International
Spanien

Ruft er die Unabhängigkeit Kataloniens aus, droht Puigdemont Festnahme

Ruft er die Unabhängigkeit Kataloniens aus, droht Puigdemont Festnahme

22.10.2017, 15:0222.10.2017, 16:25

Dem katalanischen Regierungschef Carles Puigdemont droht bei Ausrufung der Unabhängigkeit seiner Region von Spanien die sofortige Inhaftierung. Generalstaatsanwalt José Manuel Maza bestätigte am späten Samstagabend entsprechende Medienberichte.

Demnach bereitet die oberste Anklagebehörde in Madrid einen Strafantrag gegen Puigdemont wegen Rebellion für den Fall vor, dass der 54-Jährige in den nächsten Tagen die Loslösung Kataloniens von Spanien erklärt.

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte am Samstag die Absetzung der separatistischen Regionalregierung in Barcelona angekündigt und Neuwahlen in Aussicht gestellt. Puigdemont hatte zuvor gewarnt, die Anwendung von Zwangsmassnahmen könne Katalonien zu einer Unabhängigkeitserklärung bewegen. Es gilt als Formsache, dass der Senat in Madrid die Vorkehrungen – wie nötig – am Freitag absegnen wird.

Am Rande einer Veranstaltung im südspanischen Granada sagte Generalstaatsanwalt Maza vor Journalisten, aufgrund «der Schwere der Straftat» sei es «logisch und fast zwingend», dass Puigdemont und möglicherweise auch andere Angehörige der Regionalregierung nach einer eventuellen Unabhängigkeitserklärung sofort in Untersuchungshaft genommen würden. Für Rebellion sieht das spanische Gesetz Haftstrafen von bis zu 30 Jahren vor. (sda/dpa/kün)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
So viele Raketen hat Trump noch übrig
Die Vereinigten Staaten haben vor Inkrafttreten des Waffenstillstands Tausende von Raketen auf den Iran abgefeuert. Das hat die Vorräte an bestimmten Raketentypen drastisch reduziert, deren Mangel noch Jahre andauern könnte.
Die amerikanischen Bombardierungen gegen den Iran dauerten 39 Tage, bevor ein fragiler Waffenstillstand die Feindseligkeiten zumindest vorübergehend beendete. In der ersten Phase des Krieges griff Washington laut Angaben des Weissen Hauses mehr als 13'000 Ziele an.
Zur Story