilometer pro Stunde vom Indischen Ozean her kommend in der Nähe von Beira auf Land getroffen. Es folgten Sturmfluten und massive Überschwemmungen. «Idai» schwächte sich über Land ab und zog weiter ins nahe Simbabwe.

SRK schickt Logistiker-Team

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) schickt ein Team von Logistikern nach Mosambik, um die Nothilfe der internationalen Rotkreuz-Bewegung zu koordinieren. Das Team fliegt am Donnerstagnachmittag von Zürich-Kloten ab ins Katastrophengebiet, wie es in einer Mitteilung der Organisation vom Dienstag heisst.

In den kommenden Wochen werde das Team insbesondere die Verwaltung und Verteilung der aus dem Ausland ankommenden Hilfsgüter der weltweiten Rotkreuzbewegung koordinieren. Gleichzeitig werde es abklären, welche dringend benötigten Produkte wie Nahrung, Trinkwasser, Zelte und Baumaterial auf den lokalen Märkten oder in den Warenlagern des lokalen Roten Kreuzes vorhanden sind oder anderweitig beschafft werden müssen.

Schoolchildren are stranded across a collapsed bridge in Chimanimani, southeast of Harare, Zimbabwe, Monday, March 18, 2019. (AP Photo/Tsvangirayi Mukwazhi)

Schüler stehen vor einer zusammengestürzten Brücke in Simbabwe: Viele Gegenden sind von der Umwelt abgeschnitten. Bild: AP/AP

In Mosambik harren noch immer viele Menschen auf Bäumen oder Dächern aus, wie Ian Scher von der südafrikanischen Organisation Rescue SA, die sich an der Seite des südafrikanischen und mosambikanischen Militärs an den Bergungsarbeiten beteiligt, am Dienstag berichtete. Seit Freitagnacht hat Schers Organisation nach eigenen Angaben 34 Menschen gerettet. Doch stehen ihr bislang nur drei Hubschrauber zur Verfügung. Sie will nun versuchen, weitere Hubschrauber zu chartern.

Die Helfer stünden derzeit vor allem vor zwei Problemen, berichtete der Chef von Rescue SA weiter: «Wir haben die Leute in den Bäumen, die gegen Schlangen, Insekten und Raubtiere kämpfen müssen - und wir haben die Menschen, die auf Hausdächern oder Inseln gestrandet sind und nichts zu essen haben».

Amnesty International rief die internationale Gemeinschaft zur raschen Hilfe auf. Die Menschenrechtsorganisation machte den Klimawandel für Katastrophen wie jetzt im südlichen Afrika verantwortlich. Grossbritannien stellte der Region am Dienstag sieben Millionen Euro an Nothilfe zur Verfügung. (cma/sda/dpa)

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