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Fliessband-Hinrichtungen in Arkansas vorerst gestoppt



Sieben zum Tode verurteilte Häftlinge im US-Bundesstaat Arkansas müssen nicht mehr damit rechnen, in den nächsten Tagen hingerichtet zu werden. Der Oberste Gerichtshof von Arkansas setzte am Freitag (Ortszeit) die Hinrichtung von Bruce Ward aus, der wegen Mordes im Gefängnis sitzt.

Wenig später untersagte ein Bezirksgericht in sechs anderen Fällen vorläufig den Gebrauch des Medikaments Vecuronium, das Teil der Giftmischung für die Exekutionen ist. Geklagt hatte der Pharmahändler McKesson, der das Mittel an den Bundesstaat verkauft hatte.

epa05908325 A handout photo made available by the Arkansas Department of Corrections shows Undated file photos provided on 14 April 2017 of Arkansas death row inmates who are or were scheduled to be executed by lethal injection before the end of the month and before the expiration date for one of the drugs that will be used. Pictured, top row from left are: Bruce Earl Ward, Don W. Davis, execution date 17 April; Ledell Lee, Stacey Johnson, execution date 20 April. Bottom row from left are Jack Jones Jr., Marcel Williams, execution date 24 April; Kenneth Williams, execution date 27 April. Jason McGehee was scheduled for execution on 27 April until a judge issued a stay. The seven scheduled executions for one month is a record for Arkansas. Eight executions in one month have been held in Texas, the only state to do so.  EPA/ARKANSAS DEPARTMENT OF CORRECTIONS / HANDOUT BEST QUALITY AVAILABLE HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die Todeskandidaten von Arkansas, oben links Bruce Ward. Bild: EPA/ARKANSAS DEPARTMENT OF CORRECTIO

Arkansas wollte von Ostermontag an binnen elf Tagen sieben Häftlinge hinrichten lassen. Der Grund dafür ist, dass Ende des Monats das Haltbarkeitsdatum für noch vorhandene Dosen des Medikaments Midazolam ausläuft, das Teil des Giftcocktails ist.

Die geplanten Hinrichtungen lösten Proteste aus. Auch Hollywood-Star Johnny Depp hat am Freitag in Little Rock im US-Gliedstaat Arkansas an den Protesten teilgenommen. Dabei wurde er von dem Ex-Häftling Damien Echols begleitet, wie unter anderem der Lokalsender THV11 berichtete. Auch Kirchenvertreter und Menschenrechtsorganisationen wenden sich gegen die Hinrichtungswelle. 

Immer wieder Justizirrtümer

Actor Johnny Depp, left, stands with former Arkansas death row inmate Damien Echols, before speaking at a rally opposing Arkansas' upcoming executions, which are set to begin next week, on the front steps of the Capitol Friday, April 14, 2017, in Little Rock, Ark. (Stephen B. Thornton /The Arkansas Democrat-Gazette via AP)

Damien Echols (rechts) und Johnny Depp. Bild: AP/The Arkansas Democrat-Gazette

Echols war mit zwei Freunden 1994 in Arkansas wegen Mordes an drei Jungen verurteilt worden und 2011 nach langjähriger Haft wegen entlastender Beweise wieder freigekommen. Mehrere Dokumentarfilme beleuchteten den Fall der sogenannten «West Memphis 3» um Echols und seine beiden Freunde.

Der 53-jährige Johnny Depp und andere Stars wie Musiker Eddie Vedder und Filmemacher Peter Jackson hatten sich für die Männer im Todestrakt eingesetzt. Zahlreiche Personen protestierten zudem mit Plakaten vor einem lokalen Regierungsgebäude.

Kein Nachschlag! So sahen die letzten Mahlzeiten von Mördern aus

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Kein Nachschlag! So sahen die letzten Mahlzeiten von Mördern aus
quelle: henryhargreaves.com / henryhargreaves.com
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(sda/dpa/meg)

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