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JAHRESRUECKBLICK 2016 - SPORT - epa05567442 San Francisco 49ers back-up quarterback Colin Kaepernick (C), San Francisco 49ers outside linebacker Eli Harold (L), and San Francisco 49ers free safety Eric Reid (R) take a knee during the US national anthem before the NFL game between the Dallas Cowboys and the San Francisco 49ers at Levi's Stadium in Santa Clara, California, USA, 02 October 2016. Kaepernick is protesting police brutality and oppression in America.  KEYSTONE/EPA/JOHN G MABANGLO

Colin Kaepernick (Mitte) iniziierte 2016 den Protest gegen Rassismus.  Bild: EPA

Sein Kniefall kostete ihn die Sport-Karriere – Jetzt wird US-Footballstar geehrt

Für seinen Protest gegen Rassismus ist der US-Footballspieler Colin Kaepernick mit der höchsten Auszeichnung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International geehrt worden. Seine Geste habe eine regelrechte Welle losgetreten.



US-Footballspieler Colin Kaepernick wurde am Samstagabend in Amsterdam der Titel als «Botschafter des Gewissens» verliehen. Zur Begründung hiess es, der inzwischen vertragslose NFL-Profi habe sich trotz massiver Widerstände gegen Rassismus eingesetzt und damit viele Menschen inspiriert.

Former NFL quarterback and social justice activist Colin Kaepernick leaves after receiving the Amnesty International Ambassador of Conscience Award for 2018 in Amsterdam, Saturday April 21, 2018. Kaepernick became a controversial figure when refusing to stand for the national anthem, instead he knelt to protest racial inequality and police brutality. (AP Photo/Peter Dejong)

Colin Kaepernick am Samstag bei der Amnesty International-Verleihung. Bild: AP/AP

Am 14. August 2016 hatte Kaepernick, damals noch erfolgreicher Quarterback der San Francisco 49ers, als erster NFL-Profi während des Abspielens der US-Nationalhymne gekniet. Er wollte damit ein Zeichen setzen gegen Ungleichheit, Rassismus, Polizeigewalt gegen Schwarze – und trat eine regelrechte Welle los. Viele Sportler auch ausserhalb des American Footballs schlossen sich an, auf dem Höhepunkt der Proteste waren es allein etwa 200 Football-Profis.

Ihre gebeugten Knie spalteten die Liga und Zuschauerschaft – und riefen auch US-Präsident Donald Trump auf den Plan, der die Spieler über Twitter und in Ansprachen beschimpfte und von den Clubbossen ihre Entlassung forderte. Trump rief die Liga dazu auf, die Proteste zu verbieten, die NFL folgte ihm aber nicht.

Derzeit ist Kaepernick vereinslos, und dies sieht er in seiner konsequenten Haltung begründet. (sda/dpa)

Wie Colin Kaepernick eine Welle des Protests auslöste:

Video: Angelina Graf

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