International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Trump macht Rückzieher: Zehn Prozent der US-Soldaten bleiben in Syrien



Die US-Regierung schwächt ihre Aussagen zum Truppenabzug in Syrien ab. Auch nach dem US-Truppenabzug aus Syrien sollen rund 200 US-Soldaten in dem Bürgerkriegsland verbleiben.

Eine kleine Gruppe von «etwa 200» Soldaten solle zur Friedenssicherung für eine gewisse Zeit in Syrien bleiben, sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders, am Donnerstag (Ortszeit).

epa07348641 US President Donald J. Trump speaks at the Meeting of Foreign Ministers of the Global Coalition to Defeat ISIS at the US Department of State in Washington, DC, USA, 06 February 2019. The 79-member coalition is meeting for in-depth discussions regarding defeating ISIS in Iraq and Syria.  EPA/Alex Wong / POOL AFP OUT

Trump will raus aus Syrien. Bild: EPA/Getty Images North America POOL

US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember zunächst einen vollständigen Abzug der rund 2000 in Syrien stationierten US-Soldaten angekündigt und damit Entsetzen bei Verbündeten wie auch teilweise im eigenen politischen Lager ausgelöst.

Trump hatte den Schritt damals damit begründet, dass der Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gewonnen sei. Seither relativierte der US-Präsident seine Ankündigung zu dem Truppenabzug aus Syrien allerdings immer wieder stark. Verbündete Staaten wie auch Vertreter von Trumps Republikanern halten einen vollständigen Abzug für verfrüht.

Trump telefoniert mit Erdogan

Die USA unterstützen in Nord-Syrien die kurdische YPG-Miliz im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die Kurden befürchten nach einem US-Abzug eine Offensive der Türkei auf syrischem Gebiet. Die Türkei sieht die YPG dagegen als Terrororganisation an und hat angekündigt, sie zu zerschlagen.

Zuvor hatten am Donnerstag Trump und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan miteinander telefoniert und über die Lage in Syrien gesprochen. Die beiden Staatsoberhäupter hätten sich darauf verständigt, weiter an der Einrichtung einer Sicherheitszone in Nord-Syrien zu arbeiten, teilte das US-Präsidialamt weiter mit. Beide Länder arbeiten seit längerer Zeit daran, eine solche Zone im Norden Syriens zu schaffen.

Dies würde auf Kosten der mit der Türkei verfeindeten Kurden gehen. Die USA sehen sich dagegen den Kurden moralisch verpflichtet, die einen grossen Teil zum militärischen Bezwingen des Terrornetzwerkes IS beigetragen haben. Die Gespräche sollen am Freitag auf Ebene der Verteidigungsministerien und der Streitkräfte fortgesetzt werden. (sda/afp/reu/dpa)

Wiederaufbau in Syrien wird zur Herkulesaufgabe

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

«Chance, etwas gegen Kriegselend zu tun»

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tagomago 22.02.2019 07:41
    Highlight Highlight Zur Friedenssicherung :D
  • rodolofo 22.02.2019 07:35
    Highlight Highlight Das ist ja Feilschen wie auf einem türkischen Basar!
    Trump zu Erdogan: "Du kriegst einen Sicherheitsstreifen, und ich lasse symbolisch ein paar Soldaten da. So wirken wir nicht wie Verräter."
    Und die Kurden dürfen bei den Gesprächen zwischen den "Starken Männern" nur zuschauen, obwohl doch über ihr Land verhandelt wird!
    Warum macht Erdogan seinen Sicherheitsstreifen eigentlich nicht in der Türkei?
    Ach so! Da leben ja auch nur Kurden.
    Dann spielt es ja auch keine Rolle, auf welcher Seite der Türkisch-Syrischen Grenze der Sicherheitskorridor installiert wird...
    (Machtmenschen-Logik)
    • Markus97 22.02.2019 11:40
      Highlight Highlight Ob man Trump jetzt mag oder nicht die Präsenz ist tatsächlich eine gute Sache für die Kurden. Niemand würde ein Gebiet angreifen in dem sich US-Soldaten aufhalten. So bekommen sie wenigstens was ihnen zusteht nämlich ein Gebiet in dem sie in Frieden und Ruhe leben können ojne fürchten zu müssen vertrieben zu werden.
    • Klaus0770 22.02.2019 13:29
      Highlight Highlight @Markus97
      Die geplante Sicherheitszone in Syrien würde ca. 12000 km2 gross. Zum Vergleich, der Kanton Zürich ist 1729 km2 gross. Glauben Sie wirklich, das die 200 US Nasen irgend etwas bewirken können?
    • rodolofo 22.02.2019 13:34
      Highlight Highlight @ Markus97
      Abwarten und türkischen Tschay trinken!
      Bei Trump stinkt alles meilenweit gegen den Wind.
      Und Erdogan stinkt wie ein Ziegenbock...

Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Die Corona-Pandemie wütet weiter. Die Neuansteckungen steigen auch in Schweizer Kantonen erneut. Hier findest du alle relevanten Statistiken und die aktuellen Corona-Fallzahlen von Corona-Data und dem BAG zur Schweiz sowie im internationalen Vergleich.

Das Coronavirus hält die Schweiz weiterhin in Atem. Die Zahl der Neuansteckung steigt in den unterschiedlichen Kantonen seit dem August wieder und viele sprechen bereits von einer zweiten Corona-Welle in Europa und in der Schweiz.

Damit du den Überblick über die sich stetig verändernde epidemiologische Lage behältst, zeigen wir dir hier alle relevanten Statistiken zu den Neuansteckungen, Positivitätsrate, Hospitalisierungen und Todesfällen in den Schweizer Kantonen sowie im internationalen …

Artikel lesen
Link zum Artikel