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Jordi Cuixart, president of the Catalan Omnium Cultural organization, left, and Jordi Sanchez, president of the Catalan National Assembly wave to supporters on arrival at the national court in Madrid, Spain, in Madrid, Spain, Monday, Oct. 16, 2017. Two senior Catalan regional police force officers and the leaders of two pro-independence associations are in court again, facing possible sedition charges related to the staging of the region's banned Oct. 1 secession referendum. The sedition case is investigating the roles of the four in Sept. 20-21 demonstrations in Barcelona as Spanish police arrested several Catalan officials and raided offices in a crackdown on referendum preparations (AP Photo/Francisco Seco)

Jordi Cuixart (l.) und Jordi Sanchez (r.) müssen ins Gefängnis. Bild: AP/AP

Haftbefehl gegen Separatistenführer entzürnt Katalonien: «Das ist Barbarei!» 



Erstmals gibt es im Streit um den Katalonien-Konflikt «politische Gefangene». Die zwei prominentesten Anführer der katalonischen Unabhängigkeitsbewegung wandern ins Gefängnis. 

Ein Richter ordnete nach einer Anhörung vor dem nationalen Strafgericht in Madrid gegen Jordi Sánchez und Jordi Cuixart Untersuchungshaft an. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Chefs der einflussreichen Organisationen Katalanische Nationalversammlung (ANC) und Omnium «aufrührerisches Verhalten» vor. Es geht es um eine Demonstration am 20. September. Demonstranten hatten damals Angehörige der spanischen Guardia Civil stundenlang eingekesselt; Sánchez und Cuixart sollen die Demonstranten angespornt haben. 

Die Katalanen sind empört über das Urteil. «Sie wollen uns einsperren, aber sie machen uns noch stärker», twitterte der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont. 

Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau, die selbst keine Separatistin ist, nannte das Urteil «Barbarei» und sprach von einem «grossen Fehler der uns vom Dialog entfernt».

Die Verhafteten kündigen bereits an, dass sie trotz des Urteils weiterkämpfen wollen. 

Polizeichef muss Pass abgeben

Die spanische Staatsanwaltschaft beantragte derweil erfolglos Untersuchungshaft für den katalanischen Polizeichef Josep Lluis Trapero. Das Oberste Gericht wies einen entsprechenden Antrag zurück, entschied aber, dass er für die Zeit der gegen ihn laufenden Ermittlungen wegen aufrührerischen Verhaltens seinen Reisepass abgeben muss.

Wahllokal in Katalonien gewaltsam gestürmt

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Video: srf

Katalonien in Aufruhr

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • HansDampf_CH 17.10.2017 07:23
    Highlight Highlight Faschisten in Spanien. Kein Land sieht eine Abspaltung in Ihrer Verfassung vor. Gewalt und Unterdrückung.
    Lässt die Menschen Ihr eigenes Schicksal bestimmen. Das ist Demokratie.
  • ujay 17.10.2017 04:12
    Highlight Highlight Gut so. Wann muss Puigdemont den Pass abgeben?
  • satyros 17.10.2017 01:39
    Highlight Highlight Haben die Spanier wirklich das Gefühl, ein solcher Konflikt lasse sich mit der Polizei und mit der Einknastung von Oppositionellen lösen? Wo hat das jemals funktioniert?
  • Staatsgebeutelter 17.10.2017 01:30
    Highlight Highlight Staatengehabe, ich habe das sehen kommen, wie könnten Staaten anders handeln als mit Repressionen, alles in einem Staat ist darauf aufgebaut.

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