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Zeit für Rache: Packen die Frauen jetzt Trump by the Pussy?

19.10.2018, 16:02

Die besten Anti-Trump-Schilder vom Women's March 2018

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Die besten Anti-Trump-Schilder vom Women's March 2018
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Die Kongresswahlen am 6. November zur Amtshalbzeit von Donald Trump werden von den Frauen entschieden - darüber sind sich jedenfalls viele Experten in den USA einig. Die Umfragen verzeichnen einen besonders hohen Mobilisierungsgrad der Wählerinnen, auch kandidiert eine Rekordzahl von Frauen.

Und unter dem Einfluss der «MeToo»-Bewegung gegen sexuelle Belästigung spielen Frauenthemen eine wichtige Rolle im Wahlkampf.

Ein Grossteil der weiblichen Wahldynamik entspringt der Empörung über Trump. Deshalb hoffen die oppositionellen Demokraten, mit geballter Frauen-Power der Republikanischen Partei des Präsidenten zumindest die Mehrheit im Repräsentantenhaus entringen zu können, vielleicht auch die Vorherrschaft im Senat.

Unter den Wählerinnen gebe es eine «gewaltige Energie», freut sich bereits die demokratische Senatorin Debbie Stabenow.

Ruf als Frauenverächter

Frauen protestieren gegen Trump
Frauen protestieren gegen Trump
Bild: EPA/EPA

Den Zorn der Frauen facht der Präsident immer wieder selbst an - seinem Ruf als Frauenverächter wird er auch im aktuellen Wahlkampf gerecht. Vor Anhängern veräppelte er zuletzt etwa die «MeToo»-Bewegung und äffte die Psychologieprofessorin Christine Blasey Ford nach, die dem jüngst ernannten Verfassungsrichter Brett Kavanaugh versuchte Vergewaltigung vorwirft.

Auch mit seinen pubertären Lästereien über das Aussehen von Frauen macht Trump weiter - die Pornodarstellerin Stormy Daniels, mit der er einst ins Bett gestiegen sein soll, beschimpfte er als «Pferdegesicht».

Vor zwei Jahren entfalteten Trumps frauenfeindliche Sprüche und die auch gegen ihn erhobenen Vorwürfe sexueller Übergriffe bemerkenswerterweise auf viele Frauen noch keine abschreckende Wirkung - immerhin 41 Prozent der Wählerinnen stimmte für ihn. Seither ist der weibliche Abscheu über Trump jedoch offenkundig massiv gewachsen.

Zwei Drittel der Frauen für Demokraten

So sagten in einer CNN-Umfrage von Anfang Oktober fast zwei Drittel (63 Prozent) der Frauen, sie bevorzugten in ihrem Wahlbezirk den Kandidaten oder die Kandidatin der Demokraten. Besondere Aufmerksamkeit der Demoskopen zieht die Untergruppe der akademisch gebildeten weissen Frauen der Mittelschicht auf sich. Diese Frauen gelten als möglicherweise wahlentscheidender Faktor.

44 Prozent von ihnen hatten vor zwei Jahren Trump gewählt. Doch viele dieser Frauen mit Hochschulbildung haben sich inzwischen offenbar vom Präsidenten und seiner Partei abgewandt. Laut einer Umfrage für die «Washington Post» präferieren in den besonders hart umkämpften Wahlbezirken 62 Prozent von ihnen die Demokraten.

Rekordzahl von Kandidatinnen

Neben der weitverbreiteten Wut von Frauen auf Trump bezieht die Oppositionspartei ihre Hoffnungen auch daraus, dass sie eine hohe Zahl von Kandidatinnen aufgestellt hat. Eine Rekordzahl von 257 Frauen kandidiert für den Kongress, 198 davon für die Demokraten.

Bild: EPA/EPA

Der Massenprotest der Frauen gegen Trump hatte schon am Tag nach seiner Vereidigung im Januar 2017 begonnen, als mehr als eine Million Menschen an dem «Frauenmarsch» in Washington und anderen US-Städten teilnahmen. Die damaligen Netzwerke sind weiterhin aktiv und lancieren Proteste und Wahlaufrufe im Vorfeld der Kongresswahlen.

Mädchen, die die Welt verändern

Video: srf

Barbra Bead, eine Entwicklungshilfe-Expertin aus Washington, engagiert sich in einer Kampagne namens «Call Your Sister» (Ruf Deine Schwester an). In der Zeit «vor Trump» sei sie «nur eine Wählerin» gewesen, sagt die 37-jährige Anhängerin der Demokraten. Nun telefoniere sie herum und gehe von Tür zu Tür, um Frauen für den Urnengang zu gewinnen.

Die Demokraten setzen auch darauf, dass die von den Republikanern im Senat durchgeboxte Ernennung des obersten Richters Kavanaugh der weiblichen Anti-Trump-Welle zusätzliche Wucht verleiht. Allerdings könnte der erbitterte Streit um den Richter auch konservative Wähler mobilisieren - darauf hofft Trump.

Er beschreibt Kavanaugh als Opfer einer Rufmordkampagne - und warnendes Beispiel besonders für jüngere Männer, wie leicht sie an den Pranger geraten könnten. Es seien «sehr furchterregende Zeiten für junge Männer», beklagte der Präsident. (aeg/sda/afp)

Best Of Trump 2016

Video: watson
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