International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this July, 23, 2017 file photo, Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman poses while meeting with Turkey's President Recep Tayyip Erdogan in Jiddah, Saudi Arabia. Saudi Arabia's King Salman on Saturday, Nov. 11 2017,  removed a prominent prince who headed the National Guard, replaced the economy minister and announced the creation of a new anti-corruption committee. (Presidency Press Service/Pool Photo via AP, File)

Kronprinz Mohammed bin Salman. Bild: AP/Presidency Press Service

Prinzen verhaftet, Militärs gefeuert: Der Saudi-Kronprinz räumt so richtig auf



In Saudi-Arabien haben in der Nacht zum Sonntag zahlreiche Prinzen, Minister und ranghohe Militärs ihre Posten verloren. Der überwiegende Teil der Würdenträger wurde auf Anordnung von König Salman entlassen.

Unter anderem wurden der Minister für die Nationalgarde, Prinz Moteib bin Abdullah, Wirtschaftsminister Adel al-Fakieh und der Kommandeur der Marine, Abdullah al-Sultan, von ihren Aufgaben entbunden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Samstagabend.

In einer offiziellen Erklärung hiess es, «einige schwache Seelen» hätten ihre Interessen über die Interessen der Öffentlichkeit gestellt, «um illegal Gelder anzuhäufen». Zugleich wurde offiziell ein Anti-Korruptions-Komitee unter der Führung von Kronprinz Mohammed bin Salman ins Leben gerufen. Der Kronprinz, der erst vor wenigen Monaten von seinem Vater Salman zum Thronfolger ernannt wurde, gilt als treibende Kraft hinter den Personalentscheidungen in der Monarchie.

Neue Gangart

Der arabische Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete derweil, dass elf Prinzen, vier amtierende Minister sowie mehrere Dutzend ehemalige Minister festgenommen worden seien. Dies sei auf Anordnung des Anti-Korruptions-Komitees geschehen.

Unter den Festgenommenen soll auch der Milliardär Prinz Al-Walid bin Talal sein, der ein weltweites Geschäftsimperium führt. Bereits im September hatten die Behörden des Königreichs rund zwei dutzend Personen festgenommen - darunter einflussreiche Geistliche. Der neue Kronprinz hatte Ende Oktober bei einem Wirtschaftsforum eine Abkehr seines Landes von ultrakonservativen Religionsprinzipien in Aussicht gestellt und eine Modernisierung des Staatsapparats propagiert.

Verschmähter Lieblingssohn

Neuer Minister der Nationalgarde wurde Chaled bin Ajjaf, der Prinz Moteib ersetzte. Dieser war der Lieblingssohn des verstorbenen Königs Abdullah. Lange galt er als führender Anwärter auf den Thron. Prinz Moteib war der letzte Vertreter des Abdullah-Zweigs der königlichen Familie, der noch einen höheren Posten in Saudi-Arabiens Machtgefüge innehatte.

Wirtschaftsminister Fakieh wurde durch seinen Stellvertreter Mohammed al-Tuwaidschri ersetzt. (sda/dpa/afp/reu)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

«Schweizer Drohne» bei Testflug abgestürzt

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Moudi 06.11.2017 13:23
    Highlight Highlight @ Watson; nicht ein Wort über die Massenverhaftungen in Saudi-Arabien? 11 saudischen Prinzen, vier amtierende Minister der Regierung, zahlreiche ehemalige Minister, die Chefs der TV-Sender und viele weitere Führungspersönlichkeiten wurden in Gewahrsam genommen..
    nur so nebenbei..

  • meglo 05.11.2017 13:11
    Highlight Highlight Warten wir doch einmal ab, in welche Richtung sich das Regime in Riad entwickelt. Macht der Kronprinz auch in Bezug auf Frauenrechte, Achtung der Menschenrechte und Lockerung der rigiden religiösen Vorschriften vorwärts, besteht Anlass zur Hoffnung. Hoffen darf man ja.

    • Juliet Bravo 05.11.2017 15:28
      Highlight Highlight Das zumindest hat er ja angekündigt.
    • Saraina 05.11.2017 16:58
      Highlight Highlight Achtung der Menschenrechte? Achte mal darauf, ob die jetzt Inhaftierten einen fairen, rechtsstaatlichen Prozess bekommen... Wahrscheinlich wird es einfach totenstill um sie.
    • meglo 05.11.2017 20:00
      Highlight Highlight @Seraina
      Da gebe ich dir Recht. Auch daran wären die neuen Machthaber zu messen, denn zur Rechtsstaatlichkeit eines Landes gehören unabdingbar faire und unabhängige Richter. Eine Tatsache, die gerne vergessen wird.
  • Baba 05.11.2017 11:07
    Highlight Highlight Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer...

    Es wird interessant sein zu verfolgen, ob sich auf die Länge im Königreich Al Saud wirklich etwas zur Öffnung und einem moderaterem Islam ändert. Oder ob's nur ein Strohfeuer ist und jetzt bloss die Protagonisten ausgetauscht werden.
    • Moudi 06.11.2017 13:25
      Highlight Highlight haha "moderat" ja der ist Saugut!
  • Samurai Gra 05.11.2017 10:46
    Highlight Highlight Hoppla, der neue Thronerbe scheint ja voller Tatendrang zu sein.
    Hoffe er führt noch mehr Frauenrechte ein.

    Es könnte aber sein das er den Bogen überspannt und bald abgesetzt oder schlimmeres wird
    • Saraina 05.11.2017 17:12
      Highlight Highlight Zu Prinz Walid, der im Bericht erwähnt wird, meint der Guardian: "Prince Al-Waleed was an early advocate of women’s employment in Saudi Arabia – hiring a female pilot for his jets, at a time when there was no prospect of women driving on the ground, and speaking out against the driving ban before the regime agreed this year to lift it. His wife, Ameera, who he divorced in 2013, usually appeared unveiled."
      Dummerweise war Walid auch ein Kritiker von Präsident Trump.
  • demokrit 05.11.2017 10:13
    Highlight Highlight Die korrupten Saudis folgen also dem chinesischen Vorbild.
  • Scaros_2 05.11.2017 09:36
    Highlight Highlight Nennt sich prophylaktisch die Macht sicherb.

Diese 23 Bilder und Videos zeigen das Ausmass der Katastrophe in Beirut

Im Hafen von Libanons Hauptstadt ereignete sich am Dienstag eine riesige Explosion. Mehr als 100 Menschen verloren dabei ihr Leben, über 4000 Personen sind verletzt. Die folgenden Bilder und Videos zeigen das Ausmass der Katastrophe.

(jaw)

Artikel lesen
Link zum Artikel