International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Türkei verstärkt Truppen an Grenze zu Syrien – Streit über US-Abzug



epa06235624 A handout photo made available by the Turkish General Staff press office shows Turkish soldiers with their tanks participate in a military exercise near the Turkish-Iraqi border in the Silopi district, in Sirnak city, Turkey, 29 September 2017 (issued 30 September 2017). The Kurdistan region is an autonomous region in northern Iraq since 1991, with an estimated population of 5.3 million people. The region shares borders with Turkey, Iran and Syria, all of which have large Kurdish minorities. The Kurdistan region on 25 September held a referendum for independence and the creation of the state of Kurdistan amidst divided international support.amidst divided international support.  EPA/TURKISH GENERAL STAFF PRESS OFFICE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Archivbild: Ein türkisch Panzer an der Grenze.  Bild: EPA/TURKISH GENERAL STAFF PRESS OFFI

Die Türkei hat ihre Truppen an der Grenze zum Bürgerkriegsland Syrien verstärkt, obwohl sie zuvor eine geplante Offensive im Nachbarland vorläufig abgesagt hatte. Ein Konvoi mit Panzern und Granatwerfern erreichte in der Nacht zu Montag den türkischen Grenzort Kilis.

Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Auf der syrischen Seite seien pro-türkische Rebellen in Richtung der kurdisch kontrollierten Stadt Manbidsch vorgerückt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat eine angekündigte Offensive gegen die kurdische Miliz YPG in Nordsyrien verschoben. Hintergrund ist der Alleingang von US-Präsident Donald, US-Truppen aus Syrien abzuziehen.

Die Kurdenmiliz YPG war ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Kritiker werfen Trump vor, diesen Verbündeten im Stich zu lassen. Denn die Türkei sieht die YPG als syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation.

Kontrovers diskutiert wird auch, welche Folgen der US-Abzug für den Kampf gegen die «IS»-Terrormiliz hat. Trump musste nach Kritik seine Aussage korrigieren, dass die «IS»-Miliz besiegt sei. Er änderte das in «weitgehend besiegt».

«Langsamer Rückzug von US-Truppen»

Trump twitterte am Sonntagabend, Erdogan habe ihm versichert, dass er «alles, was vom ‹IS› noch übrig ist, auslöschen wird ... und er ist ein Mann, der das tun kann, zudem ist die Türkei direkt nebenan.» Trump twitterte ausserdem, dass er mit Erdogan über einen «langsamen und in hohem Masse koordinierten Rückzug von US-Truppen aus dem Gebiet» gesprochen habe.

Das «Wall Street Journal» schrieb unter Berufung auf einen hohen Regierungsmitarbeiter, das US-Militär wolle der Türkei bei einer Militäroperation, die sich über Hunderte Kilometer von der Grenze bis zu den IS-Hochburgen im Tal des Euphrat-Flusses erstrecken könnte, logistische Hilfe leisten.

Kritiker bezweifelten, dass die Türkei zu einer solch ambitionierten Operation in der Lage sei. Die Frage sei auch, ob sich die ehemaligen kurdischen US-Verbündeten jetzt auf die Seite der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad schlügen.

Pro-türkische Rebellen kontrollieren in Syrien einen Teil der Grenzregion zur Türkei. Im Jahr 2016 hatte die Türkei mit der Offensive «Schutzschild Euphrat» in der Umgebung des syrischen Orts Dscharabulus die IS-Miliz von der Grenze vertrieben, aber auch die YPG bekämpft.

Anfang des Jahres hatten von der türkischen Armee unterstützte Rebellen in einer Offensive gegen die YPG die kurdisch geprägte Grenzregion Afrin eingenommen. (sda/dpa)

Diese Kurden leben seit 49 Tagen im Flughafen Zürich

abspielen

Video: watson/Nico Franzoni

Das könnte dich auch interessieren:

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 24.12.2018 12:47
    Highlight Highlight Ziemlich durchschaubar das Ganze, auch wenn die Lage in Syrien so verwirrend kompliziert erscheint.
    Erdogan will sich seinen Anteil an der Kriegs-Beute holen.
    Und die Kurden wurden verraten, von den USA und vielleicht auch von Europa.
    Die letzten Hoffnungen für Demokratie, Gleichberechtigung und Rechtsstaat in Syrien liegen jetzt noch in einem beherzten Eingreifen von Frankreich und Gross Britannien zum Schutze unserer Verbündeten, i.B. im Kampf gegen den IS:
    Die Kurden mit ihrer relativ säkularen und multikulturellen Toleranz!
    Die USA hat sich aus den "Westlichen Werten" zurückgezogen...
  • Markus97 24.12.2018 12:40
    Highlight Highlight Das sollte jedem eine Lehre sein welcher sich militärisch auf die USA verlässt. Es gibt keine Freunde man wird euch fallen lassen wie eine heisse Kartoffel wenn man politisch davon profitiert.
  • swisskiss 24.12.2018 12:32
    Highlight Highlight Tja der gute Donnie. Das die Türkei genauso völkerrechtswidrig in Syrien eingefallen ist und Teile davon besetzt hält, vergisst er geflissentlich zu erwähnen.

    Da darf man gespannt sein, wie Russland und Syrien auf die angekündigte Ausweitung türkischer Militärpräsenz im Nordsyrien reagieren wird.

    Wenn wie Trump behauptet, der IS "weitgehend" eliminiert ist, wird es für Erdogan schwierig, seine Truppenverstärkung als Kampf gegen den Daesh verkaufen zu können.

    Trump schafft ein gefährliches Machtvakuum im Norden Syriens, dessen Auswirkungen noch nicht absehbar sind.

Nein, diese Reptilien willst du nicht zu Hause – Texaner entdeckt 45 Klapperschlangen

Eigentlich hatte ein Hausbesitzer in Albany im US-Staat Texas nur an einige Klapperschlangen unter seinem Haus gedacht, als er eine spezialisierte Firma zu Hilfe rief. Die Experten fanden jedoch eine ganz andere Situation vor.

Der Mann wollte zunächst nach einem Sturm einen beschädigten Kabelanschluss unter dem Haus reparieren - doch er zog sich schnell zurück, als er Schlangen entdeckte. Schlangenexperten fanden dann aber unter dem etwas erhöhten Gebäude insgesamt 45 der gefährlichen …

Artikel lesen
Link zum Artikel