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Jordi Cuixart (l.) und Jordi Sanchez (r.) müssen ins Gefängnis.
Jordi Cuixart (l.) und Jordi Sanchez (r.) müssen ins Gefängnis.Bild: AP/AP

Haftbefehl gegen Separatistenführer entzürnt Katalonien: «Das ist Barbarei!» 

17.10.2017, 00:2117.10.2017, 05:53

Erstmals gibt es im Streit um den Katalonien-Konflikt «politische Gefangene». Die zwei prominentesten Anführer der katalonischen Unabhängigkeitsbewegung wandern ins Gefängnis. 

Ein Richter ordnete nach einer Anhörung vor dem nationalen Strafgericht in Madrid gegen Jordi Sánchez und Jordi Cuixart Untersuchungshaft an. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Chefs der einflussreichen Organisationen Katalanische Nationalversammlung (ANC) und Omnium «aufrührerisches Verhalten» vor. Es geht es um eine Demonstration am 20. September. Demonstranten hatten damals Angehörige der spanischen Guardia Civil stundenlang eingekesselt; Sánchez und Cuixart sollen die Demonstranten angespornt haben. 

Die Katalanen sind empört über das Urteil. «Sie wollen uns einsperren, aber sie machen uns noch stärker», twitterte der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont. 

Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau, die selbst keine Separatistin ist, nannte das Urteil «Barbarei» und sprach von einem «grossen Fehler der uns vom Dialog entfernt».

Die Verhafteten kündigen bereits an, dass sie trotz des Urteils weiterkämpfen wollen. 

Polizeichef muss Pass abgeben

Die spanische Staatsanwaltschaft beantragte derweil erfolglos Untersuchungshaft für den katalanischen Polizeichef Josep Lluis Trapero. Das Oberste Gericht wies einen entsprechenden Antrag zurück, entschied aber, dass er für die Zeit der gegen ihn laufenden Ermittlungen wegen aufrührerischen Verhaltens seinen Reisepass abgeben muss.

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