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Venezuela lässt US-Bürger nach zwei Jahren aus dem Gefängnis frei



Nach zwei Jahren haben die venezolanischen Behörden einen wegen angeblicher Umsturzpläne verdächtigten US-Bürger und dessen Frau aus dem Gefängnis entlassen. Die USA wollen die Sanktionen dennoch nicht aufheben.

Präsident Nicolás Maduro habe die Freilassung als Geste des guten Willens verfügt, sagte Kommunikationsminister Jorge Rodriguez am Samstag in Caracas. Nach der Ankunft von Joshua Holt und dessen Frau in Washington erklärte US-Vizepräsident Mike Pence jedoch, dass die Sanktionen gegen Venezuela in Kraft blieben.

Holts Familie bezeichnete die Freilassung in einer Stellungnahme als «Wunder». US-Präsident Donald Trump sprach von einer «guten Nachricht». Er kündigte an, dass Holt noch am Samstagabend gemeinsam mit seiner Familie im Weissen Haus empfangen werde.

Missionar aus Utah

Der Freilassung vorausgegangen war ein Treffen des republikanischen Senators Bob Corker mit Maduro in Caracas. Utahs Senator Orrin Hatch lobte am Samstag Corkers «entscheidende Bemühungen» in dem Fall. Der Missionar Holt stammt aus Utah.

«Wir sind zu Hause», schrieb Corker nach der Rückkehr im Kurzbotschaftendienst Twitter. Hatch veröffentlichte ein Video von Holts Ankunft am Flughafen in Washington.

Einreise wegen Heirat

Vor zwei Jahren war Holt nach Venezuela gereist, um die Venezolanerin Thamara Caleno zu heiraten, die er über das Internet kennengelernt hatte. Kurz nach der Hochzeit wurde das Paar verhaftet und vom Geheimdienst beschuldigt, Waffen besessen und eine Destabilisierung der Regierung Maduro geplant zu haben. Hochrangige Vertreter der sozialistischen Regierung Venezuelas beschuldigten Holt der Spionage.

Venezuelas Kommunikationsminister Rodriguez bezeichnete die Freilassung als Geste, um den Dialog mit den USA zu verstärken und weitere «Aggressionen» der USA zu vermeiden. US-Vizepräsident Pence erklärte jedoch, dass die Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen Venezuela so lange fortgesetzt würden, «bis die Demokratie zurückkehrt».

Die USA fahren seit Jahren einen harten Kurs gegen den venezolanischen Staatschef, dem sie die Aushöhlung der Demokratie in dem ölreichen südamerikanischen Land vorwerfen. Nach dem umstrittenen Wahlsieg Maduros bei der Präsidentenwahl am 20. Mai hatte Washington neue Wirtschaftssanktionen verhängt. Beide Ländern wiesen wechselseitig Diplomaten aus. (sda/afp)

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