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President Donald Trump speaks to reporters before boarding Marine One on the South Lawn of the White House in Washington, Tuesday, March 13, 2018, to travel to Andrews Air Force Base, Md.  Trump fired Secretary of State Rex Tillerson on Tuesday and said he would nominate CIA Director Mike Pompeo to replace him, in a major staff reshuffle just as Trump dives into high-stakes talks with North Korea.  (AP Photo/Andrew Harnik)

Donald Trump greift auf Twitter wieder mal zum Zweihänder. Bild: AP/AP

Jetzt knöpft sich Trump Mueller vor – sogar bei Republikanern läuten die Alarmglocken

Feuert Trump bald den Sonderermittler in der Russland-Affäre? Die Twitter-Tiraden zwischen dem Präsidenten und den US-Behörden sind am Wochenende weiter eskaliert. «Trump wird seinen Platz im Abfallkübel der Geschichte einnehmen», prophezeit derweil der Ex-CIA-Boss. 



Trump schiesst gegen Mueller

Am Sonntag hat der US-Präsident erstmals gegen Robert Mueller direkt ausgeteilt. Mit scharfen Worten hat er die Unabhängigkeit der Untersuchung des Sonderermittlers in der Russlandaffäre in Frage gestellt. «Glaubt irgendjemand, dass das fair ist? Und ausserdem, es gibt KEINE ABSPRACHEN», schrieb Trump.  Das ist bemerkenswert. Bislang schreckte Trump davor zurück, Mueller direkt zu attackieren.

Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass Trump den Sonderermittler bald feuert. Führende Republikaner sind alarmiert: «Wenn er Mueller entlassen würde, wäre dies der Anfang vom Ende seiner Präsidentschaft», sagt etwa der republikanische Senator Lindsey Graham. 

Senator Jeff Flake sieht dies ähnlich. «Wenn er sich tatsächlich Mueller vorknöpft, werden wir handeln». Allerdings ist es völlig offen, ob der republikanisch dominierte Kongress bei einer Entlassung von Mueller Massnahmen ergreifen würde. 

FILE - In this June 13, 2013 file photo, FBI Director Robert Mueller listens as he testifies on Capitol Hill in Washington, as the House Judiciary Committee held an oversight hearing on the FBI.  Special Counsel Robert Mueller’s team of lawyers investigating potential coordination between Russia and the Trump campaign is still growing, but its early composition reveals a breadth of experience in criminal law and in following the money.  (AP Photo/J. Scott Applewhite)

Sonderermittler Mueller. Bild: AP/AP

Die «Fake-Memos»

Trump nahm am Wochenende erneut auch den am Freitag gefeuerten Ex-FBI-Vize Andrew McCabe und dessen im vergangenen Jahr von Trump entlassenen Chef James Comey ins Visier.

McCabe hatte angekündigt, er wolle bald Memos über die Treffen mit Trump veröffentlichen. Trump bringt sich schon mal in Stellung. «Können wir diese einfach Fake-Memos nennen? », so der US-Präsident. Er habe nur wenig Zeit mit McCabe verbracht, dabei habe dieser nie Notizen gemacht. 

McCabe hatte sich nach seiner Entlassung am Freitag als Opfer eines «Krieges» der Trump-Regierung gegen das FBI und gegen Mueller bezeichnet.

epa06609046 (FILE) - Acting FBI Director Andrew McCabe appears before the Senate Select Committee on Intelligence hearing on 'World Wide Threats', on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 11 May 2017 (reissued 17 March 2018). According to media reports on 17 March 2018, former Deputy Director of the FBI Andrew McCabe was fired by Attorney General Jeff Sessions, two days before his 50th birthday, after which he would have been able to retire from the FBI with a full pension. McCabe resigned from his position at the FBI in January, yet remained on leave pending his retirement. The timing of his firing jeopardizes  his entitlement to a full pension.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Bild: EPA/EPA

McCabe bekommt nun Schützenhilfe des ebenfalls gefeuerten Ex-FBI-Chefs James Comey.  «Herr Präsident, das amerikanische Volk wird meine Geschichte sehr bald hören. Dann könnten die Bürger selbst urteilen, wer ehrenhaft ist und wer nicht.» Ein Buch des entlassenen FBI-Chefs erscheint nächsten Monat.

Trump gehört in den Mülleimer

Dem früheren Ex-CIA-Direktor John Brennan platzte am Wochenende der Kragen wegen Trump. In einem wutentbrannten Tweet zog er wegen der Entlassung von McCabe über den US-Präsidenten her. 

«Wenn das volle Ausmass Ihrer Käuflichkeit, Verderbtheit und politischen Bestechlichkeit herauskommt, werden Sie Ihren rechtmässigen Platz als ein in Ungnade gefallener Demagoge im Abfalleimer der Geschichte einnehmen. Sie können Andy McCabe zum Sündenbock machen, aber Sie werden Amerika nicht zerstören ... Amerika wird über Sie trumphieren.»

Brennan hat das Heu mit Trump schon lange nicht auf der gleichen Bühne. Er hatte unter Barack Obama als CIA-Direktor gedient und räumte seinen Platz am Tag der Amtseinführung von Donald Trump.

FILE - In this Dec. 11, 2014, file photo, CIA Director John Brennan speaks during a news conference at CIA headquarters in Langley, Va. President Barack Obama on Dec. 12, 2016, turned down a request from some senators to declassify a Senate report documenting the CIA's harsh treatment of detainees after 9/11. As the end of Obama’s presidency approaches, a number of senators have urged him to declassify the 6,770-page investigation so that the public can have a full accounting of past torture practices. But White House counsel Neil Eggleston said Obama had decided to preserve the report in his archives instead. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais, File)

John Brennan.  Bild: AP/AP

(amü)

Donald Trumps erstes Amtsjahr

Video: watson

Donald Trumps Personalkarussell

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Donald Trumps Personalkarussell
quelle: epa/epa / jim lo scalzo
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