International
Migration

Papst ruft zu Mitgefühl für Verfolgte auf

Pope Francis unveils a statue of Baby Jesus as he celebrates the Christmas Eve Mass in St. Peter's Basilica at the Vatican, Sunday, Dec. 24, 2017. (AP Photo/Alessandra Tarantino)
Papst Franziskus bei der Weihnachtsmesse. Bild: AP/AP

Papst ruft zu Mitgefühl für Geflüchtete auf

25.12.2017, 04:1925.12.2017, 04:21

Papst Franziskus hat bei der Christmesse an Heiligabend dazu aufgerufen, Verfolgte und Vertriebene mit offenen Armen aufzunehmen. Er rief zu «Nächstenliebe» und «Gastfreundschaft» auf.

«Hinter den Schritten von Maria und Josef verbergen sich viele Schritte. Wir sehen die Spuren ganzer Familien, die auch heute gezwungen sind, von zu Hause wegzugehen», sagte der Pontifex an Heiligabend bei der Messe vor Tausenden Gläubigen im Petersdom in Rom.

«Wir sehen die Spuren von Millionen Menschen, die nicht freiwillig gehen, sondern gezwungen sind, sich von ihren Lieben zu trennen, weil sie aus ihrem Land vertrieben werden.»

Weihnachten sei die Zeit, «die Kraft der Angst in eine Kraft der Liebe zu verwandeln, in eine Kraft für eine neue Auffassung von Nächstenliebe», sagte das Oberhaupt der Katholiken. Man dürfe sich nicht mit Ungerechtigkeit zufrieden geben, sondern müsse den Mut haben, «inmitten von Spannungen und Konflikten zu einem Raum der Gastfreundschaft zu werden».

Franziskus setzt sich seit Beginn seines Pontifikats besonders für Migranten und Ausgegrenzte ein. Bei der Christmesse im vergangenen Jahr hatte er an die Kinder erinnert, die im Krieg oder auf der Flucht aufwachsen.

Am ersten Weihnachtsfeiertag am Montag - dem Höhepunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten im Vatikan - wird Franziskus auch den traditionellen Segen «Urbi et Orbi» spenden. (sda/dpa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
USA schiessen erstmals auf Frachter in Hormus-Strasse – der Ölpreis reagiert sofort
Die US-Armee hat auf ein iranisches Schiff in der Hormus-Strasse geschossen. Der Vorfall stellt die von Donald Trump gewünschte neuerliche Verhandlungsrunde noch stärker infrage. Der Ölpreis reagierte unmittelbar.
Die USA haben ihre Drohung wahrgemacht und nun ebenfalls auf ein Schiff geschossen, das die Strasse von Hormus passieren wollte. Der iranische Frachter sei mehrfach zum Stopp aufgefordert worden, ehe ein US-Zerstörer auf den Maschinenraum feuerte, so die Angaben der US-Armee. Der Vorfall schürt neue Ängste an den Märkten, der Ölpreis stieg wieder sprunghaft an.
Zur Story