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FILE - In this March 24, 2017 file photo, President Donald Trump with Health and Human Services Secretary Tom Price are seen in the Oval Office of the White House in Washington. Price resigned Sept. 29, after his costly travel triggered investigations that overshadowed the administration's agenda and angered his boss. Price's regrets and partial repayment couldn't save his job. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais, File)

Erster Abgang eines Kabinettsmitglieds: Trumps Gesundheitsminister Tom Price. Bild: AP/AP

Auf Staatskosten im Privatjet geflogen – jetzt tritt Trumps Gesundheitsminister zurück



Wegen eines Skandals um überhöhte Reisekosten ist US-Gesundheitsminister Tom Price zurückgetreten. Präsident Donald Trump hab das Angebot von Price, das Amt niederzulegen, akzeptiert, teilte das Weisse Haus am Freitag mit.

Price war in die Kritik geraten, weil er auf Staatskosten respektive auf Kosten der Steuerzahler Privatmaschinen statt deutlich preiswerterer Linienflugzeuge genutzt hatte. Trump hatte das Verhalten seines Gesundheitsministers in den vergangenen Tagen öffentlich kritisiert. Der Präsident ernannte Don Wright, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, zum kommissarischen Ressortleiter.

Nach Informationen des Insider-Magazins «Politico» soll Price seit seinem Amtsantritt mindestens 26 Mal Chartermaschinen genutzt haben. Die Gesamtkosten dieser Flüge belaufen sich demnach auf 400'000 Dollar. Dabei soll es sich zwar um Reisen im Zusammenhang mit seiner Regierungstätigkeit gehandelt haben. Doch schlossen manche Routen dem Magazin zufolge Orte ein, wo Price Häuser, Familie oder Freunde hat.

Das Rücktrittsschreiben von Tom Price

Price hatte seine Reisen zunächst als rechtmässig verteidigt. Vor einigen Tagen kündigte er dann jedoch an, dass er bis zum Abschluss einer internen Untersuchung seines Ressorts auf die Nutzung von Chartermaschinen verzichten werde.

Rückzahlung versprochen

Die Vorschriften für US-Regierungsmitarbeiter besagen, dass sie möglichst Linienflugzeuge nutzen sollen, sofern sie für das gewünschte Datum verfügbar sind. Am Donnerstag hatte Price schliesslich angekündigt, die Flugkosten aus seinem Privatvermögen zu erstatten.

Prices Amtszeit wurde auch überschattet von Rückschlägen der Regierung beim Versuch, Obamacare abzuschaffen und zu ersetzen. Mehrere Anläufe waren im Kongress gescheitert. Price galt als entschiedener Obamacare-Gegner. Es war eines der zentralen Wahlversprechen Trumps, die unter seinem Vorgänger Barack Obama eingeführte gesetzliche Pflichtversicherung zu kippen.

Seit Trumps Amtsantritt im Januar haben bereits einige Mitglieder seiner Regierungsmannschaft ihren Hut genommen, darunter sein Sicherheitsberater Michael Flynn und Stabschef Reince Preibus. (sda/dpa/afp/reu)

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pana 30.09.2017 09:44
    Highlight Highlight Getting closer.
    Benutzer Bild
  • TanookiStormtrooper 30.09.2017 09:39
    Highlight Highlight Der Chef selbst golft immer mal wieder auf Staatskosten im Familieneigenen Golf-Resort. Was diese Wochenendtrips den Steuerzahler kosten, dürfte bisher doch einiges höher sein als die popeligen 400'000$. Und die Kohle fliesst dann auch noch direkt in die Familienkasse.
  • Strohut 30.09.2017 09:32
    Highlight Highlight Tom Price zahlt übrigens nur knapp 52'000$ von total 400'000$ zurück, weil das anscheinend den Kosten für seinen Sitz entspricht. Für den Rest muss trotzdem der Steuerzahler aufkommen.
  • rodolofo 30.09.2017 08:32
    Highlight Highlight Wieder ist aus der "Grossartigsten" aller US-Regierungen eine Niete rausgeflogen, die den Verlockungen der Macht nicht widerstehen konnte.
    Aber der krönende Abschluss der Präsidenten-Reality-Show "Wer ist die nächste entlarvte Niete?" lässt weiter auf sich warten...
    Wo ist eigentlich die Jury, und wer drückt den Buzzer?
  • Dragonlord 30.09.2017 08:26
    Highlight Highlight Solche Leute haben doch keine Ahnung vom richtigen Leben da draussen. Sie sind priviligiert und fernab von der harten Realität. Da erstaunt es nicht, dass sie ihr Handeln nicht hinterfragen. Wieso auch, sie haben ja genug Geld auf der hohen Kante. Wie soll man ein Land regieren können, wenn man auch nicht die leiseste Ahnung davon hat, wie sich der Grossteil der Bevölkerung fühlt?
  • Alice36 30.09.2017 07:33
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