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Der ermordete Journalist Jamal Khashoggi schrieb zuletzt für die «Washington Post» eine Kolumne, in der er immer wieder Saudi-Arabien kritisierte.
Der ermordete Journalist Jamal Khashoggi schrieb zuletzt für die «Washington Post» eine Kolumne, in der er immer wieder Saudi-Arabien kritisierte.Bild: AP/Metafora Production

Die Chronologie des Falls Khashoggi

24.10.2018, 10:5524.10.2018, 13:42

Der Fall des ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi wirft momentan grosse Wellen. Die Ereignisse überschlugen sich zuletzt als Saudi-Arabien den Tod Khashoggis bestätigte. Hier kommt ein Überblick über die letzten drei Wochen:

2. Oktober: Meldung über das Verschwinden Khashoggis

Bild: AP/TRT World

Der saudische Journalist Jamal Khashoggi besucht am 2. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul. Er benötigt Papiere, um seine türkische Verlobte heiraten zu können. Seitdem fehlt von ihm jede Spur.

7. Oktober: Verdacht auf Mord

Bild: EPA/SABAH NEWSPAPER

Gemäss Medienberichten geht die türkische Polizei davon aus, dass Jamal Khashoggi im Konsulat ermordet wurde. Dafür sei extra ein 15-köpfiges Team aus Saudi-Arabien eingeflogen worden.

8. Oktober: Saudi-Arabien weist Mordvorwürfe zurück

Bild: AP/AP

Saudi-Arabien bestreitet sämtliche Mord-Vorwürfe. Khashoggi habe das Konsulat verlassen und sie wüssten nicht, wo er sich derzeit aufhalte.

9. Oktober: Türkei kündigt Untersuchung an

Bild: EPA/EPA

Die türkische Polizei kündigt eine Untersuchung des saudischen Konsulats in Istanbul an. Erdogan forderte eine vollständige Aufklärung des Falles.

11. Oktober: Trump zeigt sich zurückhaltend

Bild: AP/AP

Auf die Frage, ob die USA Waffenlieferungen an Saudi-Arabien einstellen wolle, antwortet US-Präsident Trump zurückhaltend. Khashoggi sei kein US-Bürger und man wolle Ermittlungen abwarten.

12. Oktober: Saudische Delegation in Ankara eingetroffen

Bild: AP/AP

Eine Delegation aus Saudi-Arabien ist in der Türkei eingetroffen. Sie habe mit den Ermittlungen in dem Fall zu tun und kläre ab, wann und wie türkische Ermittler das saudische Konsulat inspizieren könne.

13. Oktober: Es sollen Aufnahmen existieren

Bild: EPA/EPA

Die «Washington Post» behauptet, dass Aufnahmen vom Mord an Khashoggi existieren. Angeblich habe eine Smartwatch die Vorfälle im Konsulat aufgezeichnet.

16. Oktober: CS-Chef will nicht nach Riad reisen

Bild: AP

Nachdem immer mehr Wirtschaftsführer ihre Teilnahme an einer Investoren-Konferenz in Riad abgesagt haben, zieht auch CS-Chef Thiam nach. Das sogenannte «Wüsten-Davos» sollte neue Investoren für Saudi-Arabien anziehen.

Diese Wirtschaftsführer haben auch abgesagt:

1 / 14
Khashoggi: Wirtschaftsführer meiden saudische Konferenz
quelle: epa/keystone file / ennio leanza
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19. Oktober: Saudi-Arabien gibt Tod Khashoggis zu

Bild: EPA/SAUDI ROYAL PALACE

Saudi-Arabien bestätigt schliesslich den Tod Khashoggis. Ein Streit im Konsulat sei ausgeartet und der Journalist infolge einer Prügelei ums Leben gekommen. Ein geplanter Mord wird jedoch bestritten.

22. Oktober: Überwachungsaufnahmen zeigen Vertuschungsversuch

Türkische Überwachungsaufnahmen zeigen, wie ein Body-Double mit den Kleidern Khashoggis das Konsulat verlässt. Laut CNN deute dies auf einen geplanten Mord hin.

23. Oktober: Erdogan spricht von geplantem Mord

Bild: AP/AP

Erdogan hatte im Vorfeld angekündigt, dass er in einer Rede Licht in den Fall Khashoggi bringen werde. Er liefert schlussendlich keine neuen Erkenntnisse, beschuldigt Saudi-Arabien jedoch des geplanten Mords an Khashoggi.

23. Oktober: Cassis äussert sich zum Fall

Bild: KEYSTONE

Bundesrat und Aussenminister Ignazio Cassis kündigt an, dass der Fall Khashoggi Konsequenzen auf die Beziehungen zu Saudi-Arabien haben werde. Das EDA habe den saudischen Botschafter in der Schweiz bereits drei Mal einbestellt.

(jaw/sda)

Saudi-Arabien wird auch für den Krieg im Jemen kritisiert:

Video: srf/SDA SRF
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Grossbritannien – oder wie man ein Land nicht regieren sollte
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Ja, ich weiss, Schadenfreude ist eine moralisch verwerfliche Gefühlsregung, aber wer kann sich dieses Gefühls erwehren, wenn er beobachtet, was derzeit auf der britischen Insel abgeht? Die Konservativen, die unter dem Hochstapler Boris Johnson vor rund drei Jahren einen Erdrutschsieg eingefahren haben, die versprochen haben, dank des Brexits die ehemalige Weltmacht zu neuer Blüte zu führen und Europa den Mittelfinger gezeigt haben; diese Konservativen liegen gemäss jüngsten Umfragen 33 Prozentpunkte hinter der Labour Partei; und Premierministerin Liz Truss, erst seit ein paar Wochen im Amt, muss bereits befürchten, wieder aus der Downing Street 10 verjagt zu werden. Ein bisschen Schadenfreude ist da angesagt, oder nicht?

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