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Schüsse auf Strassburger Weihnachtsmarkt:

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Attentat auf Strassburger Weihnachtsmarkt
quelle: ap/ap / christophe ena
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Terroralarm in Strassburg – das musst du zum Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt wissen

Strassburg im Schockzustand: Ein Angreifer hat mindestens drei Menschen getötet. Die Polizei sucht mit Helikoptern nach dem flüchtigen Mann. Der Weihnachtsmarkt ist hermetisch abgeriegelt.
12.12.2018, 04:4112.12.2018, 07:23

Was ist passiert?

Ein Mann hatte gegen 20 Uhr nahe dem Weihnachtsmarkt der Elsass-Metropole das Feuer eröffnet. Zwischen 20 und 21 Uhr habe er sich zweimal einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften im Patrouilleneinsatz geliefert. Die Nachrichtenagentur AFP meldete unter Berufung auf die Polizei, der vermutlich radikalisierte Mann sei vor seiner Flucht von Soldaten verletzt worden.

Weite Teile der Strassburger Innenstadt wurden über Stunden abgeriegelt. Menschen wurden dazu aufgerufen, die Innenstadt in Richtung Norden zu verlassen und nicht in Richtung des südöstlich gelegenen Stadtteils Neudorf zu gehen. Dort war nach dem flüchtigen Tatverdächtigen gefahndet worden. Die Polizei rief die Bürger dazu auf, Ruhe zu bewahren und den Anweisungen der Sicherheitskräfte zu folgen.

Wo hat sich das Attentat ereignet?

Innenminister Christophe Castaner beschrieb den genauen Tatort nicht näher und sagte lediglich, der Täter habe an drei verschiedenen Orten in der Nähe des Weihnachtsmarktes «Terror» verbreitet. 

Christophe Castaner.
Christophe Castaner.Bild: EPA/EPA

Der berühmte Strassburger Weihnachtsmarkt in der Innenstadt – jedes Jahr Anziehungspunkt für hunderttausende Touristen – wurde am späten Abend abgeriegelt. Schwer bewaffnete Polizisten bewachen die verbarrikadierten Zugänge und lassen nur die ständig heranrasenden Polizeiautos durch.

Opfer und Verletzte

Bislang ist Folgendes bekannt: Drei Menschen starben, zwölf Menschen wurden verletzt – sechs von ihnen sehr schwer.

Was ist zum Täter bekannt?

Der mutmassliche Täter soll nach Medienberichten ein knapp 30-jähriger Strassburger sein. Er hätte am Dienstagmorgen verhaftet werden sollen.

Wie der Sender France Info unter Berufung auf Polizeiquellen berichtete, war er jedoch nicht zu Hause gewesen. Demnach wird dem 29-Jährigen versuchter Mord vorgeworfen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung Stunden vor den Schüssen sollen Granaten gefunden worden sein, wie France Info und die Zeitung «Le Parisien» berichteten.

Fahndung läuft

Weil der Mann nach wie vor auf der Flucht ist, herrscht immer noch Grossalarm in der elsässischen Metropole. Menschen, die in der Nähe des Tatorts wohnen, können nicht nach Hause und stehen ratlos vor den Absperrgittern.

Die Regierung habe zusätzliche Kräfte mobilisiert, die auf dem Weg nach Strassburg seien, sagte Castaner. 350 Einsatzkräfte und mehrere Helikopter seien an der Fahndung beteiligt. Castaner selbst traf in der Nacht in Strassburg ein.

Welche Folgen hat das Attentat?

Der Weihnachtsmarkt in Strassburg bleibt am Mittwoch geschlossen. Auch die kulturellen Einrichtungen der Stadt öffnen nicht, wie es in einer Mitteilung der Stadt hiess. Der Unterricht sollte am Mittwoch an Grundschulen und Vorschulen ausgesetzt werden. Eltern wurde geraten, ihre Kinder zu Hause zu lassen, wie die Präfektur mitteilte. An weiterführenden Schulen und Hochschulen sollte der Unterricht stattfinden.

Auch das Europaparlament in Strassburg wurde zwischenzeitlich abgeriegelt. Über Stunden hinweg durfte niemand das Gebäude verlassen, Mitarbeiter wurden per Handy-Kurznachricht und Mail gewarnt. Erst am frühen Mittwochmorgen durften Abgeordnete und Mitarbeiter sich auf den Heimweg machen.

Nach einem Basketballspiel mussten die Zuschauer in der Sporthalle ausharren.
Nach einem Basketballspiel mussten die Zuschauer in der Sporthalle ausharren.Bild: AP/AP

Am Grenzübergang zu Deutschland in Kehl kontrolliert die Polizei am Abend die Autos, die von Strassburg aus kommen. Auf der Brücke über den Rhein staut sich der Verkehr. Eine Strassenbahn-Verbindung über die Grenze wird eingestellt. In ganz Strassburg sind unzählige Polizeiautos unterwegs. (sda/dpa/afp/reu/vom)

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Attentäter in Frankreich – Extremisten aus Europa
quelle: epa belgian federal police / belgian federal police/handout
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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Hierundjetzt
12.12.2018 08:13registriert Mai 2015
Eines muss man unseren Nachbarn zugute halten, obwohl es bereits x Anschläge (Paris, Nizza etc) mit insegsamt 100eten von Toten gegeben hat, zeigt sich die Gesellschaft insgesamt als sehr resilient gegenüber islamischem Terror. Chapeau🧐
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