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Stundenlang im Zug festgesteckt: Wie Südafrikas Präsident das Pendlerleben kennenlernte

Stundenlang im Zug festgesteckt: Wie Südafrikas Präsident das Pendlerleben kennenlernte

19.03.2019, 09:1819.03.2019, 09:20
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Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat die Nöte von Pendlern in seinem Land am eigenen Leib erleben müssen: Zwei Monate vor der Parlamentswahl wartete der Staatschef am Montag in Begleitung eines Pulks von Journalisten zunächst eine Stunde auf einen Zug im Township Mabopane, der ihn nach Pretoria bringen sollte. Anschliessend benötigte der Zug knapp drei Stunden für die in der Regel 45-minütige Fahrt.

Die Journalisten, die Ramaphosa im Schlepptau hatte, teilten in Online-Netzwerken Bilder eines lächelnden Präsidenten, der sich mit Passagieren unterhielt. Im Onlinedienst Twitter kommentierten Pendler die Odyssee des Staatschefs: «Willkommen in unserer Welt!» Zugverspätungen sind in Südafrika an der Tagesordnung, auch Entgleisungen sind keine Seltenheit.

Ramaphosa kündigte nach seiner persönlichen Zug-Erfahrung ein schnelles Treffen mit Vertretern des Bahnbetreibers Prasa an, um dieses «nationale Problem» zu lösen: «Wir werden mit Prasa reden, um die Dinge in den Griff zu bekommen, andernfalls werden Köpfe rollen.» (whr/sda/afp)

Liebe Pendler, wenn ihr denkt, euer Zug sei überfüllt, es geht noch ganz anders

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Liebe Pendler, wenn ihr denkt, euer Zug sei überfüllt, es geht noch ganz anders
Was für uns der Pfingstverkehr, ist in Bangladesch das Ende des Ramadan, das mit einem dreitägigen Fest gefeiert wird. Dafür verlassen viele die Hauptstadt Dhaka und reisen in ihre Heimatdörfer.
quelle: x90166 / adnan abidi
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4 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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fragenueberfragen
19.03.2019 10:58registriert Januar 2017
Darum sollten Präsidenten und ihre Minister gezwungen werden öffentliche Spitäler zu benutzen, mit dem öffentlichen Verkehr zu fahren, sich in die Schlange zu stellen, wenn der Fahrausweis verlängert werden muss oder ihre Kinder an die öffentlichen Schulen und Universitäten zu schicken. Das Niveau all dieser Institutionen würde sich innerst kürzester Zeit massiv verbessern.
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Clife
19.03.2019 09:29registriert Juni 2018
Solche Lebensweisen des einfachen Volkes sollten für Politiker eigentlich mehr in Erfahrung gebracht werden. Es wird schlussendlich ja zwischen schulischem Wissen und Lebenswissen unterschieden. Auch hier in der Schweiz sollten unsere Politiker mehr Empathie mitführen anstatt bspw. auf dem WEF mit Wein und aufgesetztem Grinsen eine Welt vorzugaukeln, in der alles in Frieden zusammen lebt.
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